Kommentar der Woche von Kern & Hauser

November 2025
Die Kommentare der Woche befassen sich mit aktuellen Themen der Mobilfunkpolitik. Sie werden verfasst von Prof. a.D. Helmuth Kern und dem Journalist Bert Hauser. Beide Autoren sind Vorsitzende der Ortsgruppe "InfoMobilFunk Neckartenzlingen und Umgebung" im Mobilfunk Bürgerforum e.V. Die Kommentare werden monatsweise an dieser Stelle in einem Artikel zusammengefasst. Jede mobilfunkkritische Bürgerinitiative kann sich dieser Kommentare von Kern & Hauser frei bedienen, sie selbst weiter veröffentlichen und damit Infoarbeit leisten. Bitte als Quellenangabe diagnose-funk.org/kommentar angeben.
Kern & Hauser, Bild: Ingrid Schaeffer

26.11.2025

Wir informieren: Social Media – Verbote für Kinder und Jugendliche in Australien und Dänemark (Teil 1)

Ab dem 10. Dezember 2025 werden in Australien die meisten sozialen Medien für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren verboten. Laut einer Meldung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vom 6. November 2025 wurden zwei weitere Plattformen, das Internet-Forum Reddit und die australische Live-Streaming-Plattform Kik.com, die mit Twitch konkurriert, zum Verbot hinzugefügt. Das teilte die zuständige Online-Sicherheitsbehörde eSafety mit. Zu den bereits verbotenen Anbietern gehören TikTok, Snapchat, YouTube, Facebook und Instagram. Wer den Vorgaben nicht entspricht und keine wirksamen Maßnahmen implementiert, dem drohen Strafen von bis zu 49,5 Millionen australischen Dollar, was 28 Millionen Euro entspricht. Die Online-Sicherheitsbeauftragte Julie Inman Grant begründet das Verbot damit, dass ein späterer Zugang zu den sozialen Medien den jungen Menschen "wertvolle Zeit" schenke, um sich ohne die "mächtigen unsichtbaren Kräfte der undurchsichtigen Algorithmen und endlosen Funktionen" zu entwickeln. Messaging-Dienste, E-Mail, Sprach- und Videoanrufe, Online-Spiele und Bildungsangebote sind vom Verbot ausgenommen. (Quelle: Nürtinger Zeitung, 6.11. 2025)

In Dänemark sollen Social Media erst ab 15 Jahren erlaubt werden. Dort begründet die Regierung ihr Vorhaben damit, dass durch Social Media Wohlbefinden und Sozialleben der Jüngsten negativ beeinflusst werden. Mit Erlaubnis der Eltern dürfen 13-Jährige auf Tiktok aktiv werden. Doch wenn auch am Ende 13 Jahre zur faktischen Altersgrenze werde, sei damit schon viel gewonnen, ließ die dänische Kinderschutzorganisation „Red Barnet“ verlautbaren. Kontrolliert werden soll das Verbot mit einer eigenen App zum Altersnachweis. Dänemarks Ziel ist der Schutz junger Menschen. (Quelle: Taz, 9.11.2025 https://taz.de/Social-Media-Verbot-fuer-Kinder/!6128215)

In der Bundesrepublik Deutschland gewinnt die Diskussion in der Politik auch an Fahrt – doch die Sichtweisen sind unterschiedlich. Und: Die Umsetzung ist ein Problem. Dazu ist ein Artikel des Autorenteams Simon Berlin, Valerie Höhne und Vivien Timmler „Jugend schützen – aber wie“ in der Süddeutschen Zeitung vom 16. November sehr erhellend.

In Teil 2 informieren wir über diesen Beitrag.


Quelle: InfoMobilFunk Neckartenzlingen

19.11.2025

Wir informieren: Mediziner begrüßt Empfehlung zum Handyverbot

Zum Vortrag, der am Donnerstag, 13.11.2025 in der Aula der Auwiesenschule Neckartenzlingen stattfand, verfasste Bert Hauser, der 2. Vorsitzende von InfoMobilFunk Neckartenzlingen und Umgebung folgende Pressemitteilung:

Neckartenzlingen – „Ich bin froh über die klare Empfehlung der Wissenschaft für ein Handyverbot bei Kindern und Jugendlichen“. Dies sagte der Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin Dr. Hartmut G. Horn (Burladingen) bei einem Vortrag in der vergangenen Woche in Neckartenzlingen. Vor etwa 100 hochinteressierten Zuhörern bezog sich Horn dabei auf eine Empfehlung der Leopoldina, der nationalen Akademie der Wissenschaften, die vor kurzem im Deutschen Ärzteblatt (16/2025) einen Artikel veröffentlicht hatte, in dem es heißt: „Wir empfehlen, die Nutzung von Smartphones in Kitas und Schulen bis einschließlich Klasse 10 zu untersagen.“ (vgl. https://www.leopoldina.org/presse-1/nachrichten/altersgrenzen-fuer-social-media-diskussionspapier-empfiehlt-besseren-schutz-von-kindern-und-jugendlichen/) In dem Artikel ist nach Angaben von Horn die wissenschaftlich hochrangige Literatur zu den Risiken der Sozialen Medien und des Mobilfunks zusammengefasst.

Als zweiter Referent der vom Bürgerforum „InfoMobilFunk Neckartenzlingen und Umgebung“ organisierten Abendveranstaltung mit dem Titel „Elektrosmog im Alltag“ erläuterte der Elektrotechniker Dr. Hartung Wilstermann (Aichtal) eine Reihe von Empfehlungen zur Abschirmung vor riskanter Strahlung. Sein wichtigster Hinweis: „Es kommt immer auf die Dosis an“. Nachts sollte man das Handy „immer ganz ausschalten und nicht in die Nähe des Bettes legen“. Tagsüber auch nicht mit dem Handy am Kopf telefonieren, sondern ein Headset mit Kabel verwenden. Im Auto, einem „Faradayschen Käfig“, sollte man nach seiner Meinung das Handy ebenfalls ausschalten, weil die hochfrequente Strahlung eines Smartphones dort automatisch sehr deutlich verstärkt wird. Er empfahl weiterhin, einen Router, das Verbindungsgerät zwischen dem Heimnetzwerk und dem Internet, nie in einem Schlaf- oder Wohnzimmer zu installieren.

Abschirm-Empfehlungen gab auch Dr. Horn. Er berichtete über seine ärztlichen Erfahrungen mit Schülern und erwachsenen Patienten, die unter Mobilfunkstrahlung und unter Radarschäden litten. So konnte er einen 50-jährigen Patienten helfen, der an zahlreichen gesundheitlichen Problemen litt, wie z.B. verquollenen Augen, schlechtem Schlaf und schlechtem Erinnerungsvermögen. Bei ihm vermutete er Schäden durch den Flughafen-Radar und empfahl ihm, einen Abschirm-Baldachin über seinem Bett anzubringen. Wie Wilstermann vertrat auch Horn die Auffassung, dass man „vieles zu Hause selbst regeln kann“, um sich vor schädlicher Mobilfunkstrahlung zu schützen. So könne man Wände mit „leitender Farbe“ versehen (Farbe, die etwa mit Grafit versetzt ist und Strom leiten kann) und Vorhänge mit Metallfäden in der Wohnung anbringen, um sich vor gefährlicher Strahlung zu schützen.

Horn berichtete weiter davon, dass heute auch schon viele Kleinkinder Gesundheitsschäden aufweisen, weil ihre Eltern in ihrer Nähe oder sie selbst den Mobilfunk zu lange nutzen. Eine Tübinger Forscherin habe kürzlich darauf hingewiesen, dass bei 4- bis 5-jährigen Kindern vermehrt die motorischen Fähigkeiten zu schwach ausgebildet seien, dass sie ein wachsendes Problem mit Übergewicht und Schlafstörungen hätten, dass die Kurzsichtigkeit bei ihnen zunehme, die soziale und emotionale Kompetenz sowie die Fähigkeit zum Spracherwerb dagegen abnehme. Schwangerschafts-Ultraschall-Untersuchungen hätten belegt, dass es schon bei ungeborenen Kindern zu Gehirnschäden komme, wenn sich die Mutter zu sehr dem Mobilfunk aussetze.

Der Mediziner wies darauf hin, dass alle Gewebe und alle Zwischenräume im Körper mit einer „Meerwasser-ähnlichen Flüssigkeit“ angefüllt seien, dass diese Flüssigkeit elektrisch leitfähig sei und sich „alle Organe ununterbrochen mittels elektrischer Impulse Informationen zusenden.“ Es könne zu Störungen und Schäden kommen, wenn diese körpereigenen, schwach elektrischen Ströme durch hochfrequente Strahlungen von außen behindert oder gestört würden. Dies sei besonders gefährlich bei der sogenannten „Blut-Hirn-Schranke“. Störungen in diesem Bereich seien bei Kindern und Jugendlichen der Grund für Schäden bei der Entwicklung des Gehirns.

Zum Abschluss der Veranstaltung beantworteten die beiden Referenten noch eine Reihe von Fragen aus dem Publikum. Helmuth Kern, der 1. Vorsitzende von „InfoMobilFunk Neckartenzlingen“ bedankte sich für den informativen Abend. Er wiederholte mit Blick auf Sendemasten, Handys und andere Geräte, in deren Nähe eine hohe Strahlung auftritt, ein weiteres Motto der beiden Referenten: “Der Abstand ist mein Freund!“ Nur wer sich konsequent daran halte, könne die Strahlendosis und ihr Risiko deutlich reduzieren.


Kern & Hauser, Bild: Ingrid Schaeffer

12.11.2025

Wir informieren: „Rettet die Kindheit“ – warum dieses Buch jetzt nötig ist!

Bereits die Umschlaggestaltung des Buches von Maja Lunde „Rettet die Kindheit“ visualisiert die Botschaft der norwegischen Medienwissen- schaftlerin, die sich seit vielen Jahren auch mit der Bildung und den langfristigen Folgen der ausufernden Handynutzung von Kindern und Jugendlichen beschäftigt. In der Mitte des Umschlags: Ein fröhlicher Sprung eines kleinen Mädchens hinein in ein Leben, das Lust macht am Spielen, Lust macht am Lernen. Eine Umschlaggestaltung mit emotionaler Aussagekraft, sehr wirkmächtig komponiert.

In fünf Teile ist dieses Buch gegliedert. Jedes Kapitel wird eingeleitet von einem Zitat aus Michael Endes Märchen-Roman "Momo oder Die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte".

Teil 1 „Eine neue Kindheit“ beginnt mit dem Kapitel „Wie die Stunden-Blumen verschwinden“ so: „‚Bring the world closer together‘, sagt Mark Zuckerberg. Doch die Technologie, mit der wir uns umgeben und an der wir uns festhalten, bringt uns nicht näher zusammen. Sie erzeugt Distanz und führt zu Einsamkeit. Am stärksten von dieser digitalen Einsamkeit betroffen sind unsere Kinder.“ Hier wird die Intention der Autorin deutlich: Wege aufzuzeigen, wie Kinder aus dieser digitalen Einsamkeit gerettet werden können, wie sie den Sprung in ein lebensvolles Leben schaffen.

Vier grundlegende Fragen werden in den Teilen 2–5 gestellt und Lösungswege aufgezeigt:
„Was entgeht unseren Kindern?“ (Teil 2),
„Wie konnte es dazu kommen?“ (Teil 3),
„Was tun?“ (Teil 4) und
„Wo anfangen“ (Teil 5).
Hier nennt die Autorin ihre Motivation, das Buch zu schreiben – eine Motivation, die anstecken kann, weil sie zum Handeln auffordert: „Ich bin einfach nur wütend“, schreibt sie dort. „Ich bin wütend darüber, dass wir die Digitalisierung der Kindheit zugelassen haben. Wütend darüber, dass unsere Kinder zu Waren in der Aufmerksamkeitsökonomie geworden sind. Wütend darüber, dass wir das erlaubt haben, dass wir das Argument, das ‚Digitale ist gekommen, um zu bleiben‘, akzeptiert haben, ohne es zu hinterfragen. … Aber Wut ist eine starke Kraft und Motivation. … Ich weiß, dass ich mit meiner Wut nicht allein bin. Und wenn Sie, genau wie ich, in den letzten Jahren diese Wut und diese Frustration empfunden haben, hoffe ich, dass beides Sie zum Handeln motiviert. … Wir brauchen weitaus mutigere Politiker, aber der Mut der Politiker fällt nicht vom Himmel herab, er wächst von unten heran, wächst durch den Druck der Bevölkerung, durch uns selbst. … In Momo wird Zeit zu einer Ware – etwas, das gespart und verwaltet werden kann. Dies spiegelt die Tendenz des Marktliberalismus wider, fast alle Aspekte des gesellschaftlichen Lebens in handelbare Güter zu verwandeln. … Momo hingegen symbolisiert den Widerstand gegen diesen Ansatz. Mit Hilfe ihrer Fähigkeit, sich Zeit zu nehmen und zuzuhören, veranschaulicht sie die Bedeutung von menschlichem Kontakt, menschlicher Nähe und Kreativität.“

Es ist ein leidenschaftliches Buch, voller sofort und einfach umzusetzender Maßnahmen. Maßnahmen, die auch die Erwachsenen betreffen. Es ist ein mutmachendes Buch, ein Buch, das Hoffnung macht, etwas verändern zu können, ein Buch, mit dem die Kindheit gerettet werden kann – wenn man es denn ernsthaft will.

„Es ist an der Zeit, dass wir uns zusammentun. Wir brauchen sowohl nationale als auch inter- nationale Kontrolle und Regulierung. Wir brauchen einen neuen gemeinsamen Normenkatalog für Kinder und Technologie. Wir Erwachsenen müssen zusammenstehen – in unserem Land, in unserer Kommune, in der Schule, in der Klasse, in der Elterngruppe. Die übermäßige Bildschirmnutzung ist ein gesellschaftliches Problem, und gesellschaftliche Probleme lösen wir gemeinsam, durch politische Maßnahmen und Änderungen der Norm.“ (Aus: „Was tun?“, Teil 4, S. 165)

Maja Lunde: Rettet die Kindheit, 2025, btb-Verlag, Paperback, 286 S.; 18 Euro

Herzliche Einladung zu unserer Informationsveranstaltung am Donnerstag, 13. November 2025 mit Dr. med. Hartmut G. Horn und Dr.-Ing Hartung Wilstermann in der Aula der Auwiesenschule Neckartenzlingen. Beginn: 19.30 Uhr

Die beiden Referenten, ein Arzt und ein Elektro-Ingenieur werden sprechen zu: „Elektrosmog im Alltag – Gesundheitliche Auswirkungen – Möglichkeiten der Abschirmung“. Es wird deutlich werden, wie sich verschiedene Strahlungsquellen auf die Gesundheit auswirken und wie durch teilweise einfache Maßnahmen eine Reduktion oder Vermeidung möglich ist. Zur Sprache werden kommen:

- Elektrosmog durch PV-Anlagen im Alltag
- Elektrosmog durch E-Fahrzeuge im Alltag
- Elektrosmog durch Hochspannungsleitungen im Alltag
- Elektrosmog durch Mobilfunk und WLAN im Alltag
- Einfache Maßnahmen gegen Elektrosmog zu Hause für Jedermann
- Aufwendige Maßnahmen gegen Elektrosmog durch Fachleute

Der Eintritt ist frei. Über Spenden freuen wir uns.


Quelle: InfoMobilFunk Neckartenzlingen

04.11.2025

Wir informieren: Nutzt Schulbücher aus Papier, lasst Kinder mit der Hand schreiben, trainiert die Konzentration (Teil 2 und Schluss)

In einem Interview, das DER SPIEGEL mit der Bestsellerautorin Maja Lunde in Oslo vor kurzem geführt hat, wird sehr deutlich, wie kritisch die Medienwissenschaftlerin die bisher forcierte Digitalisierung der Schule in Norwegen sieht und was sie Deutschland rät, um nicht auf diesen Irrweg zu geraten. Im 2. Teil unserer Information wird verständlich, was für Maja Lunde inhaltsorientierte Schule bedeutet, wie eine zielführende Diskussion um die Digitalisierung geführt werden müsste und wie 2040 der Umgang mit digitalen Medien aussehen könnte.

Auf die Frage: „Was raten Sie Deutschland?“ antwortet Lunde: „Nutzt Schulbücher aus Papier, lasst Kinder mit der Hand schreiben, trainiert die Konzentration.“ Grundlegendes macht diese Antwort deutlich: Im Mittelpunkt dieses Lehr-und Lernansatzes steht die originale Begegnung, steht sinnliche, authentische Tätigkeit und Koordinationsfähigkeit und steht die Erfahrung des Zentrierens auf eine Aufgabe, willentliche Anstrengung und die Fähigkeit, sich nicht ablenken zu lassen. Inhaltsorientierte Schule ist für Lunde eine Schule, in der die Kinder die Dinge mit den Händen begreifen müssen. Erleben, „dass sie in der Welt sind – und nicht nur deren Replik betrachten.“ Neu sind diese Lernansätze nicht, immer wieder wurden sie im letzten Jahrhundert gefordert, erprobt und ihre Tragfähigkeit erfahren. Lernen kann Arbeit sein, kann mühsam sein.

Doch gerade so können wichtige Erfahrungen gemacht werden. Gefragt, was sie einem Schüler antworte, der frage, warum er sich die Mühe machen solle, Bücher zu lesen, wenn es einfacher und schneller sei, Google oder die KI zu befragen, sagt sie: “Ohne Grundlage, ohne Basiswissen weißt du nicht, wie du das, was dir das Internet liefert, nutzen kannst. Du könntest einen guten Text nicht von einem schlechten und Lüge nicht von Wahrheit unterscheiden.“

Um einen weiteren Rat für Deutschland gefragt, antwortet sie: „Fallt nicht auf die Marketingsprache der Techkonzerne herein, die angesichts von Digitalisierung und KI behaupten, das Digitale sei die Zukunft.“ Sie formuliert das jedoch nicht aus einer Technikfeindlichkeit heraus, sondern weil sie der Auffassung ist, dass wir Menschen die Kontrolle über die Technologien haben müssen und nicht umgekehrt. Deswegen müsste die Diskussion um die Digitalisierung der Schule so geführt werden, dass eine altersgerechte Vermittlung digitaler Kompetenzen, die den geistigen Reifegrad der Kinder einbezieht, im Mittelpunkt steht.

Aktuell würde ein Bewusstsein in der Bevölkerung über die Risiken einer digitalen Abhängigkeit wachsen. Lunde formuliert das sehr plastisch: „Wir fühlen uns unwohl, wenn wir oder unsere Kinder Zuckerberg in der Hosentasche haben.“ Für 2040 sieht sie eine viel stärkere Regulierung der Mediennutzung, eben weil die jetzige Jugend die Schattenseiten der digitalen Medien kennen würden. Auch weil die digitalen Tools extrem viel Energie verbrauchten: „Der CO₂-Fußabdruck, der durch das Speichern in Clouds entsteht, ist größer als der des weltweiten Flugverkehrs. Auch deshalb müssen wir auf die Bremse treten und unsere Handys weglegen.“

Dazu gibt Lunde am Schluss des Interviews pragmatische Tipps:

- Handyzeit pro Tag unter einer Stunde
- Löschung von Nachrichten- und Social-Media-Apps
- Handy nicht als Uhr benützen
- Handy aus dem Schlafzimmer verbannen
- Handy nicht am Körper tragen, sondern es an einem bestimmten Platz im Haus deponieren

(Quelle: Maja Lunde über Medienkonsum von Kindern »Schaut nicht nach Norwegen! Macht nicht die gleichen Fehler wie wir« 16.10.2025; https://www.spiegel.de/panorama/bildung/maja-lunde-bestellerautorin-warnt-vor-gefahren-uebermaessiger-mediennutzung-bei-kindern-a-a4e59828-81bf-4704-9cbb-a3a86c5cdd9d)

Alles auch Tipps, die zugleich die Strahlenbelastung durch das Smartphone reduzieren.

Herzliche Einladung zu unserer Informationsveranstaltung am Donnerstag, 13. November 2025 mit Dr. med. Hartmut G. Horn und Dr.-Ing Hartung Wilstermann in der Aula der Auwiesenschule Neckartenzlingen. Beginn: 19.30 Uhr

Die beiden Referenten, ein Arzt und ein Elektro-Ingenieur werden sprechen zu: „Elektrosmog im Alltag – Gesundheitliche Auswirkungen – Möglichkeiten der Abschirmung“. Es wird deutlich werden, wie sich verschiedene Strahlungsquellen auf die Gesundheit auswirken und wie durch teilweise einfache Maßnahmen eine Reduktion oder Vermeidung möglich ist. Zur Sprache werden kommen:

- Elektrosmog durch PV-Anlagen im Alltag
- Elektrosmog durch E-Fahrzeuge im Alltag
- Elektrosmog durch Hochspannungsleitungen im Alltag
- Elektrosmog durch Mobilfunk und WLAN im Alltag
- Einfache Maßnahmen gegen Elektrosmog zu Hause für Jedermann
- Aufwendige Maßnahmen gegen Elektrosmog durch Fachleute

Der Eintritt ist frei. Über Spenden freuen wir uns.


Wir freuen uns über neue Mitglieder im InfoMobilFunk Neckartenzlingen und Umgebung, Ortsgruppe im Mobilfunk Bürgerforum e. V. www.mobilfunk-buergerforum.de

Die Vorsitzenden: Prof. a. D. Helmuth Kern, Bert Hauser (Telefon: 07127/35655 bzw. 07127/35949


Alle Kommentare finden Sie hier: diagnose-funk.org/kommentar

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