diagnose funk

diagnose:funk - Chronologie zu Nachweisen der Risiken der Mobilfunktechnologie 2003-2018

Die diagnose:funk Chronologie 2003 - 2018 zeigt, welche große Anzahl an Veröffentlichungen zu den Risiken von Ärzte- und Umweltorganisationen, staatlicher Umweltbehörden und Forschungsergebnisse vorliegen. Diese Dokumente belegen, dass nicht nur eine Vorsorgepolitik überfällig ist, sondern eine Politik der Gefahrenabwehr mit strengen Schutzvorschriften. Die Chronologie ist für BürgerInnen und Bürgerinitiativen eine wertvolle Argumentationshilfe.

Auszug Chronologie 2018:

Januar 2018: Die Schweizer ÄrztInnen für Umweltschutz kritisieren 5G-Einführung. Ungeklärt seien die gesundheitlichen Risiken der neuen 5G-Technologie. 5G basiert auf kurzwelliger Strahlung, die von der Haut mit unbekannten Folgen absorbiert wird. Deshalb fordern die AefU ein Moratorium für 5G, um die gesundheitlichen Konsequenzen zu untersuchen.

 Januar 2018: Frankreich verordnet Strahlungsminimierung. Nach dem französischen Mobilfunkgesetz  müssen Orte "äußerst atypischer Belastung" binnen 6 Monate auf "möglichst 1 V/m" (=2.650 µW/m²) reduziert werden.

Februar 2018: Review zu WLAN. Die Zeitschrift umwelt-medizin-gesellschaft 1/2018 veröffentlicht den Studienüberblick"Biologische und pathologische Wirkungen der Strahlung von 2,45 GHz auf Zellen, Fruchtbarkeit, Gehirn und Verhalten", verfasst von Dipl. Biol. Isabel Wilke, Redakteurin des ElektrosmogReports. Der Review dokumentiert mehr als 100 Studien, die Gesundheitsrisiken der Trägerfrequenz 2,45 GHz und der gepulsten Variante WLAN nachweisen.

März 2018: Der Ständerat Schweiz lehnt höhere Grenzwerte für 5G ab. Der Ständerat musste am 05.03.2018 erneut über einen Vorstoss zur Revision der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) abstimmen. Mit 22 zu 21 Stimmen bei 2 Enthaltungen sagte er Nein zur Motion und lehnt somit höhere Grenzwerte für Mobilfunkantennen ab.

März 2018:  NTP-Studie: Die Arbeitsgruppe von Prof. Lennart Hardell publiziert einen Review zur Studienlage Mobilfunk­strahlung und Krebs.  diagnose:funk publiziert den Artikel in der Reihe Brennpunkt.

April 2018: Die Datenbank www.EMFData.org geht Online. Mit dieser Datenbank, erstellt von diagnose:funk, wird die Studienlage dokumentiert. Beim Start enthält sie 400 Studien, die biologische Effekte nachweisen und viele wiss. Dokumente.

Mai 2018: WLAN: diagnose:funk veröffentlicht die Ausarbeitung von Prof. Karl Hecht: "Die Wirkung der 10-Hz-Pulsation der elektromagnetischen Strahlungen von WLAN auf den Menschen".

Juni 2018: Der "Ärztearbeitskreis digitale Medien, Stuttgart" fordert in einem Offenen Brief an das Kultusministerium Baden-Württemberg, dass kein WLAN an Schulen eingeführt wird.

Juli 2018: Die Handystrahlung kann Gedächtnisleistung beeinträchtigen. Das ergab eine Studie mit fast 700 Jugendlichen in der Schweiz. Die Studie wurde am Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH) durchgeführt (Foerster et al. 2018).

Juli 2018: Frankreich: Handynutzungsverbot an Schulen. Um der Bildschirmabhängigkeit entgegenwirken, beschließt am 30.07.18 die französische Nationalversammlung in letzter Lesung das erweiterte gesetzliche Handyverbot an Schulen.

August 2018: NTP-Studie: Die Arbeitsgruppe des Onkologen Prof. Lennart Hardell (Schweden) legt eine umfassende Interpretation der NTP-Studie vor, in der die Ergebnisse in Zusammenhang mit epidemiologischen und medizinischen-biologi­schen Studien gestellt werden. diagnose:funk legt mit diesem Brennpunkt eine Übersetzung dieser Arbeit vor.

August 2018: Forscher des Ramazzini-Instituts (Bologna) haben an 2500 männlichen und weiblichen Ratten nach lebenslanger Bestrahlung mit 1800 MHz (2G-Netz) erhöhte Raten von Schwannomen des Herzens und von Gliomen festgestellt (Falcioni et al. 2018). Bei weiblichen Tieren zeigte sich ein von der Strahlungsintensität abhängiger Trend. Die Studie wird als eine Bestätigung der NTP-Ergebnisse angesehen. 

August 2018: Neue Broschüre der Kompetenzinitiative zur "Elektrohypersensibilität. Risiko für Individuum und Gesellschaft" erscheint.

August 2018: NTP-Studie. Das Peer-Review Panel der NTP-Studie bestätigt die Ergebnisse der Studie. Prof. James C. Lin, Mitglied des Panels, veröffentlicht daraufhin im IEEE Microwave Magazine den Artikel "Clear evidence of cell-phone RF radiation cancer risk". Prof. Lin war bis 2016 führend in der ICNIRP tätig. Er fordert nun eine Revision der Grenzwerte.

September 2018: In dem Artikel „Weiße Zone Rhön“: Weniger Mobilfunk= weniger Krankheiten, Baumschäden und Insektensterben?" in der Zeitschrift Natur und Recht weisen der Richter a.D. B.I. Budzinski und Prof. Wilfried Kühling anhand nachgewiesener Schädigungen auf Mensch und Natur die juristische Unhaltbarkeit der deutschen Mobilfunkpolitik nach.

September 2018: Neue Reviews zur Gesamtstudienlage erscheinen auf Grund der Ergebnisse der NTP- und Ramazzini-Studie: Belpomme et al.  (2018), Kocaman et al. (2018),  Miller AB et al. (2018), Melnick (2018). 

September 2018: 5 G Mobilfunkstandard: Die ersten drei  Studien zu 5G von Betzalel et al. (2018), Russell (2018) und diCiaula (2018) erscheinen. Auf Grund der Studienergebnisse, die gesundheits­schädigende Wirkungen nachweisen, fordern die Autoren einen Stopp der Einführung.

Publikation zum Thema

Aktualisierung der Veröffentlichung von 2016Format: A4Seitenanzahl: 12 Veröffentlicht am: 18.10.2018 Sprache: DeutschHerausgeber: diagnose:funk

Mobilfunk-Chronologie

Politische und wissenschaftliche Dokumente 2003 - 2018
Autor:
diagnose:funk
Inhalt:
Diese Chronologie dokumentiert eine Vielzahl behördlicher und wissenschaftlicher Warnungen und Nachweise zu Risiken der Mobilfunktechnologie.
Artikel veröffentlicht:
18.10.2018
Autor:
diagnose:funk