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Mobilfunkfreie „Weiße Zonen“

Irreal oder rechtlich geboten?
In der Ausgabe der "Neuen Zeitschrift für Verwaltungsrecht 20/2015" des Beck-Verlags beleuchten Bernd Irmfrid Budzinski (Richter am VG a. D.) und Professor Dr.-Ing. Wilfried Kühling (Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des BUND) die Einrichtung von mobilfunkfreien oder wohnungsschützend funkdosierten Zonen, Räumen und Verkehrsmitteln, sowie die Minimierung, Vermeidung und Abschirmung von Funkstrahlung.

"Nicht wenige Menschen reagieren in Deutschland wie in anderen Ländern sehr sensibel auf die von RADAR, Mobilfunkgeräten und -sendemasten verbreitete Funk-Strahlung. Vielfach suchen sie Schutz in strahlenarmen Kellern oder „Funklöchern“, wenn ihre so bezeichnete „elektromagnetische Hypersensibilität“ (EHS) unerträglich geworden ist. Da „Funklöcher“ immer seltener werden, keine andere Behandlung Erfolg verspricht und die Betroffenen sich selbst überlassen werden, fordern Umweltvereine, dass in einigen Orten oder Naturschutzgebieten – wie in Frankreich bei Grenoble – „Weiße Zonen“ ohne Mobilfunkbetrieb erhalten oder geschaffen werden, z.B. die „Weiße Zone in der Rhön“ (Mainpost v. 5.9.2011).

(...) Ergebnis: Die Forderung nach mobilfunkfreien „Weißen Zonen“ ist nicht „irreal“. Die staatliche Schutzpflicht gebietet im Rahmen unseres vorsorgeorientierten Rechts- und Wertesystems, wenn wie hier kein „vernachlässigbares Restrisiko“ vorliegt, zwingend die Einrichtung, mindestens Zulassung von mobilfunkfreien oder wohnungsschützend funkdosierten Zonen, Räumen und Verkehrsmitteln. Minimierung, Vermeidung und Abschirmung von Funkstrahlung sind außerdem ein Gebot der Menschlichkeit – und der Vernunft."

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Der Autor Budzinski war Richter am VG Freiburg; der Autor Kühling ist Professor für Raum- und Umweltplanung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND). – Für die Darstellung der physikalisch-technischen Grundlagen bedanken sich die Autoren bei Herrn Dipl.-Physiker Dr. Peter Nießen, Leiter des EMF-Instituts für Elektromagnetische Verträglichkeit zur Umwelt, Köln; für wertvolle Hinweise ebenso bei Bernd Rainer Müller (BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland eV. [BUND]).

Publikation zum Thema

Format: A 4Seitenanzahl: 20 Veröffentlicht am: 01.02.2012 Bestellnr.: 215Sprache: Deutsch

Elektrohypersensibilität - Tatsache oder Einbildung?

Ein Forschungsüberblick von Genuis/Lipp
Inhalt:
Ein Forschungsüberblick der kanadischen Umweltmediziner Genuis/Lipp über die Ursachen von Elektrohypersensibilität. Als Download finden Sie den Brennpunkt mit einem Vorwort zur Studie. Der komplette Brennpunkt mit der dt. Übersetzung des Forschungsüberblicks ist beim diagnose:funk - Versand bestellbar.