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Standardwerk

ML Pall: 5G als ernste globale Herausforderung

Neue Broschüre der Kompetenzinitiative e.V.
Prof. em. Martin Pall (Washington State University) legt eine beeindruckende Arbeit vor. Seine Aufarbeitung und Erläuterung des Forschungsstandes zeigt, wie umfangreich die Kenntnisse über Wirkungen nicht-ionisierender Strahlung sind, und welches System die Industrie aufgebaut hat, dies zu vertuschen. Eine Pflichtlektüre! Dank an die Kompetenzinitiative für die Herausgabe dieses "Standardwerkes"!

Martin L. Pall: 5G als ernste globale Herausforderung. Wirkungen des Mobil- und Kommunikationsfunks. Eine Schriftenreihe der Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie e. V. Heft 12. 120 Seiten. Saarbrücken, 1. Auflage März 2019.

ISBN 978-3-9820686-0-2 | Preis 8,00 €. Sofort lieferbar im diagnose:funk shop: >>>

  • Die öffentliche Debatte um den neuen Mobilfunkstandard 5G und seine Risiken für die Gesundheit und Umwelt nimmt an Intensität zu – im deutschsprachigen Raum, europa- und weltweit. Zu den bedeutendsten Dokumenten der aktuellen Diskussion zählt eine Abhandlung des renommierten amerikanischen Wissenschaftlers Martin L. Pall, die er im vergangenen Jahr 2018 internationalen Behörden vorgelegt hat.

Die Schrift, soeben in deutscher Übersetzung mit dem Titel 5G als ernste globale Herausforderung erschienen, bietet nicht nur eine auch für Laien übersichtliche, verständliche und nachvollziehbare Darlegung möglicher pathophysiologischer Auswirkungen der steigenden Strahlenbelastung durch Mobil- und Kommunikationsfunk. Sie führt darüber hinaus eine dezidierte wissenschaftliche Auseinandersetzung mit europäischen und amerikanischen Behörden und Industrien, die fortschrittliche Erkenntnis über Gesundheits- und Umweltrisiken aus fragwürdigen Motiven nicht wahrnehmen.

So eindringlich seine wissenschaftliche Argumentation, so einleuchtend ist auch die Sorge des Autors, dass jegliche Vorsorgeprinzipien – Errungenschaften moderner Wissenschaften und Gesellschaften – mit der beabsichtigten Einführung der 5G-Technologie völlig außer Acht gelassen werden.

Ein Ergebnis seiner Analysen ist unter anderen der unumstößliche Befund:

  • „Es gibt keine Tests zur biologischen Verträglichkeit von tatsächlicher 5G-Strahlung. Es gibt daher auch weder eine Risikoanalyse noch ein Risikomanagement, denn bisher wurde noch keine, aber auch gar keine Risikobewertung von 5G vorgenommen.“

Peter Ludwig, Literatur- & Kulturwissenschaftler, Vorstandsmitglied der Kompetenzinitiative e.V.

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"This ist absolute insane"

Dr. Martin Pall summarizes his assessment in a short 9 min. Video:

"The current plan, which has already been approved by the US Congress and the FCC ist to put out tens of millions of 5G antennas, irradiating every single person and other organismen in the whole country, without even a single biological safty test of genuine 5G radiation. This ist absolute insane."

Franz Adlkofer

Vorbemerkung zu Martin L. Pall: 5G als ernste globale Herausforderung

Der von Martin L. Pall beschriebene Wirkmechanismus elektromagnetischer Felder weist auf ein gesundheitliches Risiko bei Menschen hin, das weit über das hinausgeht, was bisher für möglich gehalten wird.

Der Autor der vorliegenden Schrift, Dr. Martin Pall, emeritierter Professor für Biochemie und Grundlagenforschung in der Medizin an der Washington State University, USA, hat als Wissenschaftler maßgeblich zur Aufklärung der Pathogenese einer Reihe von bisher unverstandenen Krankheiten beigetragen. Was die biologischen Wirkungen elektromagnetischer Felder (EMF) angeht, hat er festgestellt, dass wohl alle beim Menschen bisher beobachteten gesundheitlichen Schäden auf einen gemeinsamen Mechanismus, nämlich die Aktivierung der spannungsabhängigen Kalziumkanäle, zurückzuführen sind. Die Behauptung von Politik und Industrie, dass es keinen Wirkmechanismus gäbe, mit dem die Entstehung der bisher  festgestellten Erkrankungen, die von der Elektrosensibilität über Reproduktionsstörungen bis hin zum Krebs reichen, erklärt werden könne, geht damit ins Leere, die Schlussfolgerung daraus, dass ohne einen Wirkmechanismus ein kausaler Zusammenhang nicht bewiesen werden könne, ebenfalls.

Der beschriebene Wirkmechanismus ist weiterer Beleg dafür, dass es sich bei den für EMF geltenden Grenzwerten, die nur vor Überhitzung des Körpers oder seiner Teile schützen, um ein Phantasiegebilde handelt. Die bisher nachgewiesenen Gesundheitsstörungen kommen weit unterhalb der Grenzwerte zustande. So nutzlos die Grenzwerte demnach für die Menschen sind, so wichtig sind sie für die Mobilfunkindustrie. Wegen ihrer Höhe setzen sie der technologischen Entwicklung keinerlei Grenzen und darüber hinaus gewähren sie Schutz vor Haftungsansprüchen Strahlengeschädigter. Dass der unterstellte Schutz vor gesundheitlichen Störungen durch die Grenzwerte nur vorgetäuscht wird, haben bis jetzt nur wenige Gerichte erkannt, keines davon in Deutschland. 

Ein genialeres System zur Durchsetzung und Absicherung eigener Interessen ist kaum vorstellbar.

Was die zu befürchtenden Folgen der kurz vor der Einführung stehenden 5G-Technologie angeht, mit der die Voraussetzungen für die Digitalisierung der Welt geschaffen werden sollen, sind Martin Palls Ausführungen hochgradig alarmierend. Seine Befürchtungen beruhen vor allem darauf, dass mit 5G wegen der Vervielfachung der Basisstationen die Feldstärke der Hintergrundstrahlung in der Umwelt deutlich ansteigen wird. Dies könnte dazu führen, dass bei den Betroffenen z. B. der Mechanismus der spannungsabhängigen Kalziumkanäle die intrazelluläre Kalziumaufnahme weiter verstärkte. Mit verheerenden Auswirkungen auf Leben und Gesundheit der Zwangsbestrahlten, insbesondere der Elektrosensiblen unter ihnen, aber auch auf die belebte Umwelt insgesamt wäre zu rechnen.

Erste Hinweise, dass solche Befürchtungen nicht aus der Luft gegriffen sind, gibt es bereits. In einer vor kurzem publizierten Studie wurde gezeigt, dass die 5G-Strahlung schon nach kurzer Expositionsdauer bleibende Gewebsschäden verursachen kann. Nebenbei stellte sich heraus, dass bei 5G der schon jetzt viel zu hohe Grenzwert weiter überschritten werden kann, wenn dieser nach den geltenden Regeln bestimmt wird. Dass bei diesem Stand der Unsicherheit 5G ohne jegliche Prüfung der gesundheitlichen Verträglichkeit eingeführt wird, stellt nach Überzeugung der unabhängigen Wissenschaft den für Gesundheit und Umwelt zuständigen staatlichen Behörden ein katastrophales Zeugnis aus.

Martin Pall hat über seine Forschungsergebnisse und die Schlussfolgerungen daraus zahlreiche öffentliche Vorträge gehalten. Seine hier vorgelegte Warnschrift hat er rechtzeitig vor der Einführung von 5G auch an die zuständigen Behörden der Europäischen Union geschickt. Eine Stellungnahme, die auf die erwiesene Empfindlichkeit des beschriebenen Wirkmechanismus und die sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen eingeht, ist meines Wissens bis jetzt ausgeblieben. Die Politik vertraut uneingeschränkt und damit grob fahrlässig ihren wissenschaftlichen Beratungs- und Entscheidungsgremien, obwohl ihr bekannt sein dürfte, dass deren personelle Zusammensetzung maßgeblich von der Mobilfunkindustrie bestimmt ist. Sie ist offensichtlich der Meinung, dass den bei der Einführung der 5G-Technologie eher geringen – wenn überhaupt vorhandenen - gesundheitlichen Risiken enorme wirtschaftliche und gesellschaftliche Vorteile gegenüberstehen. Wie bei den vorausgegangenen Mobilfunkstandards verzichtet sie deshalb auf jegliche medizinische Vorsorgemaßnahmen. Dass es sich bei der Einführung von 5G um ein Experiment mit Menschen handelt, dessen Ausgang völlig ungewiss ist, nimmt sie in unverantwortlicher Weise in Kauf.

Martin Pall möchte die Politik mit seiner Warnschrift auf den Ernst der Lage aufmerksam machen, bevor es zu spät ist.  Er möchte verhindern, dass bei Mensch und Natur irreversible Schäden auftreten, die sich sogar auf zukünftige Generationen auswirken können. Um die Öffentlichkeit auch in Deutschland über diese dramatische Entwicklung und die gravierenden Defizite der Mobilfunkpolitik zu informieren, hat sich die Kompetenzinitiative zum Schutze von Mensch, Umwelt und Demokratie e.V. entschieden, Martin Palls prophetische Warnschrift den Menschen in deutscher Sprache zugänglich zu machen.

Artikel veröffentlicht:
18.04.2019
Autor:
Kompetenzinitiative e.V. / diagnose:funk