Auch in den USA, ähnlich wie in Deutschland, soll der Ausbau der Mobilfunkinfrastruktur beschleunigt und von Umweltschutzauflagen freigestellt werden. Die ICBE-EMF protestiert dagegen und widerlegt in einer Stellungnahme, in der die Studienlage dokumentiert wird, die Behauptung, die ICNIRP-Grenzwerte, die auch in Deutschland gelten, würden vor Gesundheitsrisiken schützen.
Die Parallelen sind offensichtlich. Auch in Deutschland wird die Studienlage ignoriert und besorgte Bürger, die bei ihren Wahlkreisabgeordneten anfragen, bekommen, ob von CDU, SPD, GRÜNEN oder FDP, fast gleichlautende und beschwichtigende Textbausteine zugesandt:
- „Der Mobilfunkau erfolgt in Deutschland ohne Risiko für die Bevölkerung. International abgestimmte und laufend geprüfte Grenzwerte sorgen dafür, dass Mobilfunkstrahlung keine Auswirkungen auf den menschlichen Körper hat. Die in Deutschland geltenden Werte beruhen auf langjährigen wissenschaftlichen Untersuchungen. Auf dieser verlässlichen Basis sprechen die Internationale Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (ICNIRP) und die deutsche Strahlenschutzkommission (SSK) ihre Empfehlungen aus.“ (Büro Saskia Esken (SPD), 17.12.2025)
Mit dieser, vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) vorformulierten Argumentation, schottet sich die Politik vor wissenschaftlichen Erkenntnissen ab und legitimiert den unregulierten Ausbau der Mobilfunkinfrastruktur. Zwei Märchen werden erzählt: Die Grenzwerte werden würden laufend überprüft und es gäbe keine Studien, die unterhalb der Grenzwerte biologisch-medizinische Auswirkungen zeigten. Das Gegenteil ist der Fall. Die Kritik an dieser industriehörigen Politik wurde in den letzten Jahren immer schärfer, wir dokumentieren dies in unseren Brennpunkten (s.u. Publikationen). Prof. James Lin, der "Papst" der Hochfrequenzforschung, ordnete die ICNRP und das deutsche BfS als Teil eines "Industrie-Regulierungs-Komplexes" ein (s. Brennpunkt unten).










