16. Juni - Welttag der Elektrohypersensibilität (I)

Forschung bestätigt: EHS wird durch Strahlung verursacht - Anerkennung als Krankheit überfällig
Ist Elektrohypersensibilität (EHS), ausgelöst durch Mobilfunkstrahlung, eine Tatsache oder eine Einbildung? Warum die Mobilfunkindustrie diese Krankheit zur Einbildung erklärt, ist nachvollziehbar. Für sie ist es geschäftsschädigend, wenn ihre Produkte mit Krankheitsfolgen in Verbindung gebracht werden. Eine wachsende Zahl von Menschen stellt Beschwerden durch die Strahlenbelastung fest, die jenen ähneln, wie sie Radarsoldaten erleb(t)en. Eine umfangreiche Studienlage weist die Ursachen für EHS nach.
EHS-Mahnwache vor dem Berliner Roten Rathaus, Bild:Thomas Löb

Mit dem Welt-EHS-Tag wird auf die Situation der Menschen hingewiesen, die von Elektrohypersensibilität betroffen sind. Elektrohypersensibilität (EHS) meint das Reagieren
des Körpers mit Krankheitssymptomen auf künstliche elektromagnetische Felder (EMF), wie sie auch der Mobilfunk aussendet. Die Ursache der Erkrankung liegt also im Umfeld, deshalb zählt EHS zu den Umwelterkrankungen. Das Krankheitsbild besteht in der Regel aus mehreren Symptomen, die in ihrer Zusammenstellung, Stärke und Dauer unterschiedlich sind. Zu den Symptomen von Elektrohypersensibilität gehören:

  • beeinträchtigter Schlaf, Schlafstörungen, Schlaflosigkeit
  • (chronische) Erschöpfung, Müdigkeit und Muskelschwäche
  • Kopfschmerzen
  • verminderte Denkleistung, Sprachfindungsstörungen, Konzentrationsmangel und Gedächtnisprobleme
  • Herzbeschwerden (hoher oder unregelmäßiger Puls, Bluthochdruck), Engegefühl oder Schmerzen im Brustbereich

Viele dieser Beschwerden, so zeigen Untersuchungen der Krankenkassen, sind in den letzten 10 Jahren massiv angestiegen.[1] Der Mobilfunkstrahlung kann man heute nirgends mehr entkommen. Letzte Funklöcher sollen geschlossen werden, ob Bus, Bahn, Hotel, Schule oder Krankenhaus - überall strahlt WLAN. Eine Qual für Menschen, die diese Strahlung spüren.

  • diagnose:funk bekämpft und kritisiert besonders die Pläne, schon Kindergärten und Schulen durch die "Digitale Bildung" und Künstliche Intelligenz mit WLAN, Smartphones und Tablets zu strahlungsverseuchten Zonen zu machen mit dem Risiko, dass schon Kinder elektrohypersensibel werden. Auch deshalb unterstützen wir Smartphoneverbote an Kitas und Schulen. 
Grafik: Studie Hu et. al. (2021)

Die Studie von Hu et al. (2021), ein Review, dokumentiert die Schädigungsmechanismen der nicht-ionisierenden Strahlung

Wissenschaftler, Ärzte und politische Gremien fordern Anerkennung von EHS

Vor der Einführung der zivilen Nutzung des Mobilfunks bis ca. Ende der 1990er Jahre wurde die Existenz einer Sensibilität ge­genüber Radar- und Funkstrahlung nicht in Frage gestellt. Sie hatte ver­schiedene Bezeich­nungen: Elektroallergie, Mikrowellensyndrom, Elektrohypersensibili­tät und Fun­ker­krankheit. Insbesondere beim Bedienungspersonal in der Radartechnik fielen zunehmend Beschwerden vom Burnout bis zu Blutbildveränderungen und Krebs auf.[2] Seit der Massenmarkt Mobilfunk als Milliardengeschäft entstanden ist, wird unter dem Druck der Industrie die Existenz von EHS bestritten.

Doch international fordern Wissenschaftler und Ärzte der ICBE-EMF (International Commission on the Biological Effects of Electromagnetic Fields), dass EHS weltweit von den Gesundheitsbehörden als durch EMF verursachte Krankheit anerkannt wird. Die ICBE-EMF setzt sich dafür ein, dass Menschen mit EHS Zugang zu sicherem Wohnraum, Gesundheitsversorgung, Bildung, Arbeit und allen Bereichen des öffentlichen Lebens erhalten. EHS wird im ICBE-EMF-Positionspapier https://icbe-emf.org/activities/electrohypersensitivity/  als eine sich zuspitzende humanitäre Krise beschrieben.

Die Europäische Akademie für Umweltmedizin hat 2016 EMF-Leitlinien veröffentlicht. Diese Leitlinien beschreiben die Ursachen von elektromagnetischer Hypersensibilität (EHS) und machen Behandlungsvorschläge. Die Autoren der Leitlinie haben inzwischen weitere Studien publiziert.[3] Die Landesärztekammer Baden-Württemberg fordert in ihrer Stellungnahme von 2024 u.a

  • „Schaffen von mobilfunkfreien Zonen u.a. in öffentlichen Einrichtungen (Bus, Bahn, Schule, Hochschule, Verwaltung, Kliniken), aber auch im privaten Bereich (Schlafzimmer).“
  • „Einrichtung einer Koordinierungsstelle zur Sammlung von Meldungen über ‚Mobilfunk-Nebenwirkungen‘, auch für Elektrosensible.“

Der EWSA (Europäischer Wirtschafts- und Sozialausschuss) stellt in seiner Stellungnahme im Amtsblatt der EU (2023) entgegen der Diskriminierung elektrohypersensibler Menschen und der Psychologisierung ihrer Leiden fest:

  • „4.13. Das Europäische Parlament, der EWSA und der Europarat haben anerkannt, dass Elektrosensibilität bzw. Elektrosensitivität eine Krankheit ist. Hiervon sind eine Reihe von Menschen betroffen, und mit der Einführung von 5G, für das eine viel höhere Dichte elektronischer Anlagen benötigt wird, könnte dieses Krankheitsbild häufiger auftreten.“

In der Schweiz gibt es das ärztliche Beratungsangebot MedNIS, eine Anlaufstelle, bei der sich Menschen mit EHS beraten und behandeln lassen können.

____________________________________________________________________________

Bild: diagnose:funk

Die Internetseite www.diagnose-ehs.org klärt über Elektrohypersensibilität auf, gibt Ratschläge. Dort steht eine Liste von Ärzten, die EHS behandeln, zum kostenlosen Herunterladen. 

_____________________________________________________________________

Die Studienlage zu EHS

Jeder Mensch kann elektrohypersensibel werden. Die Frequenzen des Mobilfunks, die gepulste Strahlung, sind technisch hergestellt und der Natur fremd. Die elektromagnetische Strahlung wirkt als Störstrahlung auf die Zellen. Elektro“hyper“sensible Menschen reagieren darauf unmittelbar. Durch die Langzeiteinwirkung und durch die Zunahme der Strahlung kann theoretisch – das ist eine Frage der Zeit – jeder elektro“hyper“sensibel werden, denn die Körperzellen kommunizieren auf der Grundlage elektrophysiologischer Vorgänge. Diese normalen biologischen Vorgänge spürt ein gesunder Mensch nicht. Aber sensible Menschen spüren, wenn etwas aus dem Lot kommt. Sie sind für alle ein „Frühwarnsystem“. Es gibt inzwischen viele Studien, die Ursachen von EHS nachweisen.

Wirkmechanismus oxidativer Stress

Die Symptome, die Menschen mit EHS haben, sind überwiegend entzündliche Erkrankungen. Eine Ursache entzündlicher Erkrankungen ist oxidativer Zellstress, ausgelöst durch einen Überschuss an freien Radikalen (ROS). Er entsteht auch durch Strahlung und führt zu oxidativem Stress. Bereits 2014 wurde im Springer Reference-Book im WLAN-Review "Effects of Cellular Phone- and Wi-Fi-Induced Electromagnetic Radiation on Oxidative Stress and Molecular Path­ways in Brain" (Naziroglu/Akman 2014) dieser Mechanismus nachgewiesen, v.a. dass insbesondere WLAN unterhalb der Grenzwerte gesundheits­schädlich ist. Die Überblicksstudie von Yakymenko et al. (2015) dokumentierte vor 10 Jahren 100 Studien, dies wurde bestätigt durch den Review von Schuermann / Mevissen (2021).[4] Sie schreiben:

  • Zusammenfassend wurden in der Mehrzahl der Tierstudien Hinweise auf erhöhten oxidativen Stress durch RF-EMF und ELF-MF und in mehr als der Hälfte der Zellstudien berichtet“ und führen mehr als 150 Studien an.

Lesen Sie dazu auch unsere Recherche "Mobilfunktechnik, Strahlenbelastung und Immunsystem. Was die Studienlage seit den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts sagt" über die grundsätzliche Bedeutung des oxidativen Stresses, auch für EHS. 

 

Grafik: Panagopoulos

Die Darstellung der Schädigungskaskade bei Panagopoulos et al. (2025)

Wirkmechanismus Störung der spannungsgesteuerten Ionenkanäle

Einen damit zusammenhängenden Schädigungsmechanismus behandelt der Studienreview von Panagopoulos et al. vom Juni 2025.[5] Er erklärt als Wirkmodell für Auswirkungen elektromagnetischer Felder die Störung der spannungsgesteuerten Ionenkanäle. Jede menschliche Zelle regelt über Poren (Ionenkanäle) in der Zellmembran den Stoffwechsel. Spannungsgesteuerte Ionenkanäle beeinflussen, wie viel Natrium-, Kalium-, Kalzium- und Chlorid-Ionen einströmen. Eine Störung dieses Vorgangs führt zu einer Störung des elektrochemischen Gleichgewichts innerhalb der Zelle, was sich negativ auf den Zellstoffwechsel auswirkt. Sind die Mitochondrien betroffen, unsere „Kraftwerke“ in der Zelle, dann wird das EHS-Symptom Erschöpfung erklärbar (u.a. ATP-Mangel). Die spannungsgesteuerten Ionenkanäle werden im Review von Panagopoulos et al. als die empfindlichsten elektromagnetischen Sensoren in lebenden Organismen beschrieben. Die Erkenntnisse werden immer klarer. In ihrer neuesten Studie weisen Panagopoulos et al.(2026) nach: Die Schädigung wird durch die niederfrequente Taktung / Pulsung initiiert. Sie schreiben, dass die

  • nicht-thermische EMF-Bioeffekte durch die ELF/ULF-Pulsation, -Modulation und -Variabilität induziert werden und nicht durch die eigenständigen (unmodulierten) HF-EMF-Trägerwellen, die bei ausreichend hohen Intensitäten, wie sie in der Umwelt selten vorkommen, lediglich eine Erwärmung erzeugen können.“

Auch die neue Studie von Kim et al.(2026) weist nach, dass die niederfrequente Pulsmodulation der hochfrequenten Trägerwelle maßgeblich an der Bioaktivität realer Mobilfunksignale beteiligt ist. Damit ist ein Schlüsselmechanismus identifiziert, der nicht-thermische Wirkungen verursacht.

 

Gift für die Zelle: WLAN lässt Neuronen degenerieren

Bild: Shahin et al. (2015)

Abb.: Struktur und Form der Neuronen im Hippocampus der bestrahlten Mäuse nach Befeldung mit EMF; aus Shahin et al. (2015): „Anzahl der Dendriten nahm bei allen exponierten Mäusegruppen zeitabhängig signifikant ab.“ „Die Anzahl der absterbenden oder degenerierenden Neuronen stieg bei den Mäusegruppen, die 30 und 60 Tage lang 2,45 GHz ausgesetzt waren.“ „Beachten Sie die neuronale Verklumpung oder Verstopfung bei Mäusen, die 60 Tage lang 2,45 GHz ausgesetzt waren.“ (Mit Klick vergrößern)

Die Studie von Shahin et al. (2015) zeigt anschaulich die Degeneration von Nervenzellen durch die Bestrahlung mit WLAN. Gestörte Nervenzellen können auch zum EHS-Symptom verminderte Denkleistung, Sprachfindungsstörungen, Konzentrationsmangel und Gedächtnisprobleme führen. In der Besprechung auf unserer Datenbank EMF:data heißt es zu dieser Studie:

  • "Durch die Strahlung entsteht auch eine verminderte Anzahl von Pyramidenzellen und der Fortsätze und Verzweigungen von Dendriten und Axonen. Diese Zellveränderungen führen zu beeinträchtigtem Lernen und Erinnern. Die 2,45-GHz-Strahlung führt zu Dysfunktion und Zelltod im Hippocampus." 

Diese Zusammenhänge sind in unserem ÜBERBLICK Nr. 4 „Wirkt Mobilfunk auf das Gehirn?“ dargestellt. Sie zeigen auch, wie absurd es ist, WLAN in KiTas und Schulen zu nutzen.

  • Diagnose:funk hat im ÜBERBLICK Nr. 5: „Gibt es Elektrohypersensibilität (EHS)?“ die umfangreiche Studienlage zu EHS dokumentiert.

Doch mantrahaft behauptet das Bundesamt für Strahlenschutz, unterhalb der Grenzwerte gäbe es keinen Nachweis von schädigenden Auswirkungen. Diese Verfälschung der Studienlage basiert auf der Leugnung nicht-thermischer Wirkungen, die inzwischen in hunderten Studien nachgewiesen wurden, z.B. auch Fertilitätsstörungen und Krebs. Auch das dokumentieren wir in unserem ÜBERBLICK Nr. 3: „Zeigt Mobilfunk auch nicht-thermische Wirkungen?“ (s.u. Publikationen). 

Bild: Münchner Verein EHS / Montage diagnose:funk

Plakataktion 2026 des Münchner Vereins für Elektrosensible und Mobilfunkgeschädigte e.V in U-Bahn-Stationen

Wir helfen zur Selbsthilfe!

Da künstliche elektromagnetische Felder in unserer Gesellschaft allgegenwärtig sind, ziehen sich Menschen, die von Elektrohypersensibilität (EHS) betroffen sind, zurück. Sie sind ständig auf der Flucht vor der allgegenwärtigen Strahlung, können am gesellschaftlichen Leben nicht teilnehmen, nicht einmal mehr Zug fahren. Die falsche Einsortierung von EHS als psychische Erkrankung verstärkt den Rückzug Betroffener.

  • Auf der Seite https://diagnose-ehs.org/erfahrungsberichte/ werden EHS-Betroffene sichtbar. Durch Filme und Berichte können sich der Betrachter und die Leserin hineinfühlen, was es bedeutet, von EHS betroffen zu sein.

Die Nachweise der pathologischen Einwirkungen der Strahlung auf den Organismus, insbesondere die Auslösung entzündlicher Erkrankungen durch oxidativen Zellstress, liegen vor. Es ist nur logisch, dass sensible Menschen diese organischen Veränderungen spüren. 

Leider werden EHS-Betroffene von der Politik kaum bzw. so gut wie nicht beachtet. Viel zu stark ist die Gegenseite: Big Tech. Gemeint sind Apple, Microsoft, Meta, Amazon und Google mit ihrer unermesslichen Machtkonzentration. Mit dieser Macht können sie nicht nur auf Wirtschaft und Konsum einwirken. Sie beeinflussen die Wissenschaft, Medien, Politik und Gesetze. Laut Informationen von LobbyControl (2024) geben die zehn größten Digitalkonzerne jährlich über 42 Millionen Euro für ihre Lobbyarbeit in Brüssel aus. Den Einfluss der Tech-Konzerne auf die deutsche Politik haben wir in unserem Brennpunkt "Wie die Telekommunikations­industrie die Politik im Griff hat!" dokumentiert (s.u. Publikationen). 

Bilder: diagnose:funk

Vielfältige Aktivitäten von diagnose:funk: Ärztenetzwerk für die Therapie, Buch, Flyer und Forschungsbericht für die Aufklärung 

diagnose:funk vertritt die Interessen der Menschen mit Elektrohypersensibilität (EHS). Zu ihrer Beratung haben wir eine eigene Homepage: diagnose-ehs.org und eine Telefonsprechstunde (s.u.). Ein Verkaufserfolg wurde das Buch von Renate Haidlauf „Die unerlaubte Krankheit“ mit über 50 Biografien, verfasst von Betroffenen. Wir konnten durch die Gründung des EHS-Ärztenetzwerkes, an dem sich über 90 Ärztinnen und Ärzte beteiligen, wesentlich zu ihrer medizinischen Versorgung beitragen. Im ÜBERBLICK Nr. 5 „Gibt es Elektrohypersensibilität (EHS)?“ gehen wir auf die Ursachen von EHS ein und kritisieren die Versuche, die Betroffenen als Hypochonder zu stigmatisieren. Zum Schutz von Menschen mit EHS fordern wir:

  • Funkfreie Gebiete müssen erhalten oder geschaffen werden.
  • In öffentlichen Verkehrsmitteln und allen Kranken- und Pflegeeinrichtungen muss es mobilfunkfreie Bereiche geben.
  • Wohnprojekte und die Einrichtung strahlungsfreier Arbeitsplätze müssen staatlich gefördert werden. 
  • Der Schutz der Wohnung vor ungewollter Durchstrahlung muss garantiert werden. 
  • Statt WLAN muss in Behörden, Krankenhäusern und Schulen LiFi installiert werden. 
  • Elektrohypersensibilität muss als Krankheit anerkannt werden.

Menschen in Not werden Produkte angeboten, die ihnen scheinbar helfen. Handychips und sogen. Harmonisierer, die angeblich die Strahlung neutralisieren, werden von uns nicht empfohlen. Warum sie u.M.n. nur eine Scheinsicherheit sind, das erläutern wir in einem Artikel und Faktenblatt.

In ihrem Fachartikel "Warum Elektrohypersensibilität (EHS) eine biologisch
erwartbare Reaktion auf eine schädliche Strahlung ist" schreiben Hensinger / Budzinski (2024):

  • "Der Schutz der Bevölkerung und der Minderheitenschutz für Menschen mit Elektrohypersensibilität erfordern eine Vorsorgepolitik, d.h. die Aufklärung der Verbraucher über Risiken, die Möglichkeiten ihrer Vermeidung, die Umsetzung der vielfältigen technischen Möglichkeiten zur Strahlenminimierung und die Entwicklung gesundheitlich unbedenklicher Übertragungstechnologien. Aus medizinischen und ökologischen Gründen müssen die letzten Funklöcher erhalten und sogar neue „mobilfunkfreie Schutzzonen“ nach Empfehlung des Technikfolgenausschusses (TAB) des Deutschen Bundestages ge­schaf­fen werden – wie im Biosphärenreservat Rhön geplant. Elektrohypersensibilität muss als Krankheit anerkannt werden."

Sie sind elektrohypersensibel? Und noch nicht Mitglied bei diagnose:funk? Hier können Sie Ihre Fördermitgliedschaft beantragen: https://www.diagnose-funk.org/foerdern

Unsere Telefonberatung: Mittwochs, 10:00 - 12:00 Uhr, Tel.:  0711 -250 869 8

Quellen

[1] Es ist davon auszugehen, dass der Mobilfunk seinen Teil zu den hohen Zahlen an Schlaflosen und von Kopfschmerz Geplagten beiträgt. Rund 20 bis zu 35 Prozent der Bevölkerung leidet unter chronischen Schlafstörungen, in höherem Alter sogar die Hälfte aller Menschen.

Jeder dritte Erwachsene hat Schlafprobleme, Tagesschau, 03.06.2026: "Immer mehr Menschen in Deutschland kommen Nachts nicht zur Ruhe. Laut einer Studie des Robert Koch-Instituts hat mehr als jeder Dritte mit Schlafproblemen zu kämpfen. Eine Ursache sehen die Experten im Smartphone-Gebrauch."

https://www.tagesschau.de/wissen/gesundheit/schlafprobleme-umfrage-rki-100.html

https://www.fz-juelich.de/de/aktuelles/news/pressemitteilungen/2025/chronische-schlafstoerung-oder-nur-mal-verdaddelt, 2025

Über ein Fünftel der Menschen in Deutschland bezeichnet die eigene Schlafqualität als schlecht oder sehr schlecht. https://de.statista.com/themen/12418/schlafverhalten/ , 2025

Mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung leidet unter anfallsweise auftretenden oder chronischen Kopfschmerzen.
 https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-662-68873-1_4, 2025
https://de.statista.com/themen/148/kopfschmerzen/, 2025

[2] Uli Borsch (2008): Dank des Vaterlandes, Verlagsgenossenschaft Liebig, Bericht über die Prozesse der Radarsoldaten

Wenzel KP (1967): Die Problematik des Einflusses von Mikrowellen auf den Gesundheitszustand des Funkmesspersonals der Nationalen Volksarmee, Greifswald 1967, Nationale Volksarmee, Vertrauliche Verschlusssache Nr.C 13937, Institut für Luftfahrtmedizin, Militärhygiene und Feldepidemiologie, Ernst-Moritz-Arndt-Universität

Schliephake E: Arbeitsergebnisse auf dem Kurzwellengebiet; Deutsche medizinische Wochenschrift, Nr. 32, 1932

Mämpel W et al.(2015): Unterschätzte Gesundheitsgefahren durch Radioaktivität am Beispiel der Radarsoldaten. Hrsg: Otto-Hug-Strahleninstitut, 2015

[3] Weitere wichtige Studien seit 2016:

Belpomme, D. et al. (2021). The Critical Importance of Molecular Biomarkers and Imaging in the Study of Electrohypersensitivity. A Scientific Consensus International Report. Int. J. Mol. Sci. 22, 7321. https:// doi.org/10.3390/ijms22147321

Belpomme, D., Hardell, L., Belyaev, I., Burgio, E., Carpenter, D.O., 2018. Thermal and non-thermal health effects of low intensity non-ionizing radiation: An international perspective. Environ. Pollut. 242, 643–658. https://doi.org/10.1016/j.envpol.2018.07.019.

Belpomme, D., Irigary, P. (2023): Electro-hypersensibility, a review of a worldwide, man-made electromagnetic pathology: A review of medical evidence. in Panagopoulos, D.J. 2023. Electromagnetic fields of wireless communications: Biological and health effects. CRC Press ISBN 978 1032061757. https://www.researchgate.net/publication/366088533_Electro-hypersensitivity_as_a_Worldwide_Man-made_Electromagnetic_Pathology.

Belyaev, I., Dean, A., Eger, H., Hubmann, G., Jandrisovits, R., Kern, M., Kundi, M., Moshammer, H.,Lercher, P., Müller, K., Oberfeld, G., Ohnsorge, P., Pelzmann, P., Scheingraber, C., Thill, R., 2016. EUROPAEM EMF Guideline 2016 for the prevention, diagnosis and treatment of EMF-related health problems and illnesses. Rev. Environ. Health 31. https://doi.org/10.1515/reveh-2016-0011

Bevington, M., 2025. Defining Electromagnetic Hypersensitivity (EHS). Open Access Gov. 46, 34–35. https://doi.org/10.56367/OAG-046-11816

Bevington, M., 2019. The Prevalence of People With Restricted Access to Work in Man-Made Electromagnetic Environments. J. Environ. Health Sci. 5, 1–12. https://doi.org/10.15436/2378-6841.19.2402.

De Luca, C., Chung Sheun Thai, J., Raskovic, D., Cesareo, E., Caccamo, D., Trukhanov, A., Korkina, L., 2014. Metabolic and Genetic Screening of Electromagnetic Hypersensitive Subjects as a Feasible Tool for Diagnostics and Intervention. Mediators Inflamm. 2014, 1–14. https://doi.org/10.1155/2014/924184

Genuis SJ, Lipp CT (2012). Electromagnetic hypersensitivity: fact or fiction? Review, Veröffentlicht in: Sci Total Environ 2012; 414: 103-112, auf Deutsch: www.diagnose-funk.org/346

Redmayne, M., Reddel, S., 2021. Redefining electrosensitivity: A new literature-supported model. Electromagn. Biol. Med. 40, 227–235. >>pubmed

Sage, C., 2015. The implications of non-linear biological oscillations on human electrophysiology for electrohypersensitivity (EHS) and multiple chemical sensitivity (MCS). Rev. Environ. Health 30. https://doi.org/10.1515/reveh-2015-0007.

Stein, Y., Udasin, I.G., 2020. Electromagnetic hypersensitivity (EHS, microwave syndrome) – Review of mechanisms. Environ. Res. 186, 109445; >>pubmed

[4] Schuermann, D., Mevissen, M., 2021. Manmade Electromagnetic Fields and Oxidative Stress - Biological Effects and Consequences for Health. Int. J. Mol. Sci. 22, 3772. [https://doi.org/10.3390/ ijms22073772. https://www.diagnose-funk.org/aktuelles/artikel-archiv/detail?newsid=1692

Yakymenko, I., Tsybulin, O., Sidorik, E., Henshel, D., Kyrylenko, O., Kyrylenko, S., 2016. Oxidative mechanisms of biological activity of low-intensity radiofrequency radiation. Electromagn. Biol. Med. 35, 186–202. https://doi.org/10.3109/15368378.2015.1043557. Der Review von Yakymenko erschien auf Deutsch als diagnose:funk Brennpunkt: www.diagnose-funk.org/1001

[5]   Panagopoulos DJ, Yakymenko I, De Iuliis GN, Chrousos GP: A comprehensive mechanism of biological and health effects of anthropogenic extremely low frequency and wireless communication electromagnetic fields, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40547468/

Publikation zum Thema

Buch Titelbild diagnose:funk
Preis: 16,90 EuroFormat: A5Seitenanzahl: 368 Veröffentlicht am: 01.11.2022 Bestellnr.: 905ISBN-13: 978-3982058528Sprache: DeutschHerausgeber: diagnose:funk

Die unerlaubte Krankheit.

Wenn Funk das Leben beeinträchtigt.
Autor:
Renate Haidlauf
Inhalt:
Mindestens zwei Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind elektrohypersensibel – durch Funk erkrankt. Das entspricht über 1,2 Millionen Erwachsenen. In diesem Buch berichten 50 Betroffene, wie sie auf Funk reagieren und welche Konsequenzen das hat für ihre Familien, ihr Wohnumfeld, den Beruf und ihr ganzes Leben. „Unerlaubte Krankheiten“ ziehen sich durch die Geschichte des Industriezeitalters. Menschen erkrankten durch Asbest, fast hundert Jahre lang verschloss man die Augen davor. Es durfte nicht sein, weil es ein lukratives Produkt infrage stellen würde. So ging es im Bergbau mit PCB-verseuchten Ölen, mit giftigen Stäuben und Dämpfen im Druckgewerbe, mit der Strahlung von militärischen Radaranlagen, die bei Soldaten Krebs verursachte. Man erkannte die Zusammenhänge mit den gefährlichen Stoffen nicht an, in jahrzehntelangen Gerichtsverfahren wurden die Betroffenen zermürbt, in den wenigsten Fällen erhielten sie eine Abfindung. In den letzten Jahren hat sich der Anteil der Menschen mit Kopfschmerzen und Schlafschwierigkeiten enorm erhöht. Sie suchen ärztlichen Rat, doch man findet keine Ursachen. Parallel dazu stieg auch die Funkbelastung durch WLAN, Sendemasten, Bluetooth etc. Solange Schmerzgeplagte und Schlaflose noch keinen Zusammenhang mit Funk erkennen, ist ihr Kranksein „erlaubt“. Stellen sie jedoch fest, dass ihre Beschwerden nachlassen, wenn sie WLAN und Co. vermeiden, dann wird ihr Urteilsvermögen schnell angezweifelt.
diagnose:funk
Oktober 2023Format: DIN LangSeitenanzahl: 8 Veröffentlicht am: 06.11.2023 Bestellnr.: 320Sprache: DeutschHerausgeber: diagnose:funk

Diagnose Elektrohypersensibilität


Inhalt:
Dieser Flyer weist Menschen darauf hin, dass man durch die Belastung durch elektromagnetische Felder (EMF) erkranken kann. Es ist davon auszugehen, dass viele Menschen durch EMF erkrankt sind, ohne es zu wissen. Unser neuer Flyer ermöglicht es Menschen, die z.B. von Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Erschöpfung geplagt sind, einen möglichen Zusammenhang mit Mobilfunk zu erkennen und zu überprüfen. Der Flyer erklärt leicht verständlich das Entstehen von Elektrohypersensibilität. Damit gibt der Flyer erste Hilfestellung zum Umgang mit EHS und verweist auf Infos, in denen zusätzliche Informationen erhältlich sind. Mit dem Flyer wird aber nicht nur auf ein Problem hingewiesen, sondern es werden auch Lösungswege aufgezeigt.
diagnose:funk
Stand: 08.10.2024Format: A4Seitenanzahl: 23 Veröffentlicht am: 14.06.2024 Sprache: DeutschHerausgeber: diagnose:funk

Überblick Nr. 5: Gibt es Elektrohypersensibilität?


Autor:
diagnose:funk
Inhalt:
Überblick Nr. 5 nimmt zu der Debatte, ob die Strahlung zur Krankheit Elektrohypersensibilität (EHS) führen kann, Stellung und dokumentiert die medizinischen Erkenntnisse. Warum die Mobilfunkindustrie diese Krankheit zur Einbildung erklärt, ist nachvollziehbar. Für sie ist es geschäftsschädigend, wenn ihre Produkte mit Krankheitsfolgen in Verbindung gebracht werden. Doch auch die für den Gesundheits- und Strahlenschutz zuständigen Behörden verbreiten, EHS sei eine psychische, angstbesetzte Reaktion. Sie bestreiten Zusammenhänge mit der Strahlenbelastung und behaupten, es gäbe keinen kausalen Ursache-Wirkungsmechanismus. Mit vorliegenden Beweisen für diesen Zusammenhang und mit der Forderung nach der Kausalität als Voraussetzung für die Anerkennung einer Krankheit setzt sich dieser Artikel auseinander und auch damit, warum Menschen mit Elektrohypersensibilität diskriminiert werden.
diagnose:funk
Stand: 08.10.2024Format: A4Seitenanzahl: 22 Veröffentlicht am: 14.06.2024 Sprache: DeutschHerausgeber: diagnose:funk

Überblick Nr. 3: Zeigt Mobilfunk auch nicht-thermische Wirkungen?


Autor:
diagnose:funk
Inhalt:
Überblick Nr. 3 setzt sich mit einer Hauptbegründung für die Ungefährlichkeit der Mobilfunkstrahlung auseinander: Die gesetzlichen Grenzwerte würden vor Gesundheitsrisiken schützen. Es würde keine Beweise für nicht-thermische Wirkungen geben. Jedoch: Der Ausschluss von Studien mit nicht-thermischen Wirkungen für die Risikobewertung wird inzwischen von europäischen Gremien kritisiert, ebenso in juristischen Gutachten. Dieser Überblick stellt die Diskussion um das thermische Dogma seit den 1950er Jahren bis heute dar. diagnose:funk dokumentiert darin exemplarisch 70 Studien, die nicht-thermische Wirkungen zeigen. Damit wird die Schutzfunktion der geltenden Grenzwerte wissenschaftlich in Frage gestellt.
diagnose:funk
Stand: 08.10.2024Format: DIN A4Seitenanzahl: 18 Veröffentlicht am: 14.06.2024 Sprache: deutschHerausgeber: diagnose:funk

Überblick Nr. 1: Wie wirkt Mobilfunk auf Menschen, Tiere und Pflanzen?


Autor:
diagnose:funk
Inhalt:
Der Überblick Nr. 1 stellt die Gesamtstudienlage dar. Quellenbasiert wird dargestellt, dass es zu vielen medizinischen Endpunkten wie Fertilität und Krebs zu nahezu allen im Mobilfunk verwendeten Frequenzen peer-reviewte Studien gibt, die gesundheitliche Schädigungen nachweisen. Dies gilt sowohl für die körpernahe Nutzung von Handys, Smartwatches, Tablets und Notebooks als auch für WLAN-Router und Mobilfunkbasisstationen. Inzwischen bestätigen Dokumente der Europäischen Union und des Deutschen Bundestages diese wissenschaftlichen Erkenntnisse. Wir geben Ihnen einen Überblick über die Studienlage, der in den weiteren Publikationen dieser Reihe vertieft wird.
Januar 2022Format: A4Seitenanzahl: 12 Veröffentlicht am: 18.01.2022 Bestellnr.: 247Sprache: deutschHerausgeber: diagnose:funk

Wie die Telekommunikationsindustrie die Politik im Griff hat


Autor:
diagnose:funk
Inhalt:
diagnose:funk legt in diesem Brennpunkt eine Recherche zur Lobbyarbeit der Mobilfunkindustrie und BITKOM-Branche zur Digitalisierung vor, basierend auf der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE „Beziehungen von Telekommunikationsunternehmen zur Bundesregierung“ (Bundestagsdrucksache 18/9620, 13.09.2016). Sechs Grafiken verbildlichen die Verflechtungen. Politisch eingeordnet wird diese Analyse auf Grund eigener Erfahrungen mit Besuchen bei Bundestagsabgeordneten und dem neuen Buch „Lobbyland. Wie die Wirtschaft unsere Demokratie kauft“ (2021) des ehemaligen Dortmunder SPD-Abgeordneten Marco Bülow über seine 18-jährigen Erfahrungen im Bundestag und weiteren Literaturrecherchen.
Ja, ich möchte etwas spenden!