Die Studie "Protecting the Developing Mind in a Digital Age: A Global Policy Imperative" (Das sich entwickelnden Gedächtnis im digitalen Zeitalter schützen: Eine globale politische Notwendigkeit) der Autoren Thiagarajan et al. (2025) mit über 100.000 Personen im Alter von 18-24 Jahren untersuchte die Auswirkungen von Smartphonebesitz im Kindesalter auf die psychische Gesundheit im Erwachsenenalter. Die Ergebnisse:
- Kinder, die vor dem 13. Lebensjahr ein Smartphone bekamen, zeigten deutlich höhere Raten von Suizidgedanken, Aggressionen und emotionalen Problemen.
- Besonders betroffen waren Mädchen: 48 % derjenigen, die mit 5-6 Jahren ein Smartphone erhielten, berichteten von Suizidgedanken – im Vergleich zu 28 % bei denen, die mit 13 Jahren ein Gerät bekamen.
- Die Forscher fordern politische Maßnahmen: Altersgrenzen und verpflichtende Schulungen zur digitalen Kompetenz, um heranwachsende Gehirne zu schützen.
Je jünger das Kind beim ersten Smartphone, desto schlechter die mentale Gesundheit
Fast die Hälfte junger Frauen, die mit 5 oder 6 Jahren ihr erstes Smartphone erhielten, berichten heute über Suizidgedanken. Bei denjenigen, die bis zum 13. Lebensjahr warteten, liegt dieser Anteil bei etwas über einem Viertel. Eine groß angelegte Studie mit mehr als 100.000 jungen Erwachsenen weltweit zeigt ein besorgniserregendes Muster: Je früher Kinder beginnen, Smartphones zu nutzen, desto stärker leidet ihr psychisches Wohlbefinden als junge Erwachsene. Die im Journal of Human Development and Capabilities veröffentlichte Studie zeigt, dass psychische Gesundheitswerte drastisch sinken, je jünger das Kind beim ersten Smartphone war: von 30 Punkten bei 13-Jährigen auf nur 1 Punkt bei 5-Jährigen.
Die Forscher warnen: Sollte sich der aktuelle Trend fortsetzen, könnte bereits dieser einzelne Einflussfaktor bei nahezu einem Drittel der kommenden Generation zu psychischen Belastungen wie Suizidgedanken, Realitätsverlust und einer geringeren emotionalen Belastbarkeit führen.
Wie die Studie durchgeführt wurde
Das Global Mind Project unter der Leitung der Neurowissenschaftlerin Tara Thiagarajan (Sapien Labs) untersuchte, wann junge Erwachsene ihr erstes Smartphone erhielten, und verglich dies mit ihrem aktuellen psychischen Zustand.
Fast 2 Millionen Teilnehmer aus 163 Ländern nahmen teil; im Fokus standen über 100.000 Personen im Alter von 18-24 Jahren (Generation Z). Der psychische Zustand wurde anhand von 47 Funktionen beurteilt – von emotionaler Kontrolle bis kognitiven Fähigkeiten.




