Mobil-Telefone

Strahlenschutzhüllen für Handys

Können Strahlen-Schutzhüllen für Handys empfohlen werden?

Antwort

Die Sinnhaftigkeit des Einsatzes von Strahlenschutzhüllen erschließt sich nicht. Entweder will ich erreichbar sein oder nicht. So eine Hülle kann dazu führen, das das Geräte sich am laufenden Band im Netz anmeldet, weil es immer wieder dazu kommt, das das Gerät durch die Abschirmwirkung der Hülle keine Sendeanlagen mehr detektiert. Ist dann mal wieder eine Sendeanlage trotz Strahlenschutzhülle in „Hörweite“ meldet sich das Gerät wieder an, was es ohne Schutzhülle nicht tun würde.

Haben Sie z.B. den „Datennetzmodus“ an SmartPhones ständig an (die installierten Apps und Hintergrunddienste können sich jederzeit mit dem Internet austauschen), wird es noch unsinniger. Um die Hülle zu überwinden muss das Gerät die Sendeleistung hoch drehen. Sehr wahrscheinlich versucht das Gerät dann vorrangig mit GSM-Signalen die Antennen zu erreichen, was i.d.R. immer mit sehr viel höherer Leistung erfolgt als wenn das Gerät z.B. den UMTS-Standard für die Datenübertragung nutzen kann.

Was hingegen an Strahlenschutzmaßnahmen am Gerät sinnvoll ist, dass wenn das Gerät am Körper getragen werden muss (z.B. bei geschäftlichen Terminen in einem Sakko), dann macht eine Abschirmung des Innenfutters zwischen Körper und Gerät sehr viel Sinn. Weder die Signal-Übertragungseigenschaften des Geräts werden unterdrückt, noch muss die Sendeleistung am Gerät unnötig nach oben geschraubt werden wenn Daten übertragen werden. Aber die Strahlenbelastung für den Körper, insbesondere an der Stelle wo das Gerät getragen wird, wird sehr stark minimiert. Beispielhaft siehe hierzu die Firma Digel. Unter dem Siegel PROTECT3 sind diese Strahlenschutztaschen eingenäht. Offensiv wird dieses nicht ganz unwichtige Angebot aber leider nicht mehr beworben.

Eine sehr sinnvolle Maßnahmen zur Strahlenminimierung ist die „richtige“ Einstellung am Endgerät, insbesondere an SmartPhones. Hierzu siehe unsere Tipps im Flyer „Mach mal Pause“.