15.07.2026
Wir informieren: 42. Dorffest Neckartenzlingen – „Mit den Fingern sehen“ am Infostand von InfoMobilFunk Neckartenzlingen und Umgebung
Für Erwachsene: Informationen zum Stand der Forschung
Einen Überblick über den Stand der Forschung zu den gesundheitlichen Auswirkungen der nicht-ionisierenden Strahlung des Mobilfunks konnten die Erwachsenen in der diagnose:funk-Publikationsreihe "ÜBERBLICK für den Durchblick" gewinnen. Die Nummern 1-9 lagen aus. „Gesund aufwachsen in der digitalen Medienwelt“ versteht sich als „Eine Orientierungshilfe für Eltern und alle, die Kinder und Jugendliche begleiten“. Weiterhin konnte man blättern in Nina Kolleck: „Der Kampf in den Köpfen – Wie Tiktok, Instagram und Co. unsere Kinder manipulieren.“ Das Thema Elektrohypersensibilität wurde in der Publikation von Renate Haidlauf: „Die unerlaubte Krankheit – Wenn Funk das Leben beeinträchtigt“ sehr deutlich.
Manche interessanten Gespräche zum Thema WLAN, Social Media, Smartphone entwickelten sich am Stand.
Ein sinnliches Erlebnis für Kinder: Tastkästen als Attraktion
Für die Kinder waren die zwölf Tastkästen die große Attraktion: „Was ist denn das? Mit den Fingern sehen?“ stand auf dem Fragebogen. Die Größeren trugen den erfühlten, ertasteten Gegenstand selbst in den Fragebogen ein. Bei den Jüngeren machten das Mutter oder Vater oder die Standbetreuung. Für die Kinder war das eine sehr spannende Aufgabe. Durch einen verhängten Zugang konnten sie eine Hand ins Innere eines Kartons stecken. Wie fühlten sich die Gegenstände dort an? Was erzählten sie über sich, wenn Finger und Hand sie vorsichtig berührten und sie von allen Seiten erkundeten. Manche Kinder schlossen dann auch ganz konzentriert die Augen, denn ihre Finger konnten ja wirklichen „sehen“.
Waren alle Stationen erkundet, dann wurden die Ergebnisse von der Standbetreuung überprüft: Kamm, Wäscheklammern, Kaffeelöffel, Zahnbürste, Teelicht (daraus war in der Hitze schnell eine weiche, knetbare Masse wie Knete geworden), Brille, Federball/Squashball, Lego, Muschel, Handschuh, Bürste. Je nach Alter gab es ab 6, 8 oder 10 richtig ertasteten Gegenstände einen Preis: Entweder ein hölzernes JoJo oder eine Vogelpfeife. Die Kinder konnten wählen.
Aktives Ertasten statt passivem Wischen
Vielleicht fragt sich der eine oder andere Erwachsene, was dieses Tastspiel mit dem Thema Mobilfunk und Smartphone zu tun hat. Statt sinnentleertes Wischen auf dem Smartphone, um in eine digitale Scheinwirklichkeit zu gelangen, wird hier Tasten und Ertasten der realen Wirklichkeit zu einer sinnstiftenden Tätigkeit. Es wird erlebt und erfahren, was Finger alles entdecken können, wenn sie diese Aufgabe zugewiesen bekommen. Und: dass sie tatsächlich „sehen“ können: Größe, Oberfläche, Material und Materialbeschaffenheit, ja sogar Gewicht. Interessant dabei ist, dass die ertasteten und erfühlten Eigenschaften im Gehirn mit Bekanntem abgeglichen werden, einen Sinn bekommen und dann als Gegenstand bezeichnet werden können. Solche reale „Spurensicherung“ führt zur Differenzierung von Gegenstandsmerkmalen und fördert die Entwicklung bestimmter Hirnareale.

