Das Mikrowellensyndrom

Eine Zusammenfassung zur Elektrohypersensibilität
Dr. med. Cornelia Waldmann-Selsam erstellte 2006 eine Zusammenfassung von Beobachtungen von Krankheitssymptomen unter dem Einfluss von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern (Mobilfunksender, schnurlose DECT-Telefonanlagen, WLAN, Handy u.a.).

Zusammenfassung

Die gepulsten hochfrequenten elektromagnetischen Felder (von Mobilfunksendeanlagen, schnurlosen DECT-Telefonen, Handy, WLAN u.a.) führen weit unterhalb der gültigen Grenzwerte zu einem neuen, vielschichtigen Krankheitsbild mit charakteristischer Symptomenkombination.

  • Die Menschen leiden an einem, mehreren oder vielen der folgenden Symptome: Schlafstörungen, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Kopfdruck, Schwindel, Unruhe, Benommenheit, Reizbarkeit, Aggressivität, Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Wortfindungsstörungen, depressive Stimmung, Antriebslosigkeit, Angststörungen, Panikattacken (nachts, auf Autobahnen), Brennen innerlich, inneres Zittern, Ohrgeräusche, Hörverlust, Hörsturz, Geräusche im Kopf, Lärmempfindlichkeit, Geruchsempfindlichkeit, Nasenbluten, trockene Augen, Sehstörungen, Augenentzündungen, Augenschwellungen, Augenschmerzen, Lichtempfindlichkeit, Hautveränderungen (Rötungen, Pigmentierung, Entzündungen, Gesichtsblässe, Ringe unter den Augen), Brennen oder Kribbeln der Haut, Juckreiz, Allergische Reaktionen, häufige Infekte, Nebenhöhlenentzündungen, unklare Zahnschmerzen, Kiefereiterungen, Nackenschmerzen, Gelenk- und Gliederschmerzen, Nerven- und Weichteilschmerzen, Muskelschmerzen, Muskelkrämpfe, Muskelschwäche, Taubheitsgefühl, Lähmungserscheinungen, Koordinationsstörungen, Herzrhythmusstörungen, Herzrasen, Blutdruckerhöhung (anfallweise oder dauerhaft), Schilddrüsenprobleme, Haarausfall, Hormonstörungen, Libidoverlust, Stoffwechsel-störungen, Appetitlosigkeit oder ständiges Hungergefühl, Übelkeit, Gewichtsabnahme oder Gewichtszunahme, Frösteln, nächtliches Schwitzen, Zähneknirschen und gehäuftes Wasserlassen.
  • Schon ab 1 µW/m²; erkranken einzelne Menschen ( bei UMTS schon ab 0,1 µW/m²;)
  • Die Symptome treten in zeitlichem und räumlichem Zusammenhang mit der Exposition auf.
  • Viele Betroffene waren vorher beschwerdefrei.
  • Häufig erkranken etliche Anwohner nach Inbetriebnahme eines Senders (es variiert nur der Zeitpunkt des Auftretens von Symptomen: sofort, nach Tagen, Wochen oder Monaten; dies ist abhängig von der individuellen Konstitution, von bestehenden Grunderkrankungen, von der Aufenthaltsdauer im belasteten Wohnraum, von dem Frequenzbereich, von der Feldstärke, vom Frequenzgemisch aus verschiedenen Richtungen, vom gleichzeitigen Vorhandensein von Rundfunk- und Fernsehsendern.)
  • Es handelt sich keineswegs nur um subjektive Befindlichkeitsstörungen. Durch fachärztliche Untersuchungen waren Herzrhythmusstörungen, extreme Blutdruckschwankungen, EEG-Veränderungen, cerebrale Durchblutungsstörungen, Hörsturz, Visusverlust, Hormonstörungen, Konzentrationsveränderungen von Neurotransmittern, Konzentrationsveränderungen verschiedener Blutparameter, Geldrollenbildung, kognitive Störungen u.a. objektiv nachgewiesen worden. Veränderungen im Gesicht, an der Haut und am Haupthaar waren für den Arzt sichtbar. Die Ärzte hatten jedoch in den ersten Jahren nach Hochfrequenzexposition keine pathologischen Organbefunde erheben können, die diese Symptome hätten erklären können.
  • Die symptomatische, medikamentöse Therapie (Betablocker, Schlafmittel, Schmerzmittel, Psychopharmaka, Antirheumatika, Antihypertensiva, Augentropfen) hilft nur mangelhaft.
  • Apotheker stellen fest, dass diese Medikamente gehäuft rund um Standorte verordnet werden.
  • Zischende Geräusche oder Brummen im Kopf, Ohrgeräusche, Schwindel, Übelkeit, Sehstörungen, Augenschwellungen, Brennen der Haut, Unruhe, Vergesslichkeit, Wortfindungsstörungen, Konzentrationsstörungen, chronische Erschöpfung, Infektanfälligkeit, Antriebslosigkeit, Zähneknirschen, nächtliches Schwitzen und Haarausfall sind meist nicht therapierbar.
  • Häufig erkranken gleichzeitig auch Tiere und Pflanzen.
  • An manchen Standorten kommt es zu technischen Störungen (Autoelektronik, Garagenöffner, Telefon, Fernsehapparat, Aufzug)
  • Es konnte kein zeitlicher Zusammenhang mit maßgeblichen Veränderungen in den Häusern (neuer Bodenbelag, neue Sofamöbel, neue Farben, Gebrauch von Insektiziden) hergestellt werden.
  • Die Entstehung der Symptome durch außergewöhnlichen beruflichen oder sozialen Stress konnte oft ausgeschlossen werden. Jedoch kommt es häufig in der Folge von Hochfrequenzbelastung am Arbeitsplatz und zu Hause zu extremem täglichen Stress.
  • Ein großer Teil der Symptome verschwindet nach Beendigung der Exposition (Ortswechsel vorübergehend oder dauerhaft, Entfernung DECT-Telefon, Entfernung WLAN-Zugang, Abschirmung), wenn diese noch nicht zu organischen Schäden geführt hat. Die Zeitspanne bis zum Verschwinden variiert individuell und ist abhängig von der Dauer der stattgefundenen Hochfrequenzexposition. Viele Betroffene haben Zuflucht gesucht bei Verwandten und Bekannten, in Ferienwohnungen und Pensionen, im Keller oder im Wald. Viele sind umgezogen, wenn sie es finanziell ermöglichen konnten.

Mehr zum Thema

Quelle: nva-uniformen.de
08.06.2019

NVA-Untersuchung von 1967 an Funkern

Elektrosensibilität war Stand des Wissens Eine Untersuchung an Funkern zeigte die Auswirkungen der Strahlung auf den Organismus. Die Funker wurden elektrohypersensibel. weiterlesen
Nr. 32 - 58. JahrgangFormat: A4Seitenanzahl: 7 Veröffentlicht am: Sprache: DeutschHerausgeber: Deutsche Medizinische Wochenschrift, 5.8.1932

Arbeitsergebnisse auf dem Kurzwellengebiet, 1932

Vortrag in der Berliner Medizinischen Gesellschaft am 15.6.1932
Autor:
Priv.-Doz. Dr. Erwin Schliephake, Jena-Gießen
Inhalt:
Dr. Schliephake berichtete über die deutliche Beeinflussung des Gesamtorganismus durch die freie Hertzsche Welle im Strahlungsfeld von starken Kurzwellensendern. Er beschrieb biologische Wirkungen, die sich nicht alleine durch die Wärmewirkung erklären lassen: starke Mattigkeit am Tag, dafür in der Nacht unruhiger Schlaf, zunächst ein eigenartig ziehendes Gefühl in der Stirn und Kopfhaut, dann Kopfschmerzen, die sich immer mehr steigern, bis zur Unerträglichkeit. Dazu Neigung zu depressiver Stimmung und Aufgeregtheit. Erste Indizien für die nichtthermischen Wirkungen elektromagnetischer Felder und das in der wissenschaftlichen Literatur beschriebene Rundfunk-/ Mikrowellensyndrom.
Juni 2016Format: A4Veröffentlicht am: 26.07.2016 Sprache: Englisch

The Hidden Marginalization of Persons With Environmental Sensitivities

Department of Psychology, James Madison University, Harrisonburg, Virginia.
Autor:
Pamela Reed Gibson
Inhalt:
This paper constructs persons with environmental sensitivities as comprising a hidden, marginalized group in technological culture that is paying a large price for our industrialized lifestyle. (...) The problem is discussed within the context of the pressures of capitalism, and examples are given of persons with environmental illness receiving mental health diagnoses (an attempted colonization) when they attempt to access mainstream health-care providers who lack knowledge or expertise regarding toxic-induced illness.
Foto: privat
»

... aber es ist nun einmal so, dass jeder Mensch anders reagiert.

«
Dr. Cornelia Waldmann-Selsam