Prof. Rainer Mühlhoff: „Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus“

Smart City, digitale Verwaltung, digitale Bildung: KI ist kein Werkzeug, sondern ein Machtinstrument
Diagnose:funk befasst sich v.a. mit den gesundheitlichen Auswirkungen der Mobilfunktechnologie. Smartphones, Tablets, Mobilfunkmasten und WLAN sind Teil der gesamtgesellschaftlichen Digitalisierung, ihre Kommunikationstools. Smart City, digitale Verwaltung, digitale Bildung – nahezu alle Städte planen gerade die digitale Transformation, gestützt auf Künstlicher Intelligenz (KI). Sie hat den Mantel des Fortschritts. Ihre Umsetzung erfordert, dass jeder Bürger ein digitales Gerät nutzt, damit er Teil des Datennetzwerkes ist. Was ist diese Digitalisierung, wer plant sie, wohin entwickelt sich mit ihrer Durchsetzung die Gesellschaft? Dazu referierte Prof. Rainer Mühlhoff auf einer Datenschutzkonferenz und legte bei Reclam eine bemerkenswerte Analyse vor.
Wikipedia

KI: Beobachten, klassifizieren, sortieren, beeinflussen

„Auf der KI-Woche des baden-württembergischen Datenschutzbeauftragten sprach Rainer Mühlhoff, Professor für "Ethik und kritische Theorien der Künstlichen Intelligenz", über die gesellschaftlichen, politischen und ideologischen Dimensionen aktueller KI-Entwicklungen. Mühlhoff zeichnete ein umfassendes kritisches Bild, das die scheinbare Neutralität von KI infrage stellt und die Technologie als komplexes sozioökonomisches Machtinstrument versteht,“ berichtet Heise am 10.11.2025

Titel:Reclam-Verlag

In seinem Buch „Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus" (2025, Reclam) warnt Rainer Mühlhoff, dass mit der Digitalisierung eine Struktur aufgebaut wird, „um uns permanent zu beobachten, zu klassifizieren, zu sortieren und zu beeinflussen … KI ist wesentlich eine Technologie zur Ansammlung, Sicherung und Ausübung von Macht und Kontrolle. Ohne staatliche Regulierung eignet sich diese Machttechnologie ideal für autoritäre oder faschistische Zwecke (S.35).“ Schwarzmalerei oder gar eine Verschwörungstheorie? 

 

Dass Mühlhoffs Analyse keine Konstruktion einer fernen Dystopie aus dem wissenschaftlichen Elfenbeinturm ist, dafür gibt es eine Blaupause, den Umbau und die Gleichschaltung des Staatsapparates durch Trump in den USA. Die Vorbereitung dafür haben die US-IT-Konzerne geliefert. Es sind nicht ominöse dunkle Mächte, die gegenwärtig in den USA die Demokratie abschaffen, sondern Tech-Milliardäre wie Elon Musk, Peter Thiel, Jeff Bezos, Mark Zuckerberg und mit ihnen verbündete faschistoide Politiker. Mühlhoff liefert eine präzise, faktenbasierte Analyse.

 

Bild: Daniel Torok - White House Facebook

Blaupause USA: United States of Palantir

Mühlhoff dokumentiert, wie sich die Visionen der Silicon Valley-Unternehmen in politische Macht verwandeln. Trump konnte mithilfe digitaler Profile jedes Bürgers, Institution und Organisation, geliefert von den IT-Konzernen, den Staatsapparat gleichschalten, unterwürfige Loyalität über Algorithmen, gepaart mit gewalttätiger Repression, erzwingen, und die Opposition im Schulterschluss mit den Tech-Konzernen, die längst mehr über Bürger wissen als der Staat selbst, ausschalten. KI und Daten bilden das Rückgrat totalitärer Herrschaft, so Mühlhoff:

 

  • "Das zentrale Kennzeichen der neuen faschistischen Kräfte besteht in dem Bestreben, die spezifischen Möglichkeiten von Datenanalyse und KI-Technologie zu nutzen, um den Rechtsstaat und die freiheitlich demokratische Grundordnung zu schwächen und durch ein schlankes, auf Automatisierung und Präemption (also algorithmische Vorhersage und Vorwegnahme) basierendes Staatswesen zu ersetzen (S.11)." Dies gelinge, "weil bestimmte technologische Logiken mit autoritären, menschenverachtenden und antidemokratischen Ideologien kompatibel sind (S.12)", denn es sei einer der Hauptzwecke der KI, "Menschen automatisiert zu sortieren und in Kategorien einzuteilen (S. 136)."

LeMonde diplomatique beschreibt in dem Artikel "United States of Palantir" (November 2025) die praktische Umsetzung in der Symbiose zwischen der US-Regierung und den Tech-Giganten. Es tritt in USA ein, was Shoshanna Zuboff, die Verfasserin des Buches "Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus" vorhergesagt hat. Es bleibt nicht beim neutralen Datensammeln:

  • "Der Überwachungskapitalismus kündigt damit die Regression in ein Zeitalter des selbstbestimmten Kapitals und der fremdbestimmten Individuen an – also genau das Gegenteil dessen, was für eine blühende Demokratie und die Erfüllung der Menschheitsträume nötig wäre. Er verkörpert eine neue Macht, die um ihrer gewinnbringenden Prognosen willen die Natur des Menschen neu erschaffen will." (LeMonde diplomatique, 2019)  

Im Koalitionsvertrag hat sich die neue deutsche Bundesregierung auch auf diese "Digital-Only" - Gesellschaft festgelegt (Koalitionsvertrag S.56). Das Fundament für eine Diktatur, deren DNA es ist, vom gläsernen Bürger in Echtzeit zu wissen, was er tut und denkt, wird gegossen. Keine der anderen Bundestagsparteien kritisiert diese Planung!

____________________________________________________________________________

Titel: Verlag

Leseempfehlung: Zurück für die Zukunft

Andreas Eschbach: NSA - Nationales Sicherheits-Amt

Digitaler Faschismus: Was wäre gewesen, wenn es im Dritten Reich schon Computer gegeben hätte, das Internet, E-Mails, Mobiltelefone und soziale Medien – und deren totale Überwachung? Das beschreibt der Roman von Andreas Eschbach.

Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im Nationalen Sicherheits-Amt und entwickelt dort Programme, mit deren Hilfe alle Bürger des Reiches überwacht werden. Erst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, regen sich Zweifel in ihr. Mit ihren Versuchen,

ihm zu helfen, gerät sie nicht nur in Konflikt mit dem Regime, sondern wird auch in die Machtspiele ihres Vorgesetzten Lettke verwickelt, der die perfekte Überwachungstechnik des Staates für ganz eigene Zwecke benutzt und dabei zunehmend jede Grenze überschreitet. Eschbach denkt Möglichkeiten zu Ende, die vor Augen führen, wie künftige faschistische Regierungen die heutige digitale Infrastruktur nutzen würden!

____________________________________________________________________________

diagnose:funk

Die neoliberale Ideologie der „Digitalen Bildung“

Der gläserne Bürger soll, so will es die Bundesregierung im Koalitionsvertrag, bereits ab der Grundschule mit der Schüler-ID verwirklicht werden. Prof. Ralf Lankau weist in seiner neuen Analyse "Bildungs-TÜV statt Pädagogik" nach, dass diese Ideologie der Vermessung, Kontrolle und Konditionierung ein Grundgedanke der Digitalisierung der Bildung und der empirischen Pädagogik ist. Die im Koalitionsvertrag der Bundesregierung festgelegten „selbst-adaptiven, KI-gestützten Lernsysteme“ bedeuten autonomes Lernen ohne Lehrer mit KI-Programmen, die beurteilen, korrigieren, einsortieren und den Lernweg vorgeben. Die Algorithmen der Tech-Konzerne steuern den dehumanisierten Lernprozess. Der Schulsoziologe Prof. Tim Engartner (Uni Köln) stellt in seiner Analyse für die Rosa Luxemburg - Stiftung fest,

  • „dass Bund und Länder den Digitalkonzernen mit dem … «Digital-Pakt Schule» ausgesprochen lukrative Absatzmärkte geschaffen haben. Es wird deutlich, dass Google, Apple, Microsoft und Samsung vergleichsweise wenig Widerstände auf dem Weg in die Klassenzimmer zu überwinden hatten“ (Engartner 2020).

Der Digital-Pakt wurde 2017 geschlossen. Damals warben sogenannte Medienpädagogen ohne Rücksicht auf bereits bekannte Auswirkungen für seine Durchsetzung. Das wiederholt sich mit der KI. ChatGPT in Schulen, bei der Telekom-Stiftung steht die Durchsetzung ganz oben auf der Agenda, und dieselben Medienpädagogen werben wieder dafür, ohne dass Forschung über die Folgen vorliegt. Bereits 2018 analysierte Peter Hensinger (Vorstand diagnose:funk) im Artikel "Die Ideologie der Digitalisierung. Auf dem Weg ins Digi-tal: Der Hype der digitalen Selbstentmündigung und einige Auswirkungen auf die Psyche" den totalitären Kern der digitalen Bildungsreform. Die industriegetriebene Historie und das Menschenbild der neoliberalen Bildungsreform analysiert unser neuer Überblick Nr. 9: "Digitale Bildung – Ausweg aus der Bildungskatastrophe?" 

Titelbilder: Verlage

Bücher namhafter Autoren, die seit Jahrzehnten vor den totalitären Folgen der Digitalisierung warnen

Chaos Computer Club: Koalitionsvertrag ist ein Diktaturbesteck

Die USA sind nicht weit weg! Auch in Europa wird das Trump´sche Drehbuch bereits eingeübt. Wenn rechtspopulistische Parteien und Trump-Bewunderer von „digitaler Souveränität“ sprechen, meinen sie Kontrolle. Wenn die Bundesregierung Bürger- oder Schüler-IDs plant, schafft sie die Infrastruktur für den gläsernen Bürger, seine totale Nachverfolgbarkeit und Überwachung. Der Chaos Computer Club kommentiert den Koalitionsvertrag der Bundesregierung treffend:

  • "In der Folge liefert das Papier ein Diktaturbesteck, schlüsselfertig und maßgeschneidert. Die Folgeregierung leckt sich schon die repressionsfreudigen Klauen.“

Doch genauso schleichend, so Mühlhoff, beginnt der neue Faschismus: „Der neue Faschismus im 21. Jahrhundert muss nicht so aussehen wie bei den Nazis“ (S. 13). Er kommt nicht mit Marschmusik und Schlägertruppen, sondern z.B. mit digitalisierter Verwaltung oder digitaler Bildung, in der KI die Entscheidungen nach automatisierten Profilen und Wahrscheinlichkeiten fällt. Und seine Ideologie wird über Social Media, gesteuert von Algorithmen, verbreitet. Selbst Bundespräsident Steinmeier warnte am 9. November 2025:

  • „Wir wissen doch längst, dass die Algorithmen Empörung, Polemik und Krawall befördern, dass sie Angst und Wut schüren. Sie beschädigen das Vertrauen in rationale Argumente und demokratische Politik, sie radikalisieren die Menschen, nähren den Extremismus und verführen zur Gewalt. Wir haben es immer wieder gesehen. Worauf warten wir eigentlich noch? Es ist höchste Zeit, dieser Gefahr wirksam zu begegnen. Alle wissen das. Deshalb darf die Debatte zum Schutz Jugendlicher vor Social Media nicht zu lange dauern, und sie darf erst recht nicht im Sande verlaufen. Und: Wir brauchen wirksame Regeln und intelligente Tools, die uns zusammenbringen, statt uns auseinanderzutreiben, die das Beste aus den Menschen herausholen und nicht das Schlechteste. Die Zukunft unserer Demokratie, da bin ich sicher, wird sich im Netz entscheiden. Behaupten wir unseren Anspruch, demokratische Regeln im Internet durchzusetzen, dann wird sich auch die Demokratie behaupten!“

Werden diesen Worten Taten folgen?

 

Überblick 8 dokumentiert ökologische FolgenBild:diagnose:funk

Digitalisierung und KI beschleunigen die ökologische Katastrophe

Viele Kommunen erarbeiten Klimaprogramme, um klimaneutral zu werden, gleichzeitig legen sie Digitalisierungsprogramme auf. Doch die bewirken das das Gegenteil. Mühlhoff kritisiert den Ressourcenverbrauch der KI-Infrastruktur:

„Die Rechenleistung großer KI-Modelle erfordert enorme Mengen an Strom und Wasser … Der Wasserverbrauch beim Training von CPT 4 wird auf 6,4 Milliarden Liter geschätzt (das entspricht dem Jahresverbrauch einer deutschen Stadt mit 137 000 Einwohner:innen, und zwar nur der Haushalte). Der Stromverbrauch soll CO2-Emissionen in Höhe von 6,9 Millionen kg verursacht haben (das entspricht den Emissionen eines Benzin-PKWs nach ca. 29 Millionen gefahrenen Kilometern). Die eigentliche Produktion der notwendigen Hardware ist ihrerseits auf seltene Rohstoffe angewiesen, deren Abbau die Umwelt zerstört, Menschen ausgebeutet und Kriege ausgelöst (S.69).“

Doch diese Folgen werden von allen (!) politischen Parteien und in den Gemeinderäten verdrängt. Auch viele Nutzer schotten sich gegen diese Folgen ab, weil sie ihr Smartphone lieben. Das kritisiert Mühlhoff:

  • „Die gesellschaftlichen und ökologischen Auswirkungen der KI von heute werden zugunsten abstrakter Zukunftsnarrative heruntergespielt. Eine kritische Auseinandersetzung mit KI muss sich daher um die Gegenwart kümmern – als dem wichtigsten, realen Schauplatz politischer, sozialer und ökologischer Aushandlungen (ebda).“

 

Welzer warnte früh vor smarter DiktaturHarald Welzer, Wikipedia

Frühe Warnungen vor der smarten Diktatur

Bereits 2017 erstellte Peter Hensinger für diagnose:funk und das Stuttgarter Bündnis SÖS die Analyse "Das Smartphone – mein personal Big Brother? Wie Big Data schleichend die Demokratie aushöhlt". Er untersuchte die Ursachen des unkritischen Hypes. Harald Welzer nennt ihn einen "Selbstentmündigungsfatalismus". Man liebt sein Smartphone bis hin zur Sucht. Und Süchtige verweigern sich der Realität. Der in Berlin lehrende Philo­soph Han schreibt:

 

  • "Man unterwirft sich dem Herrschafts­zusam­menhang, wäh­rend man konsu­miert und kommu­niziert, ja während man Like-Buttons klickt … Wir haben es heute mit einer Machttechnik zu tun, die nicht unsere Freiheit verneint oder unterdrückt, sondern sie ausbeutet. Darin besteht die heutige Krise der Freiheit" (DER SPIEGEL, 2/2014).

Die Verdrängung des totalitären Potenzials beruht auf einer kognitiven Dissonanz. Die Entdemokratisierung erfolgt schleichend, auch weil sich die Digita­lisie­rung die Zustimmung mit Illusio­nen von grenzenloser Information und neuer Demokra­tie erkaufte. Schon 2016 warnte der Sozialpsychologe Harald Welzer in seinem Buch "Die smarte Diktatur", dass im Gegensatz zu bisherigen Diktaturen die Digita­li­sie­rung

  • ... "ein viel unauffälligeres und zugleich wirksameres Machtmittel (schafft), nämlich die Beherrschung des Rück­kanals, also aller Reaktionen auf die Angebote und Entwicklungen der smarten Diktatur. Solche Herrschaft kann kontrollieren, was die Beherrschten selbst zu sein glauben und sein wollen. Das ist herrschaftstechnisch die innovativste Übergangszone ins Totalitäre. Das kannten wir noch nicht"(S.234)."Sie sind die Laborratte, die die Daten liefert, mit deren Hilfe Sie manipuliert werden"(S.142).

Seit Welzers Warnung sind 10 Jahre vergangen, in den USA und China erleben wir die Umsetzung dieser digital organisierten Diktaturen. Das aktuelle Buch von Mühlhoff ist ein Weckruf. Mühlhoff verbindet philosophische Tiefenschärfe mit politischer Klarheit und zeigt, dass der Kampf um die Freiheit heute auch mit dem Rückkanal des Smartphones, TikTok und der Digitalen Bildung entschieden wird. Mühlhoffs aktuelle Analyse ist ein notwendiges, unbequemes Buch – für alle, die glauben, Digitalisierung sei neutral. Sie ist es nicht. Sie ist Macht. Und Machtausübung beginnt mit dem Umbau der Erziehungs- und Kultureinrichtungen. Das wussten und praktizierten alle Diktatoren.

Publikation zum Thema

Bild:diagnose:funk
aktuelle Version: 02.10.2025Format: A4Seitenanzahl: 24 Veröffentlicht am: 02.10.2025 Bestellnr.: 609Sprache: DeutschHerausgeber: diagnose:funk

Überblick Nr. 9: Digitale Bildung - Ausweg aus der Bildungskatastrophe?


Autor:
Peter Hensinger M.A.
Inhalt:
Wie kam es zur „Digitalen Bildung“ und im Schlepptau zur WLANisierung der Schulen? Diese Reform hat eine über 50-jährige Geschichte. Sie kumulierte im Jahr 2017 im Beschluss der Bundesregierung zum Digitalpakt Schule. Mit der „Digitalen Bildung“ sollen die Ziele der neoliberalen Vorstellungen des Homo Oekonomicus, des konditionier- und verwertbaren Menschen, erstmals verwirklicht werden. Das Datensammeln durch die digitalen Medien ist dazu die Voraussetzung. Dieser Hintergrund spielt in der Diskussion fast keine Rolle, obwohl Soziologen und Pädagogen wir Prof. Jochen Krautz und Prof. Richard Münch ihn schon frühzeitig analysierten. Selbst Lehrerverbände verfielen dem inszenierten Hype der digitalen Medien, beschäftigten sich nicht mit dem pädagogischen und ökonomischen Hintergrund. Man kann die Bildungskatastrophe und die Digitale Bildung nur verstehen, wenn man ihre Historie, die pädagogischen Theorien und die ökonomischen Interessen, die sie hervorbrachten, kennt. Von Pädagogen, die diese Hintergründe kennen, gibt es heute eine heftige Kritik und die Forderung nach einer pädagogischen Wende. Dieser Überblick stellt die Geschichte und aktuelle Debatte dar.
diagnose:funk
Stand: 08.10.2024Format: DIN A4Seitenanzahl: 26 Veröffentlicht am: 08.10.2024 Sprache: deutschHerausgeber: diagnose:funk

Überblick Nr. 8: Digitalisierung – Schlüssel zur Nachhaltigkeit?


Autor:
diagnose:funk
Inhalt:
Überblick Nr. 8 dokumentiert, warum die Digitalisierung als Geschäftsmodell der Industrie zur Destruktivkraft wird und ihr positives Potenzial nicht zum Zuge kommt. Anstelle von möglicher nachhaltiger Planung soll sie das Wachstum beschleunigen, lässt den Energie- und Ressourcenverbrauch explodieren, wird zum Brandbeschleuniger der Klimakatastrophe und kann die Gesundheitsgefährdung der Menschen auf die Spitze treiben. Unter nicht-kapitalistischen Bedingungen wäre die Digitalisierung eine neue Produktivkraft zur besseren Organisation der Gesellschaft. Statt Transparenz und Bürgerbeteiligung führt sie zum Überwachungskapitalismus und einer neuen Stufe der Meinungsmanipulation. Können irreversible Schäden für Umwelt, Klima, Mensch und Gesellschaft noch verhindert werden?
Artikel veröffentlicht:
18.11.2025
Artikel aktualisiert:
26.11.2025
Autor:
diagnose:funk
Ja, ich möchte etwas spenden!