Mobilfunkstrahlung – ein Risiko? Aktueller Stand der Forschung

Kompass für eine scheinbar verwirrende Debatte.
Der Forschungsfortschritt der letzten Jahre zu Gesundheitsrisiken der nicht-ionisierenden Strahlung ist enorm. Das dokumentiert dieser Kompass zur Studienlage. Die Industrie hat aber ein existenzielles Interesse daran, dass Gesundheitsrisiken ihrer Produkte nicht bekannt werden. Dafür betreibt sie einen großen Aufwand. Wie dies aktuell im Mobilfunkbereich mit der Hilfe von Werbeagenturen, Medien und Behörden geschieht, das analysiert diagnose:funk und gibt den Initiativen einen Kompass für die Orientierung im Dschungel der Argumente.
EMF:Data Stand November 2025

 

I. DIE STUDIENLAGE

 

Die Studienlage wird von diagnose:funk kontinuierlich recherchiert und dokumentiert, in der Datenbank www.EMFData.org und mit der Herausgabe des Fachmagazins ElektrosmogReport.

Studienlage gesamt & kompakt: diagnose:funk hat im ÜBERBLICK Nr.1 "Zum Stand der Forschung zur nicht-ionisierenden Strahlung des Mobilfunks", der kontinuierlich aktualisiert wird, den Stand der Forschung zusammengefasst. Dieses Papier ist das zentrale Dokument, das alle Initiativen und Aktiven als Argumentationsgrundlage kennen sollten.

Mobilfunkstrahlung und Krebsrisiko: Im diagnose:funk ÜBERBLICK Nr. 2 "Ist Mobilfunk krebserregend?" vom 01.06.2024 werden folgende Fragen behandelt: Wie ist der aktuelle Forschungsstand zum Krebsrisiko? Wenn die Studien, die ein Krebs auslösendes und Krebs promovierendes Potenzial nachweisen, stimmen würden, müsste sich dies in erhöhten Krebsinzidenzen in der Bevölkerung zeigen! Was sagen die Krebsstatistiken? (Anlagen zum ÜBERBLICK >>>)[1]

Studienlage WLAN: Die WLAN-Frequenz von 2,45 GHz hat besondere Relevanz. Sie wird besonders viel genutzt, da sie lizenzfrei und kostenlos ist und durch WLAN an Schulen Kinder, Jugendliche und Lehrer ihr dauerhaft ausgesetzt sind. Im diagnose:funk Webinar 27 wurde der Forschungsstand (Mai 2023) präsentiert. Das Vortragsmanuskript "WLAN an KiTas und Schulen - ein Hype verdrängt die Risiken", die PPT-Präsentation, ein Artikel in umwelt-medizin-gesellschaft stehen zum Download und das Video dazu ist online (s.u.).

Elektrohypersensibilität (EHS): Die Ursachen liegen in einem geschwächten Immunsystem und Vorerkrankungen. Die Überproduktion von freien Radikalen (s. Wirkmechanismus) mit der Folge entzündlicher Erkrankungen (Oxidativer Zellstress) schlägt sich bei EHS in Beschwerden nieder. Mehr dazu auf unserer Homepage www.diagnose-ehs.org. Neue Publikationen: Die Studie von McCredden et al. (2022) dokumentiert Studien zu Wirkungen von EMF auf biologische Organismen und fordert, dass in der medizinischen Ausbildung die Wirkung von EMF integriert wird. Belpomme / Irigaray (2022) legen einen Überblick zu Erkenntnissen über EHS vor. Zu EHS publiziert diagnose:funk das Buch "Die unerlaubte Krankheit" von Renate Haidlauf, >>> Landingpage zum Buch mit vielen Zusatzinfos zu EHS.

Das ÜBERBLICK Nr.5 von Bernd I. Budzinski / Peter Hensinger (2024) "Warum Elektrohypersensibilität (EHS) eine biologisch erwartbare Reaktion auf eine schädliche Strahlung ist" beantwortet anhand der Forschungsergebnisse die Frage: Ist Elektrohypersensibilität (EHS), ausgelöst durch Mobilfunkstrahlung, eine Tatsache oder eine Einbildung?

Auswirkungen auf das Gehirn: In fast jeder Ausgabe des ElektrosmogReport werden Studien besprochen, die Wirkungen auf den Gehirnstoffwechsel nachweisen. Im diagnose:funk ÜBERBLICK Nr. 4 "Wirkt Mobilfunkstrahlung auf das Gehirn" wird zu diesem Endpunkt die gegenwärtige Studienlage dokumentiert.

Flora und Fauna: Angesichts der Umweltzerstörung und des Artensterbens bekommt die Studienlage zur Wirkung der elektromagnetischen Felder (EMF) auf die Umwelt große Bedeutung. Bereits in den "Leitlinien Strahlenschutz" (2005, S.46) des Bundesamtes für Strahlenschutz wurde dazu Forschung angemahnt. Die Leitlinien wurden auf Druck der Industrie zurückgezogen. Im BUND-Positionspapier von 2008 wurde die schädigende Wirkung dokumentiert, inzwischen gibt es neue signifikante Ergebnisse und Reviews v.a. zu Auswirkungen von EMF auf >>> Insekten und >>> Bäume. Unsere >>> Artikelserie Digitalisierung, Mobilfunk, 5G und ihre Auswirkungen auf das Klima behandelt das Thema umfassend.

Wirkmechanismus: Der Nachweis zwischen Ursache und Wirkung der Schädigung ist durch viele Studien, die oxidativen Stress als Auslösung von pathologischen Veränderungen in den Zellen nachweisen, erbracht. Die wichtigsten Reviews sind von Yakymenko et al. (2015) und Schürmann/Mevissen (2021).

Einen Gesamtüberblick über die Studienlage gibt unsere Zusammenstellung von 136 Reviews.

Selbst Recherchieren: auf unserer Datenbank www.emfdata.org. Die Datenbank enthält aktuell 670 Studien (20.03.2024) zu elektromagnetischen Feldern des Mobilfunks, davon sind 488 detailliert ausgewertet. Mit Hilfe der Filterfunktionen finden Sie gewünschte Studien.

Immer auf dem Laufenden sein: Vierteljährlich erscheint der ElektrosmogReport mit 12 neuen Studien. Nur noch diagnose:funk wertet im deutschsprachigen Raum kontinuierlich die Studienlage aus. Bis 2017 machte das in vorbildlicher Weise das offizielle EMF-Portal, dann strich die Bundesregierung die Mittel für die Summaries.

 

diagnose:funk

 

diagnose:funk - Reihe ÜBERBLICK für den DURCHBLICK

In dieser Publikationsreihe enthält jedes Heft eine aktuelle Aufarbeitung der Studienlage. 

 

Überblick Nr. 1: Wie wirkt Mobilfunk auf Menschen, Tiere und Pflanzen?

Der Überblick Nr. 1 ist ein Gesamtüberblick über den Stand der Forschung zur nicht-ionisierenden Strahlung des Mobilfunks.

Überblick Nr. 2: Ist Mobilfunk krebserregend?

Überblick Nr. 2 dokumentiert die Studienlage über das Risiko einer Krebserkrankung durch nicht-ionisierende Strahlung.

Überblick Nr. 3: Zeigt Mobilfunk auch nicht-thermische Wirkungen?

Überblick Nr. 3 setzt sich mit einer Hauptbegründung für die Ungefährlichkeit der Mobilfunkstrahlung auseinander: Die Grenzwerte würden vor Gesundheitsrisiken schützen. Es würde keine Beweise für athermische Wirkungen geben.

Überblick Nr. 4:  Wirkt Mobilfunk auf das Gehirn?

Überblick Nr. 4 befasst sich mit der Studienlage zu den Auswirkungen der Strahlung auf das Gehirn und den Studien, die es zum Zusammenhang von elektromagnetischen Feldern und Epilepsie gibt.

Überblick Nr. 5: Gibt es Elektrohypersensibilität (EHS)?

Überblick Nr. 5 nimmt zu der Debatte, ob die Strahlung zur Krankheit Elektrohypersensibilität (EHS) führen kann, Stellung und dokumentiert die medizinischen Erkenntnisse.

Überblick Nr. 6: Ist WLAN schädlich?

Überblick Nr. 6 dokumentiert die Studienlage zu WLAN und die Alternativen. Es liegen Erkenntnisse u.a. über Auswirkungen auf das Gehirn und in der Folge auf den Schlaf, das Gedächtnis, räumliches Denken, das Erbgut, die Blut-Hirn-Schranke vor.

Überblick Nr. 7: Kinder und digitale Medien – Eine pädagogische Herausforderung!

Überblick Nr. 7 dokumentiert, warum eine zu frühe und unregulierte Nutzung des Smartphones und anderer digitaler Medien zu negativen Auswirkungen führen kann.

Überblick Nr. 8: Digitalisierung – Schlüssel zur Nachhaltigkeit?

Überblick Nr. 8 dokumentiert, warum die Digitalisierung als Geschäftsmodell der Industrie zur Destruktivkraft wird und ihr positives Potenzial nicht zum Zuge kommt. Anstelle von möglicher nachhaltiger Planung soll sie das Wachstum beschleunigen, lässt den Energie- und Ressourcenverbrauch explodieren, wird zum Brandbeschleuniger der Klimakatastrophe und kann die Gesundheitsgefährdung der Menschen auf die Spitze treiben. Unter nicht-kapitalistischen Bedingungen wäre die Digitalisierung eine neue Produktivkraft zur besseren Organisation der Gesellschaft. Statt Transparenz und Bürgerbeteiligung führt sie zum Überwachungskapitalismus und einer neuen Stufe der Meinungsmanipulation. Können irreversible Schäden für Umwelt, Klima, Mensch und Gesellschaft noch verhindert werden?

Die ÜBERBLICKE geben den jeweiligen Stand der Forschung wieder und werden ggf. aktualisiert.

 

STOA-Studie / diagnose:funk

Neueste amtliche Dokumente kennen.

Drei Dokumente sollten Sie kennen:

  • 1. Die STOA-Studie (auch zusammengefasst in einem d:f Brennpunkt), herausgegeben vom Technikfolgenausschuss des EU-Parlaments und die Versuche des Bundesamtes für Strahlenschutz, die Studie durch verwirrende Debatten zu diskreditieren: https://www.diagnose-funk.org/1883.

 

 

  • 2. Im Amtsblatt der EU vom März 2022 wurde die Stellungnahme des Europäischen Wirtschafts-und Sozialausschusses (EWSA) veröffentlicht, in der von den Regierungen gefordert wird, endlich die Studienergebnisse anzuerkennen und eine Schutz- und Vorsorgepolitik einzuleiten. Dazu stellt er konkrete Forderungen auf: https://www.diagnose-funk.org/1828
  • 3. Der Bericht des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung (TAB) des Deutschen Bundestages, Drucksache 20/5646 (2023): „Mögliche gesundheitliche Auswirkungen verschiedener Frequenzbereiche elektromagnetischer Felder (HF-EMF)“ dokumentiert wichtige Aspekte der Studienlage. diagnose:funk analysiert den Bericht in einer >>> Artikelserie.

 

Grafik: diagnose:funk, ICBE-EMF

Knackpunkt Grenzwerte

Warum die geltenden ICNIRP-Grenzwerte unwissenschaftlich und ohne Schutzfunktion sind, weist die unabhängige Grenzwertkommission ICBE-EMF in einem ausführlichen Papier nach: 

Zur industrielobbyistischen Rolle der ICNIRP gibt es eine diagnose:funk >>> Artikelserie mit vielen Dokumenten.

Mobilfunk-Chronologie 1996-2023: Diese Chronologie dokumentiert die wichtigsten politischen und wissenschaftlichen Dokumente (>>> Download).

 

Brennpunkt diagnose:funk

II. DIE DEBATTE UM DIE INTERPRETATION DER STUDIENERGEBNISSE

 

Hauptverteidigungslinie thermisches Dogma: Auf dem thermischen Dogma, dass nur die Wärmewirkung der Mobilfunkstrahlung Organismen schädigen könne, beruhen die Richtlinien der Internationalen Kommission zum Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung (ICNIRP) und die Strahlenschutzpolitik in den westlichen Ländern. Im ehemaligen Ostblock beruhte die Gesetzgebung und Festlegung von Schutzmaßnahmen auch auf nicht-thermischen Wirkungen. Das erklärt, warum deren Grenzwerte um ein bis zu 500-Faches niedriger als im Westen sind. Die Frage, ob es nicht-thermische Wirkungen gibt, ist durch die Studienlage entschieden. Wir dokumentieren im Überblick Nr. 3: Zeigt Mobilfunk auch nicht-thermische Wirkungen? eine Auswahl von 70 Studien, die nicht-thermische Wirkungen nachweisen. Sie zeigen, wie Zellkaskaden verändert werden und zu pathologischen Effekten führen.

Die Fehlinterpretationen durchschauen: Im Jahr 2022 lief in den Medien eine koordinierte Entwarnungskampagne mit der Botschaft „5G und Handys sind ungefährlich“, gemeinsam durchgeführt von Industrie, Bundesregierung und der dpa. Wir haben sie gründlich analysiert, auf der Homepage und in Fachartikeln:

Unsere Analysen, die teilweise auf Englisch erschienen sind, fanden auch international bei kritischen Wissenschaftlern Anerkennung.

Die Killerargumente durchschauen: „Mobilfunkstrahlung hat nicht die Energie, Zellen zu schädigen!“, „Je näher der Sendemast am Wohngebiet, desto geringer die Strahlenbelastung!“, „Krebsgefahr? Nein, Mobilfunk ist so gefährlich wie der Verzehr von eingelegtem Gemüse oder Kaffee!“, "Die Grenzwerte schützen!" - in einer Artikelserie sezieren wir diese Argumente >>> https://www.diagnose-funk.org/forschung/mobilfunk-risikobewertungen/scheinargumente-und-halbwahrheiten

>>> Ganz unten unter PUBLIKATIONEN finden Sie unsere aktuellsten Brennpunkte, die sich v.a. mit den Verfälschungen der Studienlage auseinandersetzen. 

 

David Michaels, Behördenchef unter US-Präsident Obama, analysiert die Taktiken der Industrie

 

III. INDUSTRIETAKTIKEN ZUR RISIKOVERSCHLEIERUNG

 

Bürgerinitiativen und alle Verbraucher sollten über den Stand der Forschung informiert sein. Die Deutungshoheit in der öffentlichen Wahrnehmung liegt derzeit beim Bundesamt für Strahlenschutz und den Medien, die ungeprüft die Interpretationen des Bundesamtes übernehmen. Das zu durchschauen,  ist nicht kompliziert, wenn man die Taktiken der Industrie und Behörden, mit denen Risiken verschleiert werden, durchschaut. diagnose:funk hat die Taktiken, die den klimakillenden Konsum- und Wachstumshype, der durch die Digitalisierung erwartet wird, absichern sollen, in vielen >>> Brennpunkten analysiert.

Taktik 1: Risiken abstreiten, so wie z.B. Telefonica-Chefs Markus Haas:

  • „Uns beunruhigt diese Diskussion sehr, weil sie faktenfrei ist. Es gibt keinerlei wissenschaftlich fundierte Studien, die auch nur irgendeine Gesundheitsgefährdung sehen.“

Taktik 2: Wissenschaftlichkeit simulieren. Das Bundesamt für Strahlenschutz betont, dass es ständig die Studienlage analysiert, in Sorge um die Gesundheit, aber keine Studienergebnisse findet, die Gesundheitsrisiken belegen, im Gegenteil, es behauptet:

  • Es gebe keine Erkenntnisse, dass es unterhalb der Wärmeschwelle gesundheitsschädliche Auswirkungen durch Mobilfunkstrahlung gibt.
  • Alle Studien, die unterhalb der Grenzwerte Effekte nachgewiesen haben, seien Einzelfälle, konnten nicht reproduziert werden und erfüllten nicht wissenschaftliche Kriterien. Eine Kausalität hätte bisher nicht nachgewiesen werden können. (Studien, die keine Effekte zeigen, werden in der Regel jedoch ungeprüft begrüßt und verbreitet.)
  • Die nicht-ionisierende Strahlung habe grundsätzlich nicht die Energie, Zellen zu schädigen.
  • Die Grenzwerte schützten alle Personengruppen vor Gesundheitsschäden.

Taktik 3: Anzweifeln. Aussagekräftige Studien, die Risiken nachweisen, liegen vor und beunruhigen die Industrie. Man zweifelt die Ergebnisse an, initiiert eine Phase verwirrender Debatten, wirft Nebenfragen auf, um vom Hauptergebnis abzulenken.

Taktik 4: Täuschen. Mit Fehlinterpretationen von Studien, Entwarnungs- und Gefälligkeitstudien sollen die Nutzer und die Politik verunsichert und Entscheidungen verhindert werden, man versucht eine Paralyse durch Analyse herzustellen.

Für die Konzeption dieser Taktiken werden Kommunikationsagenturen nach US-Vorbild angeheuert. In Deutschland wurde für die 5G-Kampagne der Bundesregierung die Werbeagentur Scholz & Friends beauftragt. Umfassend werden diese Taktiken im Grundsatzartikel von David Michaels, Behördenchef unter Präsident Obama, und in den beiden Bänden der EUA (Europäische Umweltagentur) „Späte Lehren aus frühen Warnungen“  dargestellt. Die EUA hat ein 10 Phasen-Schema herausgearbeitet, nach dem die Industrie vorgeht. 

Mit der Funktion der Kausalitätstheorie des Bundesamtes für Strahlenschutz setzen sich ein >>> Brennpunkt und ein Artikel von >>> Klaus Scheler auseinander.

Diese Taktiken wirken zeitweilig, insbesondere in der Politik. Von Flensburg bis Garmisch bekommen derzeit besorgte BürgerInnen von allen Regierungsparteien dieselben Antworten, generiert aus Textbausteinen des Bundesamtes für Strahlenschutz. Sie können jedoch die Fakten nicht aus der Welt schaffen.

Dieses industrielle Lobbysystem zu durchschauen, dazu verhilft

Das Greenwashing der angeblichen Nachhaltigkeit der Digitalisierung durchschauen: Dazu verhilft unsere Artikelserie

 

Wir brauchen Ihre Unterstützung - dringend!

>>> Ermöglichen Sie mit Ihrer Spende diese Recherche- und Dokumentationsarbeit und die weitere Herausgabe des ElektrosmogReports und

>>> Werden Sie jetzt Fördermitglied!

_____________

Anlagen zum ÜBERBLICK „Krebs“ vom 01.06.2024:

[1]  Anlage 1: Lin J C (2022): Carcinogenesis from chronic exposure to radio-frequency radiation, Front Public Health 2022; 10: 1042478

Anlage 2a: ICBE-EMF (International Commission on the Biological Effects of Electromagnetic Fields) (2022): Scientific evidence invalidates health assumptions underlying the FCC and ICNIRP exposure limit determinations for radiofrequency radiation: implications for 5G, Environ Health 2022; 21: 92

Anlage 2b: ICBE-EMF(2022): Wissenschaftliche Erkenntnisse entkräften gesundheitliche Annahmen, die den FCC (Federal Communication Commission, USA) und ICNIRP-Grenzwertbestimmungen für Hochfrequenzstrahlung zugrunde liegen: Folgen für 5G, deutsche Übersetzung im diagnose:funk Brennpunkt

Anlage 3: Peter Hensinger (2023): Die Auseinandersetzung über die Deutungshoheit zu Risiken der Mobilfunkstrahlung, umwelt-medizin-gesellschaft 2/2023

Anlage 4: Davis D, Birnbaum L, Ben-Ishai P, Taylor H, Sears M, Butler T, Scarato T (2023): Wireless technologies, non-ionizing electromagnetic fields and children: Identifying and reducing health risks, Curr Probl Pediatr Adolesc Health Care 2023; 53 (2): 101374; >>>Download Volltext

Auf dem diagnose:funk youtube Kanal finden Sie Filme und Webinare, die den Stand der Forschung behandeln, hier eine Auswahl

Publikation zum Thema

diagnose:funk
Format: A4Seitenanzahl: 16 Veröffentlicht am: 12.01.2023 Bestellnr.: 250Sprache: DeutschHerausgeber: diagnose:funk

Die Auseinandersetzung um die Deutungshoheit zu Risiken der Mobilfunkstrahlung

Über Kampagnen eines Kartells von Industrie, Bundesamt für Strahlenschutz und ICNIRP
Autor:
diagnose:funk
Inhalt:
Ob Mobilfunkstrahlung gesundheitsschädlich ist oder nicht, darüber wird nicht nur eine Wissenschaftsdebatte über Ergebnisse der Forschung geführt. Bei dieser Debatte geht es auch und vor allem um Produktvermarktung, in diesem Fall um das Milliardengeschäft einer Schlüsselindustrie. Dieser brennpunkt dokumentiert die Auseinandersetzung. Im Jahr 2022 gab es vier Entwarnungskampagnen, basierend auf vier Studien mit der Botschaft: Mobilfunkstrahlung ist unbedenklich für die Gesundheit, ein Krebsrisiko besteht nicht. Das beweise die MOBI-Kids-Studie, die bisher weltweit größte Studie zu Hirntumoren und Kinder. Mit der UK-Million Women Studie liege auch der Beweis für Erwachsene vor. In einem von ICNIRP-Mitglied Prof. M. Röösli verfassten Artikel zu 5G in der Zeitschrift Aktuelle Kardiologie bekamen gezielt Mediziner diese Botschaft übermittelt. Abgeordneten des deutschen Bundestages wird vom deutschen Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und dem Umweltministerium mitgeteilt, die STOA-Studie, die Schädigungen zu Krebs und Fertilität auswertet, sei unwissenschaftlich. Diagnose:funk nahm zu allen diesen Meldungen Stellung.
Titelbild:diagnose:funk
Stand: 8.9.2025Format: A4Seitenanzahl: 28 Veröffentlicht am: 01.09.2025 Bestellnr.: 252Sprache: deutschHerausgeber: diagnose:funk

Geltende Mobilfunkgrenzwerte sind ungeeignet, die Bevölkerung umfassend zu schützen


Autor:
James C. Lin / diagnose:funk
Inhalt:
Mit diesem neuen Brennpunkt veröffentlicht diagnose:funk den Artikel „Gesundheits- und Sicherheitspraktiken und -richtlinien in Bezug auf die Exposition des Menschen gegenüber HF-/Mikrowellenstrahlung“ von Prof. James C. Lin. James C. Lin, einer der führenden Strahlungsexperten, kritisiert die Grenzwertempfehlungen der ICNIRP, die in Deutschland übernommen wurden, scharf: Sie „sind umstritten“ und „wissenschaftlich nicht begründet“, „versäumen eine wirksame Risikovorsorge und missachten zentrale Prinzipien des Strahlenschutzes.“ Die Grenzwerte ignorierten die „chronische Toxizität und Karzinogenität“ der Strahlung und seien somit „ungeeignet“, die Bevölkerung zuverlässig zu schützen. Auch aktuelle, von der WHO beauftragte Studien zu den biologischen Wirkungen der Mobilfunkstrahlung bewertet Lin negativ: Er spricht von einer „mangelnden wissenschaftlichen Qualität und der unausgewogenen Darstellung“, er kritisiert „eine erkennbare Voreingenommenheit“ der Studienautoren. Sie würden folglich die Gesundheitsrisiken verharmlosen.
diagnose:funk
Format: A4Seitenanzahl: 36 Veröffentlicht am: 01.02.2023 Bestellnr.: 249Sprache: DeutschHerausgeber: diagnose:funk

ICBE-EMF: Die Zeit ist reif für neue Grenzwerte

Die neu gegründete Grenzwertkommission weist die Unwissenschaftlichkeit der geltenden ICNIRP-Grenzwerte für Mobilfunkstrahlung nach
Autor:
ICBE-EMF / diagnose:funk
Inhalt:
Dieser Brennpunkt publiziert die Übersetzung der Studie der internationalen Grenzwertkommission ICBE-EMF (International Commission on the Biological Effects of EMF) „Wissenschaftliche Erkenntnisse entkräften gesundheitliche Annahmen, die den FCC (Federal Communication Commission, USA) und ICNIRP-Grenzwertbestimmungen für Hochfrequenzstrahlung zugrunde liegen: Folgen für 5G“ (2022). Darin fordert die ICBE-EMF die Rücknahme und Neufestlegung der Grenzwerte für die Exposition gegenüber hochfrequenter Funkstrahlung (HF). Die Rücknahme der Grenzwerte ist notwendig, denn ihre Festlegung beruht auf falschen Annahmen. Das Ziel neuer Grenzwerte wäre die Festlegung von Standards zum Gesundheitsschutz für Arbeitnehmer, die Öffentlichkeit und die Natur.
diagnose:funk Brennpunkt
September 2023Format: A4Seitenanzahl: 44 Veröffentlicht am: 12.09.2023 Bestellnr.: 251Sprache: DeutschHerausgeber: diagnose:funk

Drahtlose Technologien, nicht-ionisierende elektromagnetische Felder und Kinder: Gesundheitsrisiken erkennen und reduzieren.

Übersetzung des Reviews von Davis et al. (2023)
Autor:
Davis et al.
Inhalt:
diagnose:funk veröffentlicht als Brennpunkt die Übersetzung des Reviews über Mobilfunk und die Gesundheit von Kindern. Sieben renommierte Experten unter Leitung von Prof. Linda Birnbaum, der ehemaligen Direktorin des US-amerikanischen National Toxicology Program (NTP) und des National Institute for Environmental Health (NIEHS), legen mit dieser Studie zum ersten Mal einen umfassenden Überblick über die Forschungsergebnisse zu Auswirkungen von Mobilfunkstrahlung auf Fortpflanzung, Schwangerschaft und Kinder vor. Sie fordern Mediziner auf, die Strahlenbelastung in der Familie im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen von Kindern zu berücksichtigen. Originalstudie: Davis D, Birnbaum L, Ben-Ishai P, Taylor H, Sears M, Butler T, Scarato T. Wireless technologies, non-ionizing electromagnetic fields and children: Identifying and reducing health risks. Curr Probl Pediatr Adolesc Health Care 2023; 53 (2): 101374. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36935315/
Titelblatt brennpunkt Salford Bild: diagnose:funk
März 2022Format: A4Seitenanzahl: 12 Veröffentlicht am: 15.03.2022 Bestellnr.: 248Sprache: deutschHerausgeber: diagnose:funk

Die Öffnung der Blut-Hirn-Schranke durch Mobilfunkstrahlung: Ergebnisse der Salford-Studien


Autor:
Louis Slesin / Microwave News / diagnose:funk
Inhalt:
Die Diskussion über die Ergebnisse der Salford-Studien zur Öffnung der Blut-Hirn-Schranke durch Mobilfunkstrahlung stand Anfang der 2000er Jahre in der Wissenschaft und bei den Mobilfunkkritikern im Focus. Kann eine Technologie eingeführt werden, die das Gehirn schädigt? Heftige Debatten fanden statt. Die Mobilfunkindustrie erkannte die Brisanz dieser Studie und befürchtete, dass der Staat regulierend eingreift. Sie startete eine weltweite Kampagne zur Verharmlosung von Salfords Ergebnissen. Louis Slesin hat anlässlich des 80. Geburtstags von Leif Salford die Geschichte seiner Forschung und die politischen Intrigen gegen ihn aufgearbeitet. Die Ergebnisse von Salford haben gerade aktuell, wo Smartphones und WLAN als Lernmittel an Schulen eingeführt werden, eine zentrale Bedeutung. Denn sie beweisen: Das Gehirn wird durch Mikrowellenstrahlung geschädigt.
Format: A4, 8 SeitenVeröffentlicht am: 17.01.2020 Bestellnr.: 238Sprache: DeutschHerausgeber: diagnose:funk

Professor James C. Lin: Die NTP-Studie weist das Krebspotential der Mobilfunkstrahlung nach.

diagnose:funk Brennpunkt
Autor:
Prof. James C. Lin / diagnose:funk
Inhalt:
Prof. James C. Lin (University of Illinois) nimmt in dem Artikel "Die Bedeutung von Primärtumoren in der NTP-Studie zur Langzeitexposition von Ratten gegenüber Mobilfunkstrahlung" (2019) zu den Ergebnissen der NTP-Studie (USA) und der Ramazzini-Studie (Italien) Stellung. Beide Studien untersuchten, ob Mobilfunkstrahlung Krebs auslösen kann. Prof. James C. Lin war lange führendes Mitglied der ICNIRP und ist ein weltweit angesehener Experte. Er gehörte dem Peer-Review-Panel der NTP-Studie an. Die NTP- und die Ramazzini-Studie haben eine Krebs auslösende Wirkung der nicht-ionisierenden Strahlung des Mobilfunks nachgewiesen. Lin weist mit diesem Artikel ausdrücklich die Versuche zurück, die Bedeutung dieser Studienergebnisse herunterzuspielen.
April 2020Format: 10 Seiten / A4Veröffentlicht am: 03.04.2020 Bestellnr.: 240Sprache: DeutschHerausgeber: diagnose:funk

Der Kausalitäts-Betrug

Was die Mobilfunkdiskussion mit Alkohol, einem Affen und Kater zu tun hat- eine Auseinandersetzung mit Positionen des Bundesamtes für Strahlenschutz.
Autor:
Jörn Gutbier/Peter Hensinger
Inhalt:
Warum vertritt das Bundesamt für Strahlenschutz trotz der Studienlage, dass es keine Beweise für die Gesundheitsschädlichkeit der Mobilfunkstrahlung gibt? Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Kernargument des Bundesamtes für Strahlenschutz, der Kausalität als Kriterium für eine Schutzpolitik. Ausnahmslos alle vorliegenden Studien, so begründet es das Bundesamt für Strahlenschutz, hätten bisher keinen kausalen Zusammenhang zwischen Strahlungseinwirkung und Zellschädigungen nachweisen können. Deshalb brauche es auch keine Schutzpolitik. Korrelationen oder Indizien reichten dafür nicht aus. Warum diese Kausalitätstheorie, die wissenschaftlich logisch erscheint, unwissenschaftlich ist, dem Vorsorgeprinzip widerspricht und in der Konsequenz Geschäftsmodelle der Industrie rechtfertigt, damit setzt sich der Brennpunkt auseinander.
Januar 2022Format: A4Seitenanzahl: 12 Veröffentlicht am: 18.01.2022 Bestellnr.: 247Sprache: deutschHerausgeber: diagnose:funk

Wie die Telekommunikationsindustrie die Politik im Griff hat


Autor:
diagnose:funk
Inhalt:
diagnose:funk legt in diesem Brennpunkt eine Recherche zur Lobbyarbeit der Mobilfunkindustrie und BITKOM-Branche zur Digitalisierung vor, basierend auf der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE „Beziehungen von Telekommunikationsunternehmen zur Bundesregierung“ (Bundestagsdrucksache 18/9620, 13.09.2016). Sechs Grafiken verbildlichen die Verflechtungen. Politisch eingeordnet wird diese Analyse auf Grund eigener Erfahrungen mit Besuchen bei Bundestagsabgeordneten und dem neuen Buch „Lobbyland. Wie die Wirtschaft unsere Demokratie kauft“ (2021) des ehemaligen Dortmunder SPD-Abgeordneten Marco Bülow über seine 18-jährigen Erfahrungen im Bundestag und weiteren Literaturrecherchen.
Format: A4Seitenanzahl: 46 Veröffentlicht am: 26.03.2021 Bestellnr.: 243Sprache: DeutschHerausgeber: diagnose:funk

Die Butler-Recherchen enthüllen den Einfluss der Mobilfunkindustrie auf die weltweite Strahlenschutzpolitik

Lobbysystem ICNIRP und Bundesamt für Strahlenschutz - Teil I
Autor:
Tom Butler
Inhalt:
Die Strahlenschutzpolitik national und international wird dominiert von den Richtlinien und Forschungsinterpretationen der ICNIRP (International Commission on Non​-Ionizing Radiation Protection), die ihren Sitz im Bundesamt für Strahlenschutz hat. Prof. Tom Butler (Irland) analysiert ihre Geburt und Geschichte als verlängerter Arm der Industrie.
Ja, ich möchte etwas spenden!