Petition: 150.000 haben schon unterschrieben! Social-Media-Verbot für Kinder unter 16!

Rückenwind: Fachverbände fordern strenge Regeln für digitale Medien bei Kindern
Die Online – Petition zum Smartphone-Verboten kommt zum richtigen Zeitpunkt. Stand heute haben bereits 150.000 unterschrieben.
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Die Diskussion über Smartphoneverbote ist TOP-Thema. Im März 2026 sprachen sich 81% der Bevölkerung für Verbote aus. Die vielen Unterschriften für die Petition zeigen: die Politik muss handeln.

Hier unterschreiben >>> Petition · Social-Media-Verbot für Kinder unter 16!

Der Initiator der Petition schreibt:

„Ich bin selbst Papa und ich weiß, wie anstrengend das alles sein kann. Und manchmal ist eine Runde Paw Patrol eben genau das, was alle brauchen.

Aber es bleibt ein großer Widerspruch: Wir reden überall über Kinderschutz, nur nicht bei Social Media. Dabei ist Social Media kein harmloser Zeitvertreib. Es ist so gebaut, dass Kinder süchtig werden.

  • Endloses Scrollen.
  • Likes als kleine Dopamin-Schübe.
  • Push-Nachrichten, die dein Kind immer wieder zurückholen.

Das Prinzip ist dasselbe wie beim Glücksspiel: variable Belohnungen, psychologisch perfektioniert. Nur dass Social Media viel zugänglicher ist: Das Casino in der Hosentasche, immer und überall. Und jeder Klick bringt Profit für die Social-Media-Plattformen, auf Kosten der Gesundheit unserer Kinder.

Unsere Forderungen:

  • Wir brauchen ein Social Media Verbot für Kinder unter 16 in Deutschland. Und zwar jetzt.
  • Verbindliche Altersprüfung (z. B. über den Personalausweis).
  • Social-Media-Führerschein ab 16: Aufklärung über Risiken, Datenschutz und digitale Resilienz.
  • Aufklärung in Schulen und Unterstützung für Eltern.
  • Harte Sanktionen für Plattformen, die sich nicht an Regeln halten. ( Australien: 50 Mio. € pro Account )

Bitte unterschreib diese Petition. Die Bundesfamilienministerin Karin Prien hat im Juni 2025 bestätigt, dass sie ein Social Media Verbot für Kinder unter 16 befürwortet.

Lasst uns gemeinsam laut werden, um Frau Prien ins Handeln zu bringen!“

 

Logos Verbände

Rückenwind: Fachverbände fordern strengere Regeln für digitale Medien bei Kindern

Februar 2026. Nun fordern auch die führenden Fachverbände dgjkp (Deutsche Gesellschaft für Kinder-und Jugendpsychiartie, Psychosomatik und Psychotherapie), bkipp (Bundesverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie) und die bag/kjpp (Bundesarbeitsgemeinschaft der Leitenden Klinikärztinnen und -ärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie e. V.) in ihrer Stellungnahme Smartphoneverbote.

>>> Download der Stellungnahme

Sie  fordern deutlich strengere Regeln für die Nutzung digitaler Medien durch Kinder und Jugendliche. Sie sprechen sie sich für klare Altersgrenzen, verbindliche Nutzungsbeschränkungen und eine konsequentere Regulierung kommerzieller Digitalangebote aus, um die psychische Gesundheit Minderjähriger besser zu schützen.

Für Kinder unter drei Jahren empfehlen die Verbände einen vollständigen Verzicht auf digitale Medien. Für Vier- und Fünfjährige solle die tägliche Bildschirmzeit auf maximal 30 Minuten begrenzt und ausschließlich begleitet erfolgen. Ab dem Schulalter verlangen die Fachgesellschaften einen wirksamen gesetzlichen Kinder- und Jugendschutz im digitalen Raum.

Internetfähige Smartphones, bild- und videoorientierte soziale Medien, Messenger-Dienste, Online-Spiele mit Kontaktmöglichkeiten sowie KI-Chatbots sollten demnach grundsätzlich erst ab 14 Jahren genutzt werden dürfen, vor dem 16. Lebensjahr nur eingeschränkt. Voraussetzung seien verpflichtende und verlässliche Altersverifikationen. Zudem fordern die Verbände ein Verbot manipulativer Designmechaniken, die Nutzungszeiten verlängern und Kinder an Konsum binden.

Zur Begründung verweisen die Fachgesellschaften auf zahlreiche Studien, die einen Zusammenhang zwischen früher und intensiver Mediennutzung und psychischen Belastungen zeigen. Genannt werden unter anderem Schlafstörungen, Aufmerksamkeitsprobleme, depressive Symptome, Angststörungen, Verhaltenssüchte sowie Risiken durch Cybermobbing und sexuelle Anbahnung im Netz. Besonders problematisch seien algorithmusgesteuerte Angebote, die gezielt die Verletzlichkeit junger Nutzer ausnutzten.

Neben gesetzlichen Vorgaben fordern die Verbände präventive Maßnahmen wie verbindliche Medienkonzepte in Kitas, einheitlichen Medienkompetenzunterricht ab der Grundschule, Beratung von Eltern im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen sowie ein Verbot privater Smartphones in Schulen bei gleichzeitiger gezielter pädagogischer Nutzung digitaler Technik.

Digitale Medien böten zwar auch Chancen, betonen die Fachgesellschaften. Voraussetzung sei jedoch ein altersangemessener, wissenschaftlich fundierter Schutzrahmen, der die Entwicklung und psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in den Mittelpunkt stelle.

Publikation zum Thema

Bild:diagnose:funk
1. Auflage 2025Format: A5Seitenanzahl: 32, Preis 2,50 Euro (Mitglieder 1,50 Euro) Veröffentlicht am: 30.09.2025 Bestellnr.: 105Sprache: deutschHerausgeber: diagnose:funk

Ratgeber 5: Kinder und Jugendliche in digitalen Zeiten - stark und selbstbestimmt

So fördern Sie die gesunde Entwicklung Ihres Kindes
Autor:
diagnose:funk
Inhalt:
Inzwischen zweifelt niemand mehr: Smartphones und soziale Medien können Kindern und Jugendlichen massiv schaden. Was können Eltern und Schulen tun? Eine pädagogische Herausforderung. Sie ist lösbar. Kurz, konkret und verständlich hilft dabei unser neuer Ratgeber. Der Ratgeber zeigt auf, warum Kinder in erster Linie vielfältige analoge Erfahrungen brauchen – Bewegung, Natur, kreative Aktivitäten und echte soziale Begegnungen. Digitale Medien können diese wertvollen Erlebnisse nicht ersetzen, sondern nehmen nur Zeit, die Kindern für ihre natürliche Entwicklung fehlt. Besonders in den ersten Lebensjahren sollten Bildschirme konsequent gemieden werden, da das Gehirn in dieser Phase am empfindlichsten ist. Zugleich macht die Broschüre Mut und bietet konkrete Hilfestellungen: Sie erklärt, ab welchem Alter Kinder langsam und begleitet an digitale Medien herangeführt werden können, wie Eltern klare Regeln setzen und den Medienkonsum sinnvoll begrenzen. Praktische Tipps für Alltagssituationen – vom Familienessen über den Kindergarten bis zum Grundschulalter – geben Orientierung, wie Medienerziehung verantwortungsvoll gelingt.
Format: DIN B5Seitenanzahl: 156 Veröffentlicht am: 20.05.2025 Bestellnr.: 111, Preis 16,90ISBN-10: 978-3-9820585-5-9Sprache: DeutschHerausgeber: diagnose:media

Gesund aufwachsen in der digitalen Medienwelt

Orientierungshilfe für Eltern und alle, die Kinder und Jugendliche begleiten.
Autor:
Hrsg. Michaela Glöckler
Inhalt:
Viele Beobachtungen und Studien von Experten zeigen, dass der zu frühe Kontakt von Kindern und Jugendlichen mit den neuen Medien mit erheblichen Risiken für ihre Entwicklung und ihre Gesundheit verbunden ist. Wir wissen heute: Erst wenn das Kind seine biologisch notwendigen Entwicklungsschritte in den verschiedenen Lebensabschnitten gut bewältigt hat, kann es die Fähigkeit zu einem kompetenten und selbstbestimmten Medienumgang entwickeln. Das Buch nimmt die übergeordnete Fragestellung auf, was Kinder bzw. Jugendliche für ihre gesunde Entwicklung in verschiedenen Entwicklungsphasen brauchen. Der pädagogische Standpunkt der Autoren versucht eine Balance aufzuzeigen zwischen den Wünschen der Kinder und Jugendlichen und den Einschränkungen, die als Vorsorgemaßnahmen zur Abwendung von Gefahren erforderlich sind.
diagnose:funk
Stand: 08.10.2024Format: DIN A4Seitenanzahl: 37 Veröffentlicht am: 29.08.2024 Sprache: deutschHerausgeber: diagnose:funk

Überblick Nr. 7: Kinder und digitale Medien – Eine pädagogische Herausforderung!


Autor:
diagnose:funk
Inhalt:
Überblick Nr. 7 dokumentiert, warum eine zu frühe und unregulierte Nutzung des Smartphones und anderer digitaler Medien zu negativen Auswirkungen führen kann. Schwerpunktmäßig werden Erkenntnisse der Entwicklungspsychologie und Neurobiologie behandelt. Es werden Lösungsmöglichkeiten für Eltern, Erziehende und die Politik aufgezeigt, um Kinder und Jugendliche vor einer Smartphonesucht zu bewahren.
Bild:diagnose:funk
aktuelle Version: 02.10.2025Format: A4Seitenanzahl: 24 Veröffentlicht am: 02.10.2025 Bestellnr.: 609Sprache: DeutschHerausgeber: diagnose:funk

Überblick Nr. 9: Digitale Bildung - Ausweg aus der Bildungskatastrophe?


Autor:
Peter Hensinger M.A.
Inhalt:
Wie kam es zur „Digitalen Bildung“ und im Schlepptau zur WLANisierung der Schulen? Diese Reform hat eine über 50-jährige Geschichte. Sie kumulierte im Jahr 2017 im Beschluss der Bundesregierung zum Digitalpakt Schule. Mit der „Digitalen Bildung“ sollen die Ziele der neoliberalen Vorstellungen des Homo Oekonomicus, des konditionier- und verwertbaren Menschen, erstmals verwirklicht werden. Das Datensammeln durch die digitalen Medien ist dazu die Voraussetzung. Dieser Hintergrund spielt in der Diskussion fast keine Rolle, obwohl Soziologen und Pädagogen wir Prof. Jochen Krautz und Prof. Richard Münch ihn schon frühzeitig analysierten. Selbst Lehrerverbände verfielen dem inszenierten Hype der digitalen Medien, beschäftigten sich nicht mit dem pädagogischen und ökonomischen Hintergrund. Man kann die Bildungskatastrophe und die Digitale Bildung nur verstehen, wenn man ihre Historie, die pädagogischen Theorien und die ökonomischen Interessen, die sie hervorbrachten, kennt. Von Pädagogen, die diese Hintergründe kennen, gibt es heute eine heftige Kritik und die Forderung nach einer pädagogischen Wende. Dieser Überblick stellt die Geschichte und aktuelle Debatte dar.
Artikel veröffentlicht:
02.03.2026
Autor:
Petition / diagnose:funk
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