Literatur
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Tagesspiegel (2019): Europa ignoriert mögliches Krebsrisiko von 5G. Tagespiegel recherchiert zu 5G / Mobilfunkstudienlage, diagnose-funk.org/1335
Anmerkungen
[1] Scheler K (2019): Behauptungen & Scheinargumente, Teil I: Mobilfunkstrahlung hat zu wenig Energie, um Zellen zu schädigen. Oxidativer Stress ist unplausibel. diagnose-funk.org/1441
[2] Biografie von Prof. James C. Lin: ieeexplore.ieee.org/author/37278769800
[3] Nicht-thermische Wirkungen: diagnose:funk dokumentiert in der Datenbank EMFdata.org mehr als 700 Studien, die nicht-thermische biologische Wirkungen nachweisen. Der ÜBERBLICK Nr. 3 „Zeigt Mobilfunk auch nicht-thermische Wirkungen?“ stellt die Diskussion um das thermische Dogma seit den 1950er Jahren bis heute dar und dokumentiert exemplarisch 70 Studien, die nicht-thermische Wirkungen nachweisen: diagnose-funk.org/2090
[4] Siehe dazu Sarah J. Starkey (2016) : Inaccurate official assessment of radiofrequency safety by the Advisory Group on Non-ionising Radiation; Rev Environ Health 2016; 31 (4): 493-503, erschienen als diagnose:funk-Brennpunkt (2017): Mobilfunk-Grenzwerte entzaubert: Studie weist nach, wie Grenzwerte scheinwissenschaftlich legitimiert werden. diagnose-funk.org/1163
[5] Angesichts der Fülle der Studien, die pathologische, nicht-thermische Effekte zeigen, kann das BfS das Ignorieren nicht durchhalten. In der Serie „Spotlight“ bespricht es nun wichtige Studien, unterstellt ihnen Fehler, um sie anzweifeln und marginalisieren zu können. Diese Methode kritisiert diagnose:funk im Homepage-Artikel „Bundesamt für Strahlenschutz: Meinung statt Wissenschaft. Heckenschützen aus dem Hinterhalt“, diagnose-funk.org/2252
Analyse des manipulativen Vorgehens des BfS anhand der BfS-Spotlight-Interpretation der Studie von Bozok et al. im ElektrosmogReport 3/2025.emfdata.org/de/elektrosmogreport/detail&id=328
[6] Die ICBE-EMF (International Commission on the Biological Effects of Electromagnetic Fields) hat in ihrer Analyse 14 falsche Annahmen, die den ICNIRP-Richtlinien für HF-Strahlung „inhärent“ sind, nachgewiesen. Das ICBE-EMF-Papier ist als diagnose:funk-Brennpunkt erschienen: Internationale Grenzwertkommission ICBE-EMF will strengere Mobilfunk-Grenzwerte. Studie weist Unwissenschaftlichkeit der geltenden ICNIRP-Grenzwerte nach; diagnose-funk.org/1937; siehe auch: diagnose-funk.org/1910
[7] Die falsche Basis der ICNIRP-Grenzwerte wird in der ICBE-EMF Grenzwertstudie erstmals umfassend aufgedeckt. Kurzzeitexperimente für die US-Marine an acht (!) Ratten und fünf (!) Affen waren Grundlage für die Grenzwerte (s. Anm. 6).
[8] Anja Brückner (2022): Kommunale Mobilfunkkonzepte im Spannungsfeld zwischen Vorsorge und Versorgung, Dissertation, Reihe: Erlanger Schriften zum Öffentlichen Recht, Band 12; diagnose-funk.org/2109
[9] Siehe S. 18. Das Portal Microwave News stellt die Verbindungen zwischen ICNIRP und dem WHO-EMF-Projektbüro ausführlich dar: microwavenews.com/news-center/can-who-kick-icnirp-habit
[10] Diese Debatte ist hier dokumentiert:
Microwave News (2024): Old Wine in New Bottles Decoding New WHO-ICNIRP Cancer Review. Game Over? Likely Not; microwavenews.com/newscenter/old-wine-new-bottles, Übersetzung: diagnose-funk.org/2125
diagnose:funk (2024): ICNIRP-Studie behauptet, Handynutzung erhöhe Krebsrisiko nicht. Ist das so? Wir analysieren die weltweite Kampagne zur Risikoleugnung! diagnose-funk.org/2127
diagnose-funk (2025): ICNIRP/BfS-Studien: Wissenschaftler fordern Rücknahme, diagnose funk.org/2169
[11] Die Ausübung des Einflusses der Industrie in Deutschland hat diagnose:funk im Brennpunkt „Lobbyzone Berlin-Mitte. Wie die Telekommunikationsindustrie die Politik im Griff hat“ analysiert. diagnose-funk.org/1788
Die Symbiose zwischen BfS und Industrie wird beim Runden Tisch Elektromagnetische Felder (RTEMF) praktiziert. Beim 31. Runden Tisch 2024 bedankte sich stellvertretend für die IT-Branche Kristofer Steinijans (Telekom) für die Aktivitäten des Bundesamtes zum Schutz der Geschäfte der Industrie: „Die Begleitung durch die Initiative „Deutschland spricht über 5G“ (Dsü5G) wurde als sehr hilfreich empfunden, ins besondere die Moderation bei kleinen Kommunen.“ (https://www.bfs.de/DE/themen/emf/kompetenzzentrum/runder-tisch/runder-tisch.html).
Der neue deutsche Digitalminister Dr. Karsten Wildberger war vorher Top-Manager in der Digitalbranche; diagnose-funk.org/2180
[12] Ein selbstreferentielles System ist ein System, das sich auf sich selbst bezieht und seine Strukturen und Regeln aus sich heraus reproduziert, was politisch zur Abschottung, Intransparenz und zur Stabilisierung bestehender Machtverhältnisse führt. Bei vielen Umweltnoxen wie Asbest, Blei im Benzin, DDT, Glyphosat, Neonicotinoide oder PFAS wurden und werden Gefahren durch die Wissenschaft nachgewiesen. Die Politik, das Behörden- und Rechtssystem ignorieren sie zunächst, um das Wachstums- und Profitsystem oder die öffentliche Ordnung nicht zu gefährden. Wissenschaftliche Kenntnisse über Noxen allein reichen in der Regel für Schutzmaßnahmen nicht aus, wenn Systeme wie Politik, Wirtschaft und Regulierung selbstreferenziell agieren, also vor allem sich selbst stabilisieren und externe Erkenntnisse nur langsam oder gar nicht integrieren. Das Zusammenspiel von ICNIRP und Bundesamt für Strahlenschutz ist dafür ein seit Jahrzehnten praktiziertes Beispiel.
Der Soziologe Ulrich Beck definiert dieses selbstreferentielle System in seinem Buch „Weltrisikogesellschaft“ (2007) als „Legitimationszirkel von Verwaltung, Politik, Recht und Management“, in dem Gefahren „normalisiert werden und ins unkontrollierbar Globale wachsen“ (S. 172). Der Staat degeneriere zum „Legitimationsorgan“ von Industrieinteressen. Er bringt diese Politik mit dem Begriff „organisierte Unverantwortlichkeit“ (S. 345) auf den Punkt.