Video: WarGaming für den Profit. Mobilfunkstrahlung, Krebsgefahr & Industrielobbyismus
Video: WarGaming für den Profit. Mobilfunkstrahlung, Krebsgefahr & Industrielobbyismus
Strategien der Mobilfunk-Industrie gegen Wissenschaftler.
Das 25-minütige diagnose:funk Dokumentar-Video "War Gaming für den Profit. Mobilfunkstrahlung, Krebsgefahr & Industrielobbyismus" zeigt die Strategien der Mobilfunk-Industrie gegen Wissenschaftler. Bisher nicht veröffentlichtes Originalmaterial mit Zeitzeugen zeigt, mit welchen Methoden die Forschungsergebnisse zur Krebsgefahr, die von der Mobilfunkstrahlung ausgeht, geleugnet werden, bis hin zu Rufmordkampagnen an den Wissenschaftlern.
Seit über 25 Jahren weiß man durch die Forschungen von Prof. Henry Lai (Washington), dass Mobilfunkstrahlung DNA-Strangbrüche, eine Vorstufe von Krebs auslösen, kann. Umgehend reagierte Motorola und ließ sich von der Agentur Burson & Marsteller beraten, wie man diese Forschungsergebnisse unglaubwürdig machen kann. Heraus kam das so genannte „War Game Memo“ (s. MicrowaveNews, S.13), ein interner ´Kriegsspielplan. WarGaming ist eine Strategie des organisierten Wissenschaftsbetrugs, wie sie schon in den 50er (Rauchen und Krebs) und in den 90er Jahren (Passivrauchen) z.B. von der Zigarettenindustrie angewandt wurde. Heute ist es eine etablierte Strategie der Industrie zum Produktschutz und zur Vermeidung von Vorsorge. Das bedeutet:
Die Wissenschaftlichkeit der Ergebnisse anzweifeln, ggf. die Wissenschaftler diskreditieren.
Die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse generell in Frage stellen.
Ausgesuchte Wissenschaftler für kritische Presseanfragen schulen.
Generell jedes Gesundheitsrisiko ihrer Produkte und Anwendungen abstreiten.
Das Strategiepapier von 1994 wird bis heute angewandt. Der Film zeigt, wie mit diesen Methoden die Ergebnisse der REFLEX-Studieentsorgt werden sollten, und wie derzeit versucht wird, die Ergebnisse der US-amerikanischen NTP-Studie und die italienischen Ramazzini-Studie zu verharmlosen. Der aktuelle Verharmlosungsartikel der Stiftung Warentest(September 2019) über die Risiken von Handys und 5Gist offensichtlich ein taktischer Mosaikstein dieser Strategie. Der Film zeigt die Kontinuität dieser Strategie und mutige Wissenschaftler, die trotz aller Anfeindungen die Ergebnisse der Wissenschaft verteidigen.
Publikation zum Thema
Format: 14,5 x 2 x 21,7 cmSeitenanzahl: 256 Veröffentlicht am: 11.03.2014 ISBN-10: 1609805097ISBN-13: 978-1609805098Sprache: EnglischHerausgeber: Seven Stories Press, N.Y.
Overpowered
The Dangers of Electromagnetic Radiation (EMF) and What You Can Do about It
Autor:
Martin Blank, PhD
Inhalt:
In seinem Buch behandelt Blank als Zeitzeuge die Geschichte der Forschung zu elektromagnetischen Feldern, den Stand der Forschung, die Rolle der Industrie und ihre Taktik bei der Verhinderung der Anwendung des Vorsorgeprinzips. Seine Ausführungen sind in den Quellenangaben gut dokumentiert. Das Buch klärt, warum es trotz klarer Forschungsergebnisse zu der vorherrschenden Meinung "Es ist noch nichts genaues bekannt" kommt, welche Rolle dabei Institutionen und korrumpierte Wissenschaftler spielen.
Der Autor hat auf der ganzen Welt recherchiert und ein klares Muster in der Mobilfunkforschung entdeckt: Jeder Wissenschaftler, der ein Problem findet, bekommt selber eins. Hinter einem Netzwerk aus Lobbyismus, bewußter Falschinterpretation von Studienergebnissen und bös artiger Diffamierung von kritischen Wissenschaftlern steckt ein ausgeklügeltes System.
1989Seitenanzahl: 221 Veröffentlicht am: 00.00.2000 ISBN-10: ISBN 3-8043-2587-4Sprache: deutsch
Mikrowellen, die verheimlichte Gefahr
Autor:
Paul Brodeur
Inhalt:
Nachdem Paul Brodeur, Wissenschaftsjournalist des "New Yorker" durch seine Recherchen zum Asbest-Skandal weltbekannt wurde (Buchtitel "Outrageous Miscoonduct"), widmete er sich mit diesem Buch der Mikrowellenstrahlung. Das Buch gibt einen sehr guten Überblick über die historische Entwicklung der Mikrowellen-Problematik. Erkrankungen bei Radartechnikern wiesen schon im 2. Weltkrieg daraufhin, dass die bei Radaranlagen verwendeten Mikrowellen gesundheitsschädigende Wirkungen besitzen. Brodeur führt den Leser umsichtig in die Problematik ein, angefangen bei den ersten Erfahrungen und Studien, bis hin zu den kommerziellen Nutzungen der 90er Jahre. Anhand diverser Beispiele verdeutlicht er, mit welchen Massnahmen Behörden und Militär die Gefahren unter den Tisch gewischt und totgeschwiegen hatten. Das Buch ist für den Experten wie für den Laien eine spannende Literatur.
Prof. Alexander Lerchl war bis 2011 Mitglied in der deutschen Strahlenschutzkommission und Vorsitzender des Ausschusses nichtionisierende Strahlung. Damit war er im Mobilfunkbereich der höchstrangige deutsche Strahlenschutzbeauftragte, Berater der Bundesregierung und Repräsentant des deutschen Staates in internationalen Gremien. Nun kam es im Herbst 2010 zu einem einmaligen Vorgang. Die WHO lehnte seine Aufnahme in eine Kommission der IARC (International
Agency for Research on Cancer) zur Risikobewertung des krebserregenden Potentials hochfrequenter elektromagnetischer Felder ab.
Prof. Alexander Lerchl is a member of the German Commission on Radiological Protection (SSK) and head of its Committee on Non-ionizing Radiation. Thus, he is the highest ranking representative for radiological
protection in the area of mobile communication,
advisor of the German government, and the
German representative in international bodies. In autumn 2010, an unprecedented incident occurred. The WHO turned down his inclusion in a commission of the IARC (International Agency for Research on Cancer),
which is to carry out a risk assessment of the
carcinogenic potential of radiofrequency electromagnetic fields. An insult to Lerchl. Initially, the main reason quoted was his collaboration with the IZMF (German Informationszentrum Mobilfunk), the public
relations office of the four German mobile phone operators.
Am 22.08.2013 erschien in der ZEIT-Ausgabe Nr.35 im Ressort Wissen die groß aufgemachte Titelgeschichte „Der unsichtbare Feind“. Darin wird anhand der großen Unsicherheit in der Bevölkerung die Frage nach den Risiken der Mobilfunkstrahlung aufgeworfen. Der Zeitartikel umreißt zwar oberflächlich das Problem, das sich bei der technischen Nutzung elektro-magnetischer Felder für die Bevölkerung ergibt, betont dabei aber unter Verkennung der Forschungslage, dass gesichertes Wissen bezüglich gesundheitlicher Risiken nicht vorhanden sei.
Elektrosensible werden mehr oder weniger der Lächerlichkeit preisgegeben und als eingebildete Kranke abgestempelt.
Hatten die Autoren nur einseitige Informationen von den PR-Abteilungen der Mobilfunk-industrie?
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Lai_Vortrag_1998.pdfPDF, 139 KB, Prof. Henry Lai (Washington) stellte seine Forschungsergebnisse zu DNA-Strangbrüchen bereits 1998 in einem Vortrag auf einer Tagung an der Universität Wien vor.