Paradigmenwechsel: CDU-Parteitag beschließt einschneidende Social-Media Regelungen

Vorsicht: Ablenkungsdiskussionen zu Smartphone-Verboten beginnen
Die Debatte um die Regulierung der Smartphone- und Social Media Nutzung ist zum TOP-Thema geworden. Auf dem CDU-Parteitag wurde ein Social Media - Verbot bis zum 14. Lebensjahr beschlossen, Cem Özdemir von den Grünen spricht sich vehement für ein Verbot bis zum 16. Lebensjahr aus. Doch gleichzeitig treten jetzt Zweifler auf den Plan, die davor warnen, mit Verboten würde man nichts erreichen. Sie lösen damit Unsicherheiten aus und liefern Argumente, um Verbote zu unterlaufen.
Ministerin Karin Prien (CDU)Bild: Kumi SH; Frank Peter

Es ist ein Paradigmenwechsel. Wer vor einem Jahr noch im Lobbygespräch mit MdBs und MdLs von CDU, SPD, GRÜNEN und DIE LINKE den Vorschlag machte, man müsse die Smartphone- und Social-Media-Nutzung von Kindern und Jugendlichen regulieren und auch Verbote aussprechen, erntete ein mildes Lächeln: Das verkenne wohl die Zeichen der Zeit. So früh wie möglich müssten Kinder ihre Nutzung lernen, um fit für die digitale Welt zu sein. Im März 2025 thematisierte Bildungsministerin Karin Prien die Notwendigkeit von Regulierungen, unter dem Druck ausländischer Regelungen und der Forschung.

Bundeskanzler MerzFoto: Stepro, CC BY-SA 4.0, Wiki

Nun kam das Kanzlerwort, mit dem die Diskussion auch für den CDU-Parteitag freigegeben wurde. Er sei zwar kein Freund von Verboten, doch bei sozialen Medien sehe er die Folgen der fehlenden Regulierung, weshalb eine Regulierung sozialer Medien für Kinder und Jugendliche notwendig sei: „Wenn Kinder heute im Alter von 14 Jahren bis zu fünf Stunden und mehr Bildschirmzeit haben am Tag, wenn die gesamte Sozialisation nur noch über dieses Medium stattfindet, dann brauchen wir uns über Persönlichkeitsdefizite und Probleme im Sozialverhalten von jungen Menschen nicht zu wundern.“ (Podcast „Machtwechsel“, 18.2.2026)

  • „Aber das Argument, man muss Kinder heranführen, damit sie es können, trägt ehrlich gesagt nicht. Dann müssten sie auch Alkohol schon in der Grundschule ausgeben, damit sie sich daran gewöhnen.“ (Badische Zeitung 19.2.2026)

Der Parteitag folgte am 21.02.2026 Kanzler Merz! Die Tagesschau meldet:

  • „Die CDU hat sich dafür ausgesprochen, zum Schutz von Kindern und Jugendlichen ein Mindestalter von 14 Jahren für soziale Medien einzuführen. Der Landesverband Schleswig-Holstein hatte das Thema angestoßen. Ihr ursprünglicher Antrag sah eine Altersgrenze von 16 Jahren vor. In Absprache mit anderen Landesverbänden wurde diese aber gesenkt. Der angenommene Antrag sieht darüber hinaus auch für die etwas älteren Jugendlichen bis zum 16. Lebensjahr ein besonderes Schutzbedürfnis im digitalen Raum … Unabhängig davon stimmten die CDU-Delegierten einem Antrag zu, der bundesweite Regeln für Handys in Schulen fordert. Demnach sollen bis einschließlich zur 10. Klasse an allen Schulen verbindliche Schutzzonen geschaffen werden. Darin soll die private Nutzung von digitalen Endgeräten während des Unterrichts und den Pausen verboten sein.“ (Tagesschau 21.02.2026)
Cem ÖzdemirR.Spekking CC BY-SA 40

Cem Özdemir hat Verharmlosungen satt: Schalter umlegen!

Damit schließt sich die CDU dem SPD-Vorschlag vom 16.02.2026 an. Politiker von CDU, SPD und GRÜNE, bisher glühende Verfechter des Smartphone-Hypes, fordern jetzt vehemt Jugendschutzregelungen. Auch Cem Özdemir (Grüne) hat seine Meinung korrigiert:

 

 

  • „Wenn ich sehe, was die sozialen Medien an Verwüstungen bei unseren Kindern anrichten, dann ist vielleicht einer der wesentlichsten Punkte, dass wir den Schalter so schnell wie möglich umlegen. Dass es endlich eine Altersgrenze von 16 Jahren für Tiktok und Co gibt … Ich habe es satt, dass immer gesagt wird, die Kinder verlören dadurch Digitalkompetenz. Die kriegt man nicht, indem man Gewaltvideos oder Pornos schaut.“ (Badische Zeitung 19.2.2026)

Diagnose:funk begrüßt diesen Paradigmenwechsel, den Abschied vom Fortschrittsnarrativ, auch als Einstieg in die Debatte um die Digitale Bildung. Der Ordinarius für Schulpädagogik Klaus Zierer hat aus gutem Grund vorgeschlagen, die Digitalisierung der Erziehungseinrichtungen rückgängig zu machen. Das Ergebnis seiner Metastudie:

  • „Je länger sich Kinder und Jugendliche in ihrer Freizeit mit ihren Smartphones beschäftigen und je mehr Zeit sie in sozialen Medien verbringen, desto geringer ist die schulische Lernleistung“ (Pädagogische Rundschau, 75. Jg, 2021, S.377-392).
Leistungsabfall an Schulen: Anteil der Digitalisierung daran wissenschaftlich nachgewiesenGrafik:diagnose:funk

Tiktok - affine Zweifler melden sich zu Wort

Doch die CSU, die Linke und die AfD lehnen diese Positionen als Bevormunds- und Verbotspolitik ab. Das ist erklärbar. „Das Sein bestimmt das Bewusstsein!“, die Linke und die AfD verdanken ihre Wahlerfolge, v.a.unter Jugendlichen, ihren Social Media-Kampagnen, und CSU-Söder pflegt seinen politischen Narzissmus in täglichen Tiktok und Instagram-Videos beim Weisswurst- und Döner-Essen. Das macht die drei reflexionsunfähig.

Doch ihr Argument, ein Verbot bringe nichts, nimmt die weitere Schädigung der Kinder und Jugendlichen in Kauf. Die Argumentation ist naiv oder demagogisch. Sie unterstellt, die Befürworter von Verboten hätten außer Verboten kein Konzept. Das bedient das Klischee der Bevormundungs-Politik. In Wirklichkeit wird damit die Bevormundungspolitik der IT-Konzerne weiter zugelassen und ein gesetzlicher Jugendschutz in Frage gestellt. Kinder- und Jugendschutz erfordert Verbote, incl. Aufklärung, Prävention und Alternativen. Ohne ihn würden die Kinder weiter den täglichen „Verwüstungen“ (Özdemir) ausgeliefert. Diese Verantwortungslosigkeit der Verbotskritiker ist entweder damit erklärbar, dass die CSU, Linke und AfD die bildungspolitische, pädagogische, psychologische und medizinische Diskussion nicht kennen, oder, was wir nicht hoffen, auf der Seite der IT-Konzerne stehen.

Grafiken:diagnose:funk, Datengrundlage aus anxiousgeneration.com

Gefahrenabwehr weiterer „Verwüstungen“ (Cem Özdemir)

Die altersangepassten Verbote als Sofortmaßnahme führen zum unmittelbaren Schutz, sind also eine kurzfristige Gefahrenabwehr. Die „Verbots“-Vorschläge sind aber schon immer eingebettet in ein Maßnahmenbündel. Allerdings: Die Fi­xierung auf die Suggestivfrage: „Wie setzen wir digitale Medien ein?“ lenkt gezielt und verkaufsfördernd in eine falsche Rich­tung. Es geht darum: Wie lernt ein Kind? Wie reift das Gehirn? Was brauchen Kinder, um gesund aufzuwachsen, damit sich ihre Sinne herausbilden, sich Reflexionsfähigkeit und Selbstbewusstsein entwickeln? 

Die Neurobiologin Prof. Gertraud Teuchert-Noodt forderte bereits 2016 in ihrem Artikel „Ein Bauherr beginnt auch nicht mit dem Dach“ auf Grund eigener Forschungsergebnisse einen Stopp der Digitalisierung der Erziehungseinrichtungen und die Orientierung an den Erkenntnissen über eine gesunde Gehirnentwicklung:

  • „Eine Kindheit ohne Computer ist der beste Start ins digitale Zeitalter“ (Lembke, Leipner 2015). Diese These von Lembke und Leipner wirkt überhaupt nicht paradox, wenn wir eine Brücke zur Neurobiologie schlagen. Wer den Einfluss digitaler Medien auf Kinder reduziert, fördert ihre Gehirnentwicklung, denn die späteren Jugendlichen und Erwachsenen brauchen hohe kognitive Fähigkeiten, um digitale Herausforderungen zu bewältigen. Auch die Entwicklungspsychologie zeigt, dass Kinder erst ab etwa 12 bis 14 Jahren langsam in der Lage sind, ihre vollen kognitiven Potenziale zu entfalten. Davor ist eine gesunde senso-motorische Entwicklung nötig, die durch den Ruf nach einer „frühen Medienkompetenz“ gefährdet ist. Wir brauchen dringend digitalfreie Oasen in Kindergärten und Grundschulen. Erst dann haben die weiterführenden Schulen eine Chance, bei Jugendlichen eine echte mediale Kompetenz aufzubauen – auch im Umgang mit digitalen Medien.“

Programmatisch hatte eines der ersten Bücher den positiven Titel  „Medienmündig“ (2018), verfasst von Prof. Paula Bleckmann. Dutzende Bücher erschienen, die Alternativen vorschlagen, zuletzt die Online-Publikation der GEW-Hessen mit der Konzeption der altersgerechten, antizyklischen Medienbildung.

Die Initiatoren des Appells der 75 Experten: Dr. Uwe Büsching, Dr. Mario Gerwig, Peter Hensinger MA, Prof. Ralf Lankau, Prof. Manfred Spitzer, Prof. Klaus ZiererBilder: privat

CSU, Linke und AfD ignorieren, dass zuletzt 2023 im Appell der 40 Experten und 2025 im Appell der 75 Experten umfassende, altersgerechte Konzepte einer Erziehung zur Medienmündigkeit vorgeschlagen wurden, in denen das Verbot ein Bestandteil von einem Bündel an Maßnahmen ist, übrigens auch die Loslösung von den IT-Konzernen.

Warum haben eigentlich alle (!!) Parteien bisher diese wissenschaftsbasierten Konzepte ignoriert und auf die vielen Briefe, die vom Bündnis für humane Bildung und diagnose:funk an sie gingen, bis vor kurzem stereotyp geantwortet: Digitalisierung sei der Fortschritt, und der müsse schon im Kindergarten beginnen!? Seit 2017 fordern wir eine Erziehung zur Medienmündigkeit, ein umfassendes Curriculum, wie Kinder auf den digitalen Wandel vorbereitet werden können und müssen.

 

Erfinder und Nutznießer der Digitalen BildungMontage:diagnose:funk

Die neue Taktik des kritischen Begleitens

Der Digitalpakt Schule 2017 wurde von den IT-Konzernen initiiert, ohne Beteiligung von Erziehungswissenschaftlern. Microsoft Deutschland schrieb 2015: „Bildung ist die Grundlage für
ein Digitales Wirtschaftswunder. Dafür brauchen wir jetzt einen Digitalen Bildungspakt für Deutschland.“ Das Microsoft-Thesenpapier für die Politik enthielt konkrete Forderungen: „Es liegt in der Verantwortung der Bundespolitik, (…) Vorreiter und Förderer für die Digitalisierung der Bildung zu sein“. Die Bundesregierung folgte den Vorschlägen der IT-Konzerne und öffnete ihnen das Geschäftsfeld Schule (GEW Dossier 2019, Schulforum Berlin 2025). Das Konzept ist gescheitert, die Bildungskatastrophe vertiefte sich. Seit die massiven Schädigungen nicht mehr zu leugnen sind, propagieren die IT-Konzerne das Konzept der möglichst früh begleiteten Smartphone-Nutzung, um damit Kinder gegen Gefahren zu immunisieren: Man dürfe die Kinder nicht alleine lassen! Man müsse schon die Kleinkinder zum kritischen Umgang mit dem Smartphone erziehen und sie bei der Nutzung begleiten. Eine Bullshit-Argumentation, die jegliche Kenntnisse über die Gehirn- und Sinnesentwicklung vermissen lässt. Warum dies bei Kindern, die noch über keine Impulskontrolle verfügen, nicht möglich ist, sondern sie damit der Droge Smartphone und den IT-Konzernen ausgeliefert werden, ist von der Neurobiologie (Teuchert-Noodt 2023, Grafen 2025) und Psychologie (Paschke / Thomasius 2024) geklärt. Es gibt derzeit zwei Taktiken, um ein Verbot zu unterlaufen:

  1. Man zweifelt seine Wirksamkeit an und blendet vorliegende Forschungsergebnisse und Konzepte einer Erziehung zur Medienmündigkeit aus. Man fordert umfassende Untersuchungen und Konzepte und suggeriert, diese gäbe es nicht. Man nennt das die Taktik der verwirrenden Debatten, mit Analyseforderungen wird eine Paralyse durch Analyse herbeigeführt.
  2. Man gründet einen Arbeitskreis, der zunächst viele scheinbar noch offene Fragen klären müsste, gibt sich antikapitalistisch und fordert, zuerst müssten sich die IT-Konzerne ändern, wohlwissend, dass das evtl. Jahre dauern wird. So verhindert man Sofortmaßnahmen und verschafft den Konzernen Zeit. 

Die IT-Branche will Zeit gewinnen, denn sie setzt auf noch mehr Digitalisierung und konzentriert sich gerade auf die Lobbyarbeit für die Integration der Künstlichen Intelligenz in den Unterricht. 

Pädagogische Literatur, Titel: Verlage

Wir setzen auf die Lernfähigkeit, auch bei den anderen Parteien. Sie sollten die gegenwärtige Diskussion, die Beschlüsse von CDU und SPD, zum Anlass nehmen, um sich mit der Literatur zur bildungspolitischen Forschungslage zu beschäftigen. So steht z.B. auf der Homepage der Rosa-Luxemburg-Stiftung der Linken die Publikation von Prof. Tim Engartner „Ökonomisierung schulischer Bildung. Analysen und Alternativen“, die erklärt, warum die Digitalisierung der Bildung ein Geschäftsmodell der Konzerne ist, das wesentlich auf der Tablet- und Smartphone-Nutzung beruht. Und welche negativen Folgen das hat. Diese Publikation sollte man einfach mal lesen oder gleich das neue Buch von Tim Engartner „Raus aus der Bildungsfalle. Warum wir die Zukunft unserer Kinder gefährden“ (2024).

Zur aktuellen Anzweifel - Diskussion hat Prof. Ralf Lankau zwei Artikel verfasst:

Ralf Lankau (2026): Regeln für Social Media als Kinder- und Jugendschutz. Parteiübergreifender Konsens über Altersbeschränkungen für Social Media

Prof. Ralf Lankau (2026): „Social Media erst ab 16: Die juristisch relevanten Argumente“.

Interview mit Prof. Ralf Lankau zu den vielfältigen Auswirkungen der Digitalisierung auf Kinder und Jugendliche: Schüler-ID, Bildungs-TÜV und das falsche Menschenbild. Auf dem Weg zur Konditionierungsanstalt in einer Schule ohne Lehrer.

Warum dieser politische Paradigmenwechsel nach der Publikation der "Leitlinie zum dysregulierten Bildschirmmediengebrauch" von 11 deutschen Fachverbänden im Jahr 2023 zwingend eingeleitet werden muss, analysierte auf Grund der bildungspolitischen Debatte und der Forschungslage: 

Peter Hensinger (2023): Paradigmenwechsel ante portas: „Leitlinie zur Prävention dysregulierten Bildschirmmediengebrauchs in Kindheit und Jugend“ erschienen – Eine Einordnung, umwelt-medizin-gesellschaft, 4/2023

>>> Unsere Artikelserie zur digitalen Bildung

>>> Homepage Bündnis für humane Bildung: https://die-pädagogische-wende.de/

Vertiefende Informationen

Warum die Digitale Bildung und die Tablet- und Smartphone-Nutzung in KiTa und Schule Teil der neoliberalen Schulreform sind, initiiert vom bildungsindustriellen Komplex (Richard Münch), darüber informieren unsere Überblicke Nr. 9 und Nr. 7 (s.u.).

Publikation zum Thema

Bild:diagnose:funk
aktuelle Version: 02.10.2025Format: A4Seitenanzahl: 24 Veröffentlicht am: 02.10.2025 Bestellnr.: 609Sprache: DeutschHerausgeber: diagnose:funk

Überblick Nr. 9: Digitale Bildung - Ausweg aus der Bildungskatastrophe?


Autor:
Peter Hensinger M.A.
Inhalt:
Wie kam es zur „Digitalen Bildung“ und im Schlepptau zur WLANisierung der Schulen? Diese Reform hat eine über 50-jährige Geschichte. Sie kumulierte im Jahr 2017 im Beschluss der Bundesregierung zum Digitalpakt Schule. Mit der „Digitalen Bildung“ sollen die Ziele der neoliberalen Vorstellungen des Homo Oekonomicus, des konditionier- und verwertbaren Menschen, erstmals verwirklicht werden. Das Datensammeln durch die digitalen Medien ist dazu die Voraussetzung. Dieser Hintergrund spielt in der Diskussion fast keine Rolle, obwohl Soziologen und Pädagogen wir Prof. Jochen Krautz und Prof. Richard Münch ihn schon frühzeitig analysierten. Selbst Lehrerverbände verfielen dem inszenierten Hype der digitalen Medien, beschäftigten sich nicht mit dem pädagogischen und ökonomischen Hintergrund. Man kann die Bildungskatastrophe und die Digitale Bildung nur verstehen, wenn man ihre Historie, die pädagogischen Theorien und die ökonomischen Interessen, die sie hervorbrachten, kennt. Von Pädagogen, die diese Hintergründe kennen, gibt es heute eine heftige Kritik und die Forderung nach einer pädagogischen Wende. Dieser Überblick stellt die Geschichte und aktuelle Debatte dar.
diagnose:funk
Stand: 08.10.2024Format: DIN A4Seitenanzahl: 37 Veröffentlicht am: 29.08.2024 Sprache: deutschHerausgeber: diagnose:funk

Überblick Nr. 7: Kinder und digitale Medien – Eine pädagogische Herausforderung!


Autor:
diagnose:funk
Inhalt:
Überblick Nr. 7 dokumentiert, warum eine zu frühe und unregulierte Nutzung des Smartphones und anderer digitaler Medien zu negativen Auswirkungen führen kann. Schwerpunktmäßig werden Erkenntnisse der Entwicklungspsychologie und Neurobiologie behandelt. Es werden Lösungsmöglichkeiten für Eltern, Erziehende und die Politik aufgezeigt, um Kinder und Jugendliche vor einer Smartphonesucht zu bewahren.
Bild:diagnose:funk
1. Auflage 2025Format: A5Seitenanzahl: 32, Preis 2,50 Euro (Mitglieder 1,50 Euro) Veröffentlicht am: 30.09.2025 Bestellnr.: 105Sprache: deutschHerausgeber: diagnose:funk

Ratgeber 5: Kinder und Jugendliche in digitalen Zeiten - stark und selbstbestimmt

So fördern Sie die gesunde Entwicklung Ihres Kindes
Autor:
diagnose:funk
Inhalt:
Inzwischen zweifelt niemand mehr: Smartphones und soziale Medien können Kindern und Jugendlichen massiv schaden. Was können Eltern und Schulen tun? Eine pädagogische Herausforderung. Sie ist lösbar. Kurz, konkret und verständlich hilft dabei unser neuer Ratgeber. Der Ratgeber zeigt auf, warum Kinder in erster Linie vielfältige analoge Erfahrungen brauchen – Bewegung, Natur, kreative Aktivitäten und echte soziale Begegnungen. Digitale Medien können diese wertvollen Erlebnisse nicht ersetzen, sondern nehmen nur Zeit, die Kindern für ihre natürliche Entwicklung fehlt. Besonders in den ersten Lebensjahren sollten Bildschirme konsequent gemieden werden, da das Gehirn in dieser Phase am empfindlichsten ist. Zugleich macht die Broschüre Mut und bietet konkrete Hilfestellungen: Sie erklärt, ab welchem Alter Kinder langsam und begleitet an digitale Medien herangeführt werden können, wie Eltern klare Regeln setzen und den Medienkonsum sinnvoll begrenzen. Praktische Tipps für Alltagssituationen – vom Familienessen über den Kindergarten bis zum Grundschulalter – geben Orientierung, wie Medienerziehung verantwortungsvoll gelingt.
Format: DIN B5Seitenanzahl: 156 Veröffentlicht am: 20.05.2025 Bestellnr.: 111, Preis 16,90ISBN-10: 978-3-9820585-5-9Sprache: DeutschHerausgeber: diagnose:media

Gesund aufwachsen in der digitalen Medienwelt

Orientierungshilfe für Eltern und alle, die Kinder und Jugendliche begleiten.
Autor:
Hrsg. Michaela Glöckler
Inhalt:
Viele Beobachtungen und Studien von Experten zeigen, dass der zu frühe Kontakt von Kindern und Jugendlichen mit den neuen Medien mit erheblichen Risiken für ihre Entwicklung und ihre Gesundheit verbunden ist. Wir wissen heute: Erst wenn das Kind seine biologisch notwendigen Entwicklungsschritte in den verschiedenen Lebensabschnitten gut bewältigt hat, kann es die Fähigkeit zu einem kompetenten und selbstbestimmten Medienumgang entwickeln. Das Buch nimmt die übergeordnete Fragestellung auf, was Kinder bzw. Jugendliche für ihre gesunde Entwicklung in verschiedenen Entwicklungsphasen brauchen. Der pädagogische Standpunkt der Autoren versucht eine Balance aufzuzeigen zwischen den Wünschen der Kinder und Jugendlichen und den Einschränkungen, die als Vorsorgemaßnahmen zur Abwendung von Gefahren erforderlich sind.
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