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Bündnis für humane Bildung zu SPD-Vorschlag: Social Media-Verbot unter 16 wäre für Kinderwohl noch besser!

Pressemitteilung Bündnis für humane Bildung
Offenburg, 16.2.2026: Das Bündnis für humane Bildung begrüßt das Impulspapier der Bundes-SPD für ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren.
Bündnis für humane Bildung

„Noch besser wäre das komplette Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren, wie Australien und das EU-Land Frankreich es vormachen!“ sagt Ralf Lankau, Sprecher des Bündnisses für humane Bildung und Professor für Mediengestaltung an der Hochschule Offenburg. „Tagtäglich sind Millionen Kinder den Gefahren durch Social Media ausgesetzt – sie sind darin wie bei einer Sucht gefangen. Dazu gehören Gewaltbilder, Falschmeldungen und rechtsradikale Positionen. Davor müssen wir unsere Kinder schützen!“

tagesschau.de berichtete:

In Deutschland wird bislang nur diskutiert. Der Vorstoß der SPD und die Ansätze der CDU, v.a. durch Familienministerin Karin Prien, sind ein erster guter Schritt zur Verwirklichung eines Verbots von Social Media für Kinder. Jetzt dürfen sich SPD und CDU jedoch nicht durch oberflächliche Pseudoargumenten von ihrem Ansatz – dem Schutz der Kinder – abbringen lassen, wie z.B. die Frage nach der rechtlichen Umsetzbarkeit oder der Möglichkeit, wie Kinder die Altersabfrage eventuell umgehen könnten!

Prof. Ralf Lankau: „Wir verbieten Kindern unter 18 auch das Rauchen, um sie zu schützen, obwohl einzelne sich Zigaretten über ältere Freunde besorgen können. Jetzt müssen wir beim Social-Media-Konsum die gleichen Maßstäbe ansetzen: Der Schutz der Kinder hat oberste Priorität, denn ihre psychische und körperliche Entwicklung muss ungestört verlaufen dürfen.“

In einem ausführlichen online-Artikel schreibt Prof. Ralf Lankau: „Social Media-Verbot ab 16: Die juristisch relevanten Argumente“.

Bündnis für humane Bildung: Hochschullehrer, Wissenschaftler und engagierte Bürger gründeten 2017 das „Bündnis für humane Bildung“. Ihre wissenschaftlich fundierte Überzeugung lautet: Bildung lässt sich nicht digitalisieren! Digitale Instrumente können Bildungsprozesse nur unterstützen. Zu den Initiatoren gehören Prof. Dr. Paula Bleckmann (Alanus Hochschule, Bonn), Prof. em. Dr. Gertraud Teuchert-Noodt (Universität Bielefeld) und Prof. em. Dr. Dr. Manfred Spitzer (Universität Ulm).

Website: https://die-pädagogische-wende.de/buendnis-fuer-humane-bildung/

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Artikel veröffentlicht:
16.02.2026
Autor:
Bündnis für humane Bildung
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