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Brennpunkt: Mobilfunkstrahlung und Krebs

Prof. Hardell zur NTP-Studie und Gesamtstudienlage
Im Frühjahr 2018 wur­­den die Gesamtergebnisse der NTP-Studie aus den USA veröffentlicht. Sie weist nach, dass die nicht-ionisie­rende Strahlung des Mobilfunks Krebs erzeugen kann. Die Arbeitsgruppe des Onkologen Prof. Lennart Hardell (Schweden) hat eine umfassende Interpretation der NTP-Studie vorgelegt, in der die Ergebnisse in Zusammenhang mit epidemiologischen und medizinischen-biologi­schen Stu­dien gestellt werden. diagnose:funk legt mit diesem Brennpunkt eine Übersetzung dieser Arbeit vor.

diagnose:funk Brennpunkt: "Mobilfunkstrahlung und Krebs. Die Ergebnisse der NTP-Studie und die Gesamtstudienlage. Ein Kommentar von L. Hardell, M. Carlberg und L. Hedendahl."

Nach Hardell et al. hat die NTP-Studie folgende Hauptergebnisse: "Bei den männlichen Ratten, die entweder der GSM- oder der CDMA-Mobiltelefonstrahlung zwei Jahre lang ausgesetzt waren, zeigte sich eine erhöhte Inzidenz von malignen Schwannomen im Herzen und Gliomen im Gehirn. Für einige andere Tumorarten und Krankheiten wurde ebenfalls eine Häufung beobachtet." 

Die Studie wurde im National ­Toxicology Program des National Institute of Environmental Health Sciences (NIEHS) der Regierung der USA durchgeführt, mit einem Etat von 25 Millionen Dollar. Ihr wird uneingeschränkt bescheinigt, dass sie höchste wissenschaftliche Standards erfüllt. Auf der Jahrestagung der "Environmental Mutagenesis and Genomics Society" bekräftigten die an der NTP-Studie beteiligten Wissenschaftler die Bedeutung ihrer Ergebnisse (1 - siehe Grafik und unter Downloads als PDF). Es wurde dort sogar festgestellt, "dass die Daten überzeugender sind und ein größeres Risiko anzeigen, als ursprünglich angenommen." 

Aus diesen Studienergebnissen ziehen die Gesundheitsbehörden bisher keine Konsequenzen. Durch die Übersetzung der Arbeit  von Hardell et al. möchten wir Ärzten, Wissenschaftlern, Entscheidungsträgern und Bürgern Informationen an die Hand geben, damit sie unter Ihren Kollegen, in Ihren Standesverbänden und Ärztezeitschriften zur Meinungsbildung auf gesicherter Grundlage beitragen können.

Diese Fachübersetzung war mit erheblichen Kosten verbunden, wir freuen uns über jede Spende (Spendenkonto auf S. 5 des Brennpunktes). 

(1) Smith-Roe SL, Wyde ME, Stout MD, Winters JW, Hobbs CA, Shepard KG, et al. Evaluation of the genotoxicity of cell phone radiofrequency radiation in male and female rats and mice following subchronic exposure., Annual Meeting, Raleigh, North Carolina, USA, 9.–13. September 2017. 

Publikation zum Thema

Format: A4Seitenanzahl: 24 Veröffentlicht am: 17.08.2018 Bestellnr.: 236Sprache: DeutschHerausgeber: diagnose:funk

Mobilfunkstrahlung und Krebs: Die Ergebnisse der NTP-Studie und die Gesamtstudienlage

Ein Kommentar von L. Hardell, M. Carlberg und L. Hedendahl.
Autor:
L. Hardell, M. Carlberg und L. Hedendahl. Übersetzuung durch diagnose:funk. Veröffentlicht mit freundlicher Erlaubnis der Autoren.
Inhalt:
Die Arbeitsgruppe des Onkologen Prof. Lennart Hardell (Schweden) hat eine umfassende Interpretation der NTP-Studie vorgelegt, in der die Ergebnisse in Zusammenhang mit epidemiologischen und medizinischen-biologischen Studien gestellt werden (Hardell et al. 2018). diagnose:Funk legt mit diesem Brennpunkt eine Übersetzung dieser Arbeit vor.