25.03.2026
Wir informieren: Bewusst auf Smartphone verzichten – Dumbphones liegen im Trend
Generation Z sieht ihre Autonomie vom Smartphone bedroht., wie Sandra Ward in „Focus online“ berichtet. Der Trend begann bereits 2022 in Amerika: Die 25-jährige Daisy Krigbaum und ihr 29-jähriger Partner Will Stults hätten sich von den süchtigmachenden Funktionen moderner Smartphones – wie Apps oder Videokameras – lösen wollen. Da es damals kaum Handys ohne diese Ablenkungen gegeben habe, hätten sie 2022 die Firma Dumbwireless gegründet, einen Vertrieb für Kunden, die weniger Zeit mit ihren Geräten verbringen wollten. Das Geschäft sei gut gelaufen. (Quelle: Sandra Ward: Neuer Boom: In den USA brummt das Geschäft mit dem „dummen“ Handy; Focus online, 18.4.2024)
Der Trend zum Dumbphone hält auch 2026 an. Beweggründe sind: Sorge um Kontrollverlust, um Suchtabhängigkeit und um Freiheit von digitaler Überlastung. Diese Entwicklung wird deutlich im folgenden Artikel: „Dumbphones: Der digitale Gegenentwurf wird zum Trend“, erschienen am 25.1.2026 in Ad Hoc News.
Bewusst auf Smartphone zu verzichten werde 2026 zum Mainstream-Trend für junge Nutzer. Als Hauptgründe würden digitale Überlastung und der Wunsch genannt „mehr Kontrolle über ihre Aufmerksamkeit zurückzugewinnen.“ (ad-hoc-news.de 2026). Deswegen seien in der Generation Z Smartphone out, Minimal Handys in. Die Sehnsucht ins Analoge wachse, die Allgegenwärtigkeit von Social-Media werde als belastend empfunden. „Für eine Generation, die mit dem ständigen ‚Online-Sein‘ aufgewachsen ist, wirkt ein Telefon, das nicht süchtig machen soll, befreiend.“ heißt es im Artikel. Ausstieg aus der Aufmerksamkeitsfalle des Internets und der damit verbundenen steten Ablenkungen ist das Ziel. Das Dumbphone ist auf Telefonieren und SMS reduziert – ohne Apps, hochauflösende Bildschirme oder Browser. „Das Ziel ist nicht, zum Technikverweigerer zu werden, sondern Technik als Werkzeug zu nutzen – und nicht sich von ihr beherrschen zu lassen.“ (ad-hoc-news.de, 2026)
Ein weiterer Gedanke wird angesprochen: Interessanterweise führe bei diesem Trend der technische Fortschritt nicht zu mehr Funktionen und Komplexität, sondern es entstünde ein Markt für Geräte, die technisch weniger böten dafür jedoch mehr persönliche Freiheit.
Andererseits entwickle die „Tech-Industrie“ mit KI eine neue Welt, die der Wearables. Das sind Computertechnologien, die man beispielsweise an Kleidung trägt. So würden von großen Konzernen KI-gesteuerte Anstecker mit Kameras, Mikrofonen und Lautsprechern entwickelt, die die primäre Schnittstelle vom Handy-Bildschirm auf die Kleidung verlagern.
Zwei Wege der Entwicklung zeichneten sich ab: internationaler Digital-Minimalismus einerseits, totale Vernetzung andererseits – was neue Fragen zu Privatsphäre und Autonomie aufwerfe (Quelle: https://www.ad-hoc-news.de/boerse/news/ueberblick/dumbphones-der-digitale-gegenentwurf-wird-zum-trend/68516805)
Kritisch anzumerken ist jedoch: Auch Dumbphones nutzen Mobilfunk und WLAN. Für Menschen mit Elektrohypersensibilität ist dies ein lebensbedrohendes Problem. Wer nicht betroffen ist, kann sich kaum vorstellen, was das bedeutet.
Wir laden heute schon ein zu unserem nächsten Vortrag am Donnerstag 23. April 2026. Thema: Elektrohypersensibilität und Möglichkeiten der Abschirmung elektromagnetischer Felder.
Referent ist Helmut Giesa, ehemals Gesundhaus Reutlingen. Ort: Auwiesenschule Neckartenzlingen, Beginn: 19.30 Uhr. Eintritt frei, über Spenden zur Finanzierung unserer Vorträge sind wir dankbar.

