Anlass für diese Studienaufarbeitung war der Vortrag von Prof. Gertraud Teuchert-Noodt über ihre Forschungsergebnisse und das Interview mit der Neurobiologin Dr. Keren Grafen „Es ist höchste Zeit, dass die negativen Auswirkungen von Hochfrequenz-EMF auf die Gehirnentwicklung von Kindern und Jugendlichen ernst genommen werden!" Sie wies nach: Die Strahlung hat erhebliche negative Auswirkungen auf das Gedächtnis, das Lernen und Verhalten. Da sich weltweit die Debatte meist um das Krebspotential der Strahlung dreht, geraten andere wichtige akute Auswirkungen in den Hintergrund, u.a. die umfangreiche Studienlage zu den Auswirkungen von EMF auf den Stoffwechsel im Gehirn.
Der Überblick Nr. 4 fragt: Wie sind Entwicklungsverzögerungen durch die Strahlungsbelastung bei Säuglingen, die in der Studie der Gesundheits- und Wissenschaftsinstitutionen von Mumbai (Setia et al. (2025) nachgewiesen werden, oder das verminderte figurale Gedächtnis bei vieltelefonierenden Jugendlichen (Förster et al. 2018) erklärbar? Und kann auch die Strahlenbelastung eine mögliche zusätzliche Ursache für den Leistungsabfall im deutschen Schulsystem sein?
Die Ursachen weisen medizinisch-biologische Studien nach. Die Strahlung führt zu Veränderungen des Gehirnstoffwechsels. Solche Studien gibt es für alle beim Mobilfunk bisher angewandten Frequenzen.
Der Überblick Nr. 4 beschreibt auf Basis von über 50 internationalen, peer-reviewten Studien molekularbiologische Mechanismen, durch die Mobilfunkstrahlung in zentrale neurophysiologische Prozesse eingreift. Besonders betroffen ist der Hippocampus, der für Gedächtnis, Lernen und Raum-Zeit-Orientierung verantwortlich ist.




