diagnose funk

Smartphonezombies Diary

Eine Ausstellung mit Bildern von Thorsten Kirsch
Jeder hat sie schon gesehen. Diese Menschen in der Bahn, die auf ihr Smartphone schauen statt sich zu unterhalten. Diese Leute auf der Straße, die mit über den Bildschirm gesenktem Kopf weder Autos noch Fahrradfahrer wahrnehmen. Und dann wiederum hat sich jeder auch selbst schon bei einer Aktion erwischt, über die man gerade noch verständnislos mit dem Kopf geschüttelt hat. Mit der Ausstellung „Smartphonezombies Diary“ hält Thorsten Kirsch allen Nutzern den Spiegel vor die Nase.
Plakat zur Ausstellung in Hamburg

Ort: Phoenix-Center Harburg, Hannoversche Str. 86, 21079 Hamburg

Dauer: 7.8. bis 19.8.2017, Montag bis Samstag von 9:30 bis 20 Uhr

Thorsten Kirsch hat viele dieser Situationen erlebt. Momente, die ihn erstaunt, die ihn beunruhigt haben: „Ich war erschrocken darüber, wie die Menschen komplett die Kontrolle über ihr Verhalten verlieren.“ In „Smartphonezombies Diary“ beschreibt der Hamburger Künstler diese Momente in Bild und Wort.

Für Kirsch ist das Smartphone als Ausstellungsmotiv auch ein Gleichmacher. Beruf, Alter, Herkunft, Geschlecht – all das spielt keine Rolle. Darüber hinaus sind die Illustrationen ausschließlich freigestellte Figuren auf weißem Hintergrund. Denn: Die dargestellten Szenen könnten sich überall abspielen, zu jeder Zeit. Was im ersten Moment überzeichnet wirkt, ist dabei indes viel näher an der Realität als vermutet.

Die Übergänge zum Zombie sind fließend. „In meiner Ausstellung kriegt daher jeder etwas ab, ich selbst auch. Und das ist auch gut so."

https://smartphonezombiesdiary.wordpress.com 

 

Artikel veröffentlicht:
26.07.2017
Quelle:
Thorsten Kirsch / Smartphonezombies Diary