Stockholm/Chicago – Die Zahl der Schilddrüsenkrebs-Erkrankungen steigt seit Jahren kontinuierlich. Eine aktualisierte Auswertung aus Schweden von Hardell / Nilsson / Carlberg (2025) bringt diesen Trend mit der zunehmenden Nutzung von Smartphones in Verbindung. Prof. James C. Lin rezensiert im IEEE Microwave Magazine (Open access) diese Studie und hebt damit ihre Bedeutung hervor. Demnach, so Lin, könnte die Belastung durch hochfrequente elektromagnetische Strahlung aus Mobiltelefonen eine Rolle bei der Entstehung der Krankheit spielen. Ein zentraler Bezugspunkt der aktuellen Debatte ist die Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). So schreibt Lin:
- „Die Internationale Agentur für Krebsforschung der Weltgesundheitsorganisation stufte die Exposition gegenüber HF- und Mikrowellenstrahlung 2011 als möglicherweise krebserregenden physikalischen Wirkstoff für den Menschen ein.“[1]
Wie aus Daten des schwedischen Krebsregisters hervorgeht, hat sich die Häufigkeit von Schilddrüsenkrebs zwischen 1970 und 2022 deutlich erhöht. Besonders stark fiel der Anstieg seit der Jahrtausendwende aus – vor allem bei Frauen und Männern im Alter zwischen 40 und 59 Jahren. Parallel dazu nahm die Nutzung von Mobiltelefonen rasant zu: Allein in Schweden stieg sie seit 2001 um mehr als das Zehnfache. Lin weist darauf hin, dass diese parallele Entwicklung kein Zufall sein könnte:
- „Der Bericht zeigte eine kontinuierlich steigende Inzidenz von Schilddrüsenkrebs, ein Trend, der mit der zunehmenden Belastung der Schilddrüse durch Mikrowellen- und Hochfrequenzstrahlung durch die Nutzung von Smartphones im gleichen Zeitraum übereinstimmt.“




