Bundesweite Smartphone-Verbote an Schulen, ein erster richtiger Schritt

Bei der Symptombekämpfung nicht stehenbleiben. Industrie entwickelt Gegenstrategie zur Rettung des Geschäftsfeldes Schule.
Fast täglich berichten die Medien über Diskussionen in Bundesländern, der Kultusministerkonferenz und in Parteien über Smartphone-Verbote an KiTas und Schulen. Smartphones, Tablets und WLAN standen bis vor kurzem noch für den Fortschritt in den Erziehungseinrichtungen. Jetzt stehen sie weltweit in der Kritik als Ursache für die Schädigung einer ganzen Generation von Kindern und Jugendlichen. Experten fordern einen Stopp der Digitalisierung in KiTas und Schulen. Ist die Diskussion um Smartphoneverbote nun auch ein Anlass, um Ursachen auf den Grund zu gehen und eine pädagogische Wende einzuleiten? Es geht um viel Geld für die IT-Branche, deshalb steigt sie in diese Diskussion mit einer Greenwashing-Strategie ein, die von der Agentur Jung von Matt (Hamburg) mit konzipiert wurde.
Ministerin will Smartphonenutzung regelnMinisterin Theresia Schopper, Bild: KuMi BaWü

Ein Umdenken findet statt, die Medien berichten fast täglich: Smartphone-Verbote an Schulen seien notwendig. Kultusministerin Theresia Schopper (Grüne, Baden-Württemberg) sagt: „Es ist Zeit, zu handeln.“ Ihre Begründung: „Es geht mir um den Schutz unserer Kinder und Jugendlichen.“ Die negativen Einflüsse von Smartphones seien inzwischen ausreichend belegt. Als Beispiele nennt Ministerin Schopper Folgen für die Konzentrationsfähigkeit, das Lernvermögen und die mentale Gesundheit. Auch könnten diese zu Cybermobbing oder emotionaler Vereinsamung führen. „Von gesundheitsschädlichen Videos über Pornografie bis zu Tötungsszenen – an all diese Inhalte kommen unsere Kinder durch ein nicht ganz wahrheitsgetreues Häkchen bei der Altersangabe heran.“[1]

Man kann Ministerin Schopper nur zustimmen. Auch andere Bundesländer (Hessen, NRW, Saarland, Schleswig-Holstein, die Kultusministerkonferenz) diskutieren Verbote. Doch warum kommt diese Einsicht erst jetzt, wo schon eine Generation Kinder geschädigt ist? Warum wurde nicht auf die Wissenschaftler gehört, die das seit nahezu 15 Jahren prognostizierten und nachgewiesen haben? [2]

Leistungsabfall an Schulen: Anteil der Digitalisierung daran wissenschaftlich nachgewiesenGrafik:diagnose:funk

Ursachen- statt Symptombekämpfung ist notwendig!

Doch Schwamm drüber, schauen wir nach vorne! Die Überlegungen für Smartphoneverbote sind gut. Sie sind eine notwendige erste Symptombekämpfung. Verbote alleine greifen zu kurz. Was in allen Verlautbarungen der Ministerien fehlt, ist der Zusammenhang zwischen den schulischen Kompetenzverlusten und der Digitalisierung. Denn dann müsste man den „Digitalpakt Schule“ in Frage stellen. Mit ihm wurden 2017 die Weichen in Richtung Smartphones und Tablets für den Unterricht gestellt. Man folgte einem Bildungskonzept der Industrie, dem neoliberalen Umbau der Schule, weg von Bildung zu den OECD- und PISA-Vorgaben zur Ausbildung von „Humankapital“, der Employability, der Heranbildung von Fachidioten.[3] Die vermeintlich PISA – und karriereverwert- und messbaren MINT- Fächer (Mathe, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) wurden aufgewertet, die Persönlichkeitsbildung durch Sport, Kunst, Musik, Deutsch und Ethik zusammengestrichen. Menschen“bildung“ wurde reduziert auf verwertbare Ausbildung. Es nannte sich empirische Pädagogik und Kompetenzorientierung. Mit der Tablet- und Smartphonenutzung, dem Digitalpakt Schule, sollte dieser Irrweg perfektioniert werden. Eine von Algorithmen gesteuerte Ausbildung nach dem Vorbild der Google-Schools schwebte vor. Das ist gescheitert. Viele der Länder, die die Digitalisierung bereits lange vor Deutschland durchführten, haben inzwischen die Reißleine gezogen.

Wenn man anerkennt, dass

  • die Smartphone-Nutzung zu psycho-sozialen Schädigungen führt, zur Flucht aus der Wirklichkeit hinein in TikTok und andere Social Media Welten, dann erschließt sich die Bedeutung der Warnung des IT-Professors Alexander Markowetz von 2015: "Die zentrale Herausforderung des 21. Jahrhunderts ist, die menschliche Psyche im Umgang mit digitalen Geräten zu retten."[4]
  • die Digitalisierung sich auf das Lernen negativ auswirkt, wie u.a. Zierer in seiner Metastudie und Brain-Drain-Effekt-Studie nachgewiesen hat,
  • das Konzept der „Digitalen Bildung“ den Grundsätzen einer humanen Bildung widerspricht und ein Geschäftsmodell der Industrie ist (s.Anm.3),
  • die Berufsgenossenschaften für Bildschirmarbeit Normen für Bildschirmgrößen zum Schutz vor Augen-, Rücken- und Nackenkrankheiten vorschreiben, die Smartphones – und Tablets als Arbeitsgeräte ausschließen. Darauf wird in der Leitlinie der deutschen Fachgesellschaften zur Mediennutzung von Kindern ausdrücklich hingewiesen, [5]
  • die Schüler nicht der Datenspionage der IT-Konzerne ausgeliefert werden dürfen, ein Rückkanal bei der Nutzung ausgeschlossen werden muss,
  • die explodierenden Bildschirmnutzungszeiten v.a. durch den Bewegungsmangel körperliche Krankheiten hervorrufen,
  • die Reizüberflutung durch Social Media die Gehirnentwicklung schädigt, Stress hervorruft, das Smartphone und die Software auf Sucht programmiert sind und als Droge eingestuft werden müssen,
  • die Rückkehr zu der bildschirmfreien Schule (bis zu Grundschule, Smartphone-Verbote für alle Alterstufen) sofort das Lernklima und die Leistungen verbessert, wie ebenfalls Zierer in seiner Studie zu Smartphone-Verboten nachwies,

… dann erfordert das Jugendschutzregelungen und eine digitalfreie Schule. Sie ist ein Schutzraum, der die Kinder durch Alternativen und eine Erziehung zur Medienmündigkeit stark macht, so wie es der Neurobiologe Martin Korte fordert. Er hält einen Einsatz digitaler Medien erst ab der 7. Klasse für angebracht: 

  • „Im Kindergarten und in der Grundschule sollte meines Erachtens weitgehend auf digitale Medien verzichtet werden ... weil es wichtig ist, Schutzräume zu schaffen“ und „kompensatorisch Gegenwelten aufzubauen“.[6] 

In einer aktuellen Umfrage sprechen sich 80 Prozent der Befragten für ein Handyverbot an Schulen aus. 62 Prozent sind dabei klare Befürworter und antworteten mit "Ja, auf jeden Fall". Nur zwölf Prozent der Befragten lehnen ein solches Verbot ab, während acht Prozent unentschlossen sind. Es gibt also keinen Grund mehr, mit Regelungen zu zögern. Durch eine analoge Erziehung werden die Kinder gestärkt und auf die digitalisierte Gesellschaft vorbereitet. Pädagogische und didaktischen Konzepte, wie durch analoges Lernen Kinder altersgerecht die spätere Beherrschung des Digitalen lernen und medienmündig werden, sind ausgearbeitet.

Die Initiatoren des Appells der 75 Experten: Dr. Uwe Büsching, Dr. Mario Gerwig, Peter Hensinger MA, Prof. Ralf Lankau, Prof. Manfred Spitzer, Prof. Klaus ZiererBilder: privat

Expertenapell schlägt Alternativen vor

Im Expertenappell 2025 "Humane und emanzipierende Bildungspolitik vs. digitale Transformation" werden diese Alternativen vorgeschlagen. Im Anhang zu ihrem Appell schlagen die 75 ExpertInnen konkrete Maßnahmen für eine pädagogische Wende vor, darunter:

  • Bildschirmfreie Grundbildung: Kitas, Kindergärten und Grundschulen bleiben in der pädagogischen Arbeit bildschirmfrei. Die negativen Erfahrungen mit Frühdigitalisierung in den skandinavischen Ländern, der fehlende Nutzen, das Ablenkungspotential und sogar negative Auswirkungen von digitalen Endgeräten im Unterricht für Lernprozesse, Aufmerksamkeit, Konzentration begründen den Einsatz analoger und manueller Medien und Techniken (Bücher, Schreiben auf Papier, Zeichnen). Der Digitalpakt Schule wird für Kita und Grundschule ausgesetzt.
  • Smartphone- und Social-Media-Regulierungen: An Kitas und Schulen wird ein bundesweites Verbot privater digitaler Endgeräte (v.a. Smartphones, Tablets, Wearables/Smartwatches) eingeführt.  Die Mediennutzung im Unterricht in höheren Klassen wird altersabhängig beschränkt.
    Siehe dazu auch die Empfehlungen zu Bildschirmmedien für Kinder und Jugendliche von den ersten Lebensjahren bis zu Sekundarstufe II, 2024 veröffentlicht im Kinder- und Jugendarzt, dem Verbandsorgan des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte Deutschlands.
  • Mehr Lehrkräfte statt mehr Technik: Notwendig sind für Kitas, Kindergärten und Schulen mehr Erzieher:innen und qualifizierte Lehrkräfte, PsychologInnen, SchulsozialarbeiterInnen. Das analoge Spiel und Naturerfahrung, der Ausbau von Sport, handwerkliches Lernen, Musik und Theaterspielen müssen schon in der Grundschule im Lehrplan verankert werden.
  • Unabhängigkeit von Tech-Konzernen: Werden digitale Geräte im Unterricht gebraucht, werden ausschließlich von der Schule gestellte Geräte genutzt, der Zugang zu Webdiensten ist zu unterrichtsrelevanten Seiten („White List“) möglich. Nutzung von Open-Source-Software und Datenschutz-konformer IT in Schulen. Die IT-Branche darf keine Sitze in den Beratungsgremien der Bildungspolitik haben.
Grafiken: diagnose:funk

Greenwashing: Taktikwechsel zur Rettung des Smartphone-Absatzes mit „Begleitender Medienpädagogik“ - "Zynismus verwandelt Aufklärung in eine Maskerade!"

Die Industrie versucht, angesichts dokumentierter Schädigungen (s.o. Grafiken Haidt) und des Scheiterns der ihr servilen Medienpädagogik mit einer angepassten Taktik, wieder mit Hilfe beflissener Medienpädagogen, das Geschäftsfeld Kita und Schule zu retten. Vodafone startete die Greenwashing-Kampagne „Leb im Jetzt statt im Netz“. [7] Die Stuttgarter Zeitung kommentierte:

  • „Werbung oder Warnung? So leicht ist das nicht zu unterscheiden. Offenbar werden die augenfälligen Botschaften unter anderem von Vodafone finanziert – einem Unternehmen, das mit alldem Geld verdient. Der irritierte Beobachter fühlt sich an Peter Sloterdijks „Kritik der zynischen Vernunft“ erinnert. „Zynismus ist das aufgeklärte falsche Bewusstsein“, schreibt der Philosoph aus Karlsruhe. Zynismus verwandle die Aufklärung in eine Maskerade.“[8]

Ein Kommentar zu Vodafone auf YouTube: „Ein Drogendealer, der seinen Junkies Tipps zur Ernährungsberatung gibt - großartig.“

Die Konzerne können nicht mehr ihren Hype verkaufen und nicht mehr leugnen, wie sie damit Kinder schädigen. Die neue, zynische Botschaft: Damit die Kinder nicht geschädigt werden, müssten sie durch eine möglichst frühe Smartphonenutzung gegen Risiken immunisiert werden. „Begleitende Medienpädagogik“ wird diese Verkaufsstrategie genannt. Da werden flugs den Kindern Impulskontrolle und Reflexionsfähigkeiten zugesprochen und sie zu jungen Erwachsenen umdefiniert. Die bayerische Landesregierung führt die Kampagne „Startchance Kita-Digital“ durch. Sie schreibt:

  • „Die Kinder haben den Anspruch, dass ihre Kinderrechte auf Teilhabe, Schutz und Befähigung in der digitalen Welt erfüllt werden. Es ist daher Auftrag von Kindertageseinrichtungen, Kinder schon frühzeitig mit einem kreativen, kritischen und sicheren Umgang mit digitalen Medien zu begleiten.“ [9]

Der Medienpädagoge Prof. Edwin Hübner hält dagegen:

  • „Es wird ja immer wieder behauptet, dass Kinder schon früh mit digitalen Medien auszustatten seien, damit sie lernen, damit umzugehen. Heute ist klar: Sie können es nicht! Sie wissen zwar, wie man virtuos die Funktionen eines Smartphones bedient, aber sie beherrschen das Gerät nicht, sie wissen nicht, wie man dessen Funktionsvielfalt in das reale Leben integriert - im Gegenteil: Der internetfähige Apparat integriert das reale Leben der Kinder in das Virtuelle.“[10]

Die Beherrschung erfordere die Fähigkeit, so Hübner, Unwesentliches vom Wesentlichen trennen zu können, Disziplin und Impulskontrolle, also ein ausgereiftes Stirnhirn. Wie beim Alkohol, Rauchen oder dem Führerschein müssen Kinder erst reif werden, um die Probleme zu durchschauen. Kein Kind braucht digitale Geräte für seine Entwicklung. Sie müssen davor geschützt werden, auch durch staatliche Verbote. Selbst die FAZ schreibt kritisch über diese verkaufsfördernde Bildungspolitik:

  • „Von sich aus verantwortungsvoll mit sozialen Medien umzugehen überfordert Kinder und Jugendliche aber.“ [11]

Prof. Ralf Lankau formuliert treffend:

  • „Wer vor dem Display sitzt, ist dort fixiert … Dazu werden alle psychologischen und technischen Tricks eingesetzt, um die Aufmerksamkeit zu binden … Wir haben es bei den heutigen digitalen Bildschirmmedien und Onlinediensten mit einem Suchtmittel zu tun.“ [12]

Prof. Christian Möller, Chefarzt in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Hannover, zieht im Handbuch „Internet- und Computersucht“ aus den Risiken die Schlussfolgerung:

  • „Medienkompetenz beginnt mit Medienabstinenz. Vor allem kleine Kinder brauchen umfassende basale Sinneserfahrungen und keine Reduktion auf Wischen und visuelle und auditive Eindrücke. Bewegung und auf Bäume klettern fördert nicht nur die kognitiven Fähigkeiten, sondern beugt vielen Zivilisationskrankheiten vor, wie Adipositas, Diabetes, Herz-Kreislauf­ Erkrankungen, Kurzsichtigkeit“ (Möller 2023).[13]

Digitale Medien bei Kindern wirken sich, so Möller, negativ auf den Spracherwerb, Schreiben, Lesen, die Kreativität und die Intelligenzentwicklung aus.

Die „Begleitende Medienpädagogik“ legitimiert die schleichende Einführung einer Droge bei Kindern. 700000 Kinder und Jugendliche gelten bereits als internetsüchtig, 2,2 Millionen als problematische Nutzer.[14] Im Jahr 2018 hatten in Deutschland 3 Millionen Erwachsene eine alkoholbezogene Störung (Alkoholmissbrauch: 1,4 Millionen; Alkoholabhängigkeit: 1,6 Millionen).[15] Um dem vorzubeugen, schlug Gesundheitsminister Karl Lauterbach im Juli 2024 ein Verbot von „begleitendem Trinken“ vor: 

  • „Die Anwesenheit von Erwachsenen ändert nichts an der Schädlichkeit von Alkohol für Kinder. Deswegen sollte das sogenannte begleitende Trinken (von 14-16-.Jährigen, d. Verf.) untersagt werden“ (FAZ 11.07.2024). 

Ein Verbot von „begleitender Smartphone-Nutzung“ für Kitas und Schulen liegt auf der Hand. Droge bleibt Droge.

____________________________________________________________________________

Vodafone Video warnt vor zu viel Handynutzung: „Ein Drogendealer, der seinen Junkies Tipps zur Ernährungsberatung gibt - großartig.“

Grafik:diagnose:funk

Unterschätzte Wirkung der Strahlenbelastung auf das Gehirn, das Verhalten und Lernen

Ein Schädigungsmechanismus wird in der Diskussion nicht beachtet, die Auswirkungen der Strahlung durch Smartphones, Tablets und WLAN auf das Gehirn.

Die Neurobiologie hat nachgewiesen, wie die Reizüberflutung durch digitale Medien den Gehirnstoffwechsel beeinflusst, die Entwicklung des Stirnhirns (präfrontaler Kortex) hemmt und zur Sucht führen kann. Das erläutert Prof. Gertraud Teuchert-Noodt in ihrem Video -Vortrag. Die Studie von Kim et al. (2024) „Hochfrequenz-Exposition induziert synaptische Dysfunktion in kortikalen Neuronen, die Lern- und Gedächtnisveränderungen in frühen postnatalen Mäusen verursacht“ weist nun auch pathologische Wirkungen der hochfrequenten Strahlung mobiler digitaler Geräte auf die Gehirnentwicklung im präfrontalen Kortex (Stirnhirn) und im Hippocampus nach. Das Studienergebnis: Mobilfunkstrahlung hemmt die Entwicklung der synaptischen Struktur und ihrer Dichte sowie das Neuritenwachstum mit negativen Folgen auf das Verhalten, das räumliche Lernen und Gedächtnis. 

Kim et al. 2024 bestätigen vorangegangene peer-reviewed publizierte Studienergebnisse zu den Auswirkungen der Strahlung auf den Hippocampus, einer Zentrale des Lernens, von Yang et al. 2012 (Stressreaktionen), Wang und Lai 2000 , Chaturvedi et al. 2011 (Beeinträchtigungen des räumlichen Lernens), Gupta et al. 2018 (kognitive Verhaltensstörungen, einhergehend mit dem Verlust mitochondrialer Funktionen), Karimi et al. (2018) (Studientitel:2,45 GHz Mikrowellenstrahlung verschlechtert Lernen, Gedächtnis und die synaptische Plastizität im Hippocampus von Ratten), Zhu et al. (2021) (signifikante Veränderungen der Lern- und Gedächtnisfähigkeiten; Unterdrückung der elektrischen Gehirnaktivität). In die gleiche Richtung geht die Studie von Bamdad et al. (2019). Weitere Studien in der Fußnote und im ÜBERBLICK Nr.4 (s.u.). [16] Es ist skandalös, dass diese Studienergebnisse, dokumentiert in der Referenz - Datenbank www.emf-portal.de, unbeachtet bleiben. Auf der diagnose-funk Datenbank EMF:Data sind diese Studien rezensiert.

Strahlung führt zum Leistungsabfall im figuralen und sprachlichen Gedächtnis

Negative Auswirkungen der Strahlung von Handys auf das Gedächtnis wurden nicht nur in Tierversuchen nachgewiesen. Eine Studie mit dem Titel „Eine prospektive Kohortenstudie zur Gedächtnisleistung von Jugendlichen und die individuelle Hirndosis der Mikrowellenfelder durch Funkkommunikation“ mit 700 Jugendlichen in der Schweiz ergab, dass hochfrequente elektromagnetische Felder von Mobiltelefonen sich auf die Entwicklung der Gedächtnisleistung im figuralen und verbalen Gedächtnis auswirken. Sie wurde vom Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut durchgeführt (Förster et al. 2018, Schoeni et al.2015). Ein Jahr lang wurde die Handynutzung von Zwölf- bis Siebzehnjährigen ausgewertet. Wie zu erwarten, wiesen Vieltelefonierer eine erhöhte Strahlenbelastung des Gehirns auf. Je mehr Telefonate geführt werden, desto schlechter fällt die Leistung im figuralen Gedächtnistest aus. Auch das verbale Gedächtnis zeigte schlechtere Ergebnisse. Zu diesen Zusammenhängen führten wir ein Interview mit der Neurobiologin Dr. Keren Grafen.
 

Dr. Keren Grafen, privat

"Das anatomische Korrelat für jegliches Lernen wird beeinträchtigt"

Die Bestrahlung des Gehirns, so Keren Grafen im Interview, „hat zur Folge, dass die Fähigkeit des Gehirns, sich strukturell und funktionell an Erfahrungen und Umweltfaktoren anzupassen – ein Prozess, der als Neuroplastizität bezeichnet wird – nur noch unzureichend möglich ist. Die Folgen sind weitreichend: Das anatomische Korrelat für jegliches Lernen wird beeinträchtigt":

 

 

  • „Der Mechanismus der BHS-Dysfunktion (Öffnung der Blut-Hirn-Schranke durch die Strahlung) in Kombination mit den Erkenntnissen von Kim et al. zeigt auf, dass chronische EMF-Exposition zu erheblichen Beeinträchtigungen der Gehirnfunktionen führt. Ich sehe das täglich in meiner Praxis, wie verzweifelte Eltern machtlos zusehen, wie ihre Kinder wie ferngesteuerte Wesen agieren. Es ist höchste Zeit, dass wenigstens Eltern, Lehrer und Erzieher ein Bewusstsein für die immer größer werdende Gefahr der EMF-Exposition auf die Gehirne unserer Kinder und Jugendlichen entwickeln. Es gibt Alternativen, auch in einer zunehmend digitalen Welt. Der Umstieg auf kabelgebundene Geräte, eine drastische Reduktion der Handynutzung, insbesondere bei kleinen Kindern, und vor allem die dringend nötige Aufklärung über die Risiken von EMF sind unabdingbar, um die gesunde Gehirnentwicklung zu schützen. Wir können nicht länger tatenlos zusehen, wie die Gesundheit unserer Kinder aufs Spiel gesetzt wird!“

Die besondere Brisanz besteht also in der Wechselwirkung von psycho-sozialen und strahlungsbedingten Schädigungen. Die Politik muss eine Schlussfolgerung ziehen: Die Smartphone-Verbote sind ein Anfang, WLAN-Verbote müssen folgen. Der Spuk der Digitalen Bildung muss ein Ende haben, nicht nur bei unseren europäischen Nachbarn, sondern auch in Deutschland. 

Es braucht eine pädagogische Wende! Wie diese Aussehen kann und welche Kriterien angelegt werden müssen, das wird im Appell "Humane und emanzipierende Bildungspolitik vs. digitale Transformation" entwickelt:

Initiatoren und Erstunterzeichner:innen: https://die-pädagogische-wende.de/wp-content/uploads/2025/02/01-aufruf-bildung_2025.pdf

Hintergründe: https://die-pädagogische-wende.de/wp-content/uploads/2025/02/02-hintergruende-bildung-2025.pdf

Literatur und Quellen: https://die-pädagogische-wende.de/wp-content/uploads/2025/02/03-literatur-bildung-2025.pdf

Internetseiten der Verfasser des Appells: Die pädagogische Wende, Bündnis für humane Bildung

Regelungen und Maßstäbe zum altersbedingten Einsatz digitaler Medien definiert die „Leitlinie zur Prävention dysregulierten Bildschirmmediengebrauchs in Kindheit und Jugend“ der deutschen Fachverbände.

 

Quellen

[1] https://www.staatsanzeiger.de/nachrichten/politik-und-verwaltung/schopper-will-private-handynutzung-an-schulen-einschraenken/

[2] Zumindest seit 2012, beginnend mit dem Buch „Die digitale Demenz“ von Manfred Spitzer, dann mit „Die Lüge der digitalen Bildung“ (2015) von Lembke/Leipner und „Medienmündig“ (2016) von Paula Bleckmann lagen die Fakten über das Schädigungspotential auf dem Tisch.

[3] Bereits 2007 wies Jochen Krautz in seinem Buch „Ware Bildung“ nach, dass die Digitale Bildung ein Geschäftsmodell der Industrie ist. Der Soziologe Richard Münch legte dazu detaillierte Analysen vor, „Globale Eliten, lokale Autoritäten. Bildung und Wissenschaft unter dem Regime von PISA, McKinsey&Co“ (2009), „Der bildungsindustrielle Komplex“ ( 2018), "Effektive Schulsteuerung. Bilanz einer globalen Reformagenda“ (2025). Jeder verantwortliche Pädagoge und Bildungspolitiker konnte wissen, dass ein neoliberaler Umbau der Schulen durchgesetzt werden soll. Tim Engartner (Raus aus der Bildungsfalle, 2024) beschreibt den Irrweg und Ausweg:

  • "So dominiert in Bildungspolitik und Administration derzeit ein Verständnis von Bildung, das auf ökonomische Verwertbarkeit ausgerichtet ist und damit einen warenförmigen Charakter annimmt. Bildungseinrichtungen sollen das liefern, was der Arbeitmarkt verlangt: Employability statt Mündigkeit und Reflexion lautet das Credo." (S.34). Dem setzt Engartner die Aufgabe von Schule entgegen:
  • "Aber herrscht nicht Einigkeit, dass Bildung es Lernenden ermöglichen soll herauszufinden, was in ihnen steckt, und zwar alles, - sprich eine ganze Welt, nicht nur die Berufswelt? Dieser bewährte Gedanke steht im Widerspruch zu den jüngeren Entwicklungen unseres Bildungssystems." (S.35)

[4] Markowetz, A. (2015): Digitaler Burnout, München

[5] Die Leitlinie zum Mediengebrauch weist auf diesen nicht beachteten Widerspruch hin. In Betrieben gelten strenge Regeln für die ergonomische Arbeitsplatzgestaltung der Büroarbeit, die bei der Einführung von Tablets an Schulen ignoriert werden: „Es gibt gute Gründe anzunehmen, dass digitaler Unterricht dieselben Beschwerdebilder mit sich bringt, wie die klassische Büroarbeit bzw. Bildschirmtätigkeit: Kopfschmerzen, Nervosität, Reizbarkeit, muskeloskelettale Erkrankungen und Erkrankungen der Augen. Ein großer Teil der Kinder verfügt über keinen Zugang zu umfassend ausgestatteten PC-Arbeitsplätzen und folgt somit dem digitalen Unterricht auf mobilen Endgeräten. Nicht zuletzt, weil viele Schulen zur Sicherstellung des digitalen Unterrichts dazu übergegangen sind, Tablets in großen Mengen zu kaufen oder von der Industrie als Geschenk entgegen zu nehmen, und als Leihgeräte an Schüler auszugeben. Diese Entwicklung ist bedenklich, da die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin aufgrund der erhöhte Risiken physischer Beanspruchung dazu rät, Tablets und Smartphones nur kurzzeitig zu nutzen .“ (LL S.17)

Allein aus Grund der Ergonomie der Arbeitsplatzgestaltung müssten Tablets und Smartphones verboten sein. Siehe dazu den Artikel: VBE-Kampagne für Tablets an Schulen: Die Brillenbranche freut sich über kurzsichtige Kinder! Gelten BG-Schutzvorschriften für Erwachsene nicht für Kinder!?

Prof. Manfred Spitzer hat in einem Review dramatische Folgen dokumentiert, u.a. dass die frühe Kurzsichtigkeit, die stark ansteigt, zu früher Erblindung führen kann.

[6] Korte, M. (2023): Frisch im Kopf. Wie wir uns aus der digitalen Reizüberflutung befreien, DVA, S.70, 145

[7] https://newsroom.vodafone.de/unternehmen/go-real-life-leb-im-jetzt-statt-im-netz

https://www.smartweb.de/vodafone-werbung-go-real-life

https://youtu.be/ivLtuOCkIUk

Der SPIEGEL-Leitartikel von Malte Müller-Michaelis "Vermittlung von Medienkompetenz. Lasst den Schülern ihre Smartphones" (21.03.2025), flankiert und legitimiert die Industrieargumente.

[8] Armin Käfer: Die Wucht des Wandels, Stuttgarter Zeitung, 22.03.2025

[9] Münchner Merkur, Ausgabe Isa-Loisachbote, 4.7.2024

[10] Edwin Hübner (2025): Smarter Weltverlust, in Gesundheit & Pädagogik, Nr. 110, Frühjahr 2025

[11]  Kuroczik J (2023): Die Gefahr der sozialen Medien für Kinder, FAZ 15.12.2023

[12] Lankau R (2024): Algorithmus und Avatar im Klassenzimmer, Monatsschrift Kinderheilkunde, Springer, Online 11.07.2024,  https://www.springermedizin.de/algorithmus-und-avatar-im-klassenzimmer/27334686

[13]  Möller, Ch., Fischer, FM. (2023):  Internet- und Computersucht. Ein Paxishandbuch für Therapeuten, Pädagogen und Eltern, 3. Auflage, Kohlhammer Stuttgart

[14]  DAK-Studie (2023): https://www.dak.de/dak/bundesthemen/dak-studie-in-pandemie-hat-sich-mediensucht-verdoppelt-2612364.html#/

DAK-Studie (2025): https://www.dak.de/presse/bundesthemen/kinder-jugendgesundheit/dak-suchtstudie-millionen-kinder-haben-probleme-durch-medienkonsum-_91832

[15]  https://www.dhs.de/suechte/alkohol/zahlen-daten-fakten

[16] Bamdad K, Adel Z, Esmaeili M (2019): Complications of nonionizing radiofrequency on divided Attention. Journal of Cellular Biochemistry 120 (6), https://www.emfdata.org/de/studien/detail?id=555

Chaturvedi CM et al. (2011): 2.45 GHz (CW) microwave irradiation alters circadian organization, spatial memory, DNA structure in the brain cells and blood cell counts of male mice, mus musculus. Progr Electromagn Res B 29, 23–42, https://www.emfdata.org/de/studien/detail?id=238

Foerster M, Thielens A, Joseph W, Eeftens M and Röösli M (2018): A Prospective Cohort Study of Adolescents’ Memory Performance and Individual Brain Dose of Microwave Radiation from Wireless Communication. Environmental Health Perspectives, Vol. 126, No. 7, ResearchOpen Access,

https://www.emf-portal.org/de/article/35641 ;  Video mit Prof. Michael Kundi (Med. Uni Wien) zur Bedeutung der Studie: www.youtube.com/watch?v=07G65fE0xEM, https://kurzlinks.de/xmtd

Gupta SK, Mesharam MK, Krishnamurthy (2018): Electromagnetic radiation 2450 MHz exposure causes cognition deficit with mitochondrial dysfunction and activation of intrinsic pathway of apoptosis in rats, J Biosci 43, 263–276 (2018), https://www.emfdata.org/de/studien/detail?id=679

Karimi N, Bayat M, Haghani M, Saadi H F, Ghazipour G R. (2018): 2.45 GHz microwave radiation impairs learning, memory, and hippocampal synaptic plasticity in the rat. Erschienen in: Toxicology and Industrial Health 2018; 34(12), 873–883, https://www.emfdata.org/de/studien/detail?id=507

Kim Ju Hwan, Kyung Hwun Chung, Yeong Ran Hwang, Hye Ran Park, Hee Jung Kim, Hyung-Gun Kim and Hak Rim Kim (2021): Exposure to RF-EMF Alters Postsynaptic Structure and Hinders Neurite Outgrowth in Developing Hippocampal Neurons of Early Postnatal Mice, Int. J. Mol. Sci. 2021, 22, 5340, https://www.emfdata.org/en/studies/detail?id=606

Kim JH, Seok JY, Kim YH, Kim HJ, Lee JK, Kim HR (2024): Exposure to Radiofrequency Induces Synaptic Dysfunction in Cortical Neurons Causing Learning and Memory Alteration in Early Postnatal Mice. International Journal of Molecular Sciences, 25(16). https://www.emfdata.org/en/studies/detail?id=860

Yang XS et al. (2012): Exposure to 2.45 GHz electromagnetic fields elicits an HSP-related stress response in rat hippocampus. Brain Res Bull 88 (4), 371–378, https://www.emfdata.org/de/studien/detail?id=269

Shahin S, Banerjee S, Singh SP, Chaturvedi CM (2015): 2.45 GHz Microwave Radiation Impairs Learning and Spatial Memory via Oxidative/Nitrosative Stress Induced p53-Dependent / Independent Hippocampal Apoptosis: Molecular Basis and Underlying Mechanism. Toxicological Sciences 148 (2), 380–399, https://www.emfdata.org/de/studien/detail?id=198 

Shahin S et al. (2018): 2.45-GHz Microwave Radiation Impairs Hippocampal Learning and Spatial Memory: Involvement of Local Stress Mechanism-Induced Suppression of iGluR/ERK/CREB Signaling. Toxicological Sciences 161 (2), 349–374, https://www.emfdata.org/de/studien/detail?id=734

Wang B, Lai H (2000): Acute exposure to pulsed 2.450 MHz microwaves affects water-maze performance of rats. Bioelectromagnetics 21 (1), 52–56, https://www.emfdata.org/de/studien/detail?id=268

Zhu, R., Wang, H., Xu, X., Zhao, L., Zhang, J., Dong, J., Yao, B., Wang, H., Zhou, H., Gao, Y., & Peng, R. (2021). Effects of 1.5 and 4.3 GHz microwave radiation on cognitive function and hippocampal tissue structure in Wistar rats. Scientific Reports, 11(1), 1–12, https://www.emfdata.org/de/studien/detail?id=761 

Publikation zum Thema

diagnose:funk
Stand: 08.10.2024Format: DIN A4Seitenanzahl: 37 Veröffentlicht am: 29.08.2024 Sprache: deutschHerausgeber: diagnose:funk

Überblick Nr. 7: Kinder und digitale Medien – Eine pädagogische Herausforderung!


Autor:
diagnose:funk
Inhalt:
Überblick Nr. 7 dokumentiert, warum eine zu frühe und unregulierte Nutzung des Smartphones und anderer digitaler Medien zu negativen Auswirkungen führen kann. Schwerpunktmäßig werden Erkenntnisse der Entwicklungspsychologie und Neurobiologie behandelt. Es werden Lösungsmöglichkeiten für Eltern, Erziehende und die Politik aufgezeigt, um Kinder und Jugendliche vor einer Smartphonesucht zu bewahren.
Cover:diagnose:funk
Stand: 06.08.2025Format: A4Seitenanzahl: 44 Veröffentlicht am: 01.08.2025 Sprache: DeutschHerausgeber: diagnose:funk

Überblick Nr. 4: Wirkt Mobilfunk auf das Gehirn?


Autor:
diagnose:funk
Inhalt:
Der Überblick Nr. 4 gibt einen wissenschaftlich fundierten Überblick über die Auswirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder (HF-EMF), wie sie durch Mobilfunkgeräte und WLAN erzeugt werden, auf das sich entwickelnde kindliche Gehirn. Auf Basis von über 50 internationalen, peer-reviewten Studien werden molekularbiologische Mechanismen beschrieben, durch die Mobilfunkstrahlung in zentrale neurophysiologische Prozesse eingreift. Besonders betroffen ist der Hippocampus, der für Gedächtnis, Lernen und Raum-Zeit-Orientierung verantwortlich ist. Die Strahlung führt nachweislich zu einer Reduktion synaptischer Plastizität, einer verminderten Expression von Glutamatrezeptoren (insbesondere NMDA) sowie einer signifikanten Abnahme des Wachstumsfaktors BDNF. Diese Veränderungen beeinträchtigen die Reifung neuronaler Netzwerke und stören die Hirnaktivität durch eine Desynchronisation endogener Oszillationen. Weitere dokumentierte Effekte umfassen die Öffnung der Blut-Hirn-Schranke, oxidativen Stress, mitochondriale Schäden und kognitive Entwicklungsdefizite. Epidemiologische Studien weisen zusätzlich auf Zusammenhänge mit Verhaltensauffälligkeiten, Aufmerksamkeitsstörungen und emotionalen Dysregulationen hin. Angesichts der besonderen Vulnerabilität des kindlichen Gehirns fordert der Artikel die Anwendung des Vorsorgeprinzips in pädagogischen Einrichtungen und eine strahlenminimierte Gestaltung von Bildungsumgebungen. Die vorgelegten Ergebnisse belegen, dass die HF-EMF-Exposition als eigenständiger Risikofaktor in der Frühentwicklung ernst genommen werden muss.
Januar 2022Format: A4Seitenanzahl: 12 Veröffentlicht am: 18.01.2022 Bestellnr.: 247Sprache: deutschHerausgeber: diagnose:funk

Wie die Telekommunikationsindustrie die Politik im Griff hat


Autor:
diagnose:funk
Inhalt:
diagnose:funk legt in diesem Brennpunkt eine Recherche zur Lobbyarbeit der Mobilfunkindustrie und BITKOM-Branche zur Digitalisierung vor, basierend auf der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE „Beziehungen von Telekommunikationsunternehmen zur Bundesregierung“ (Bundestagsdrucksache 18/9620, 13.09.2016). Sechs Grafiken verbildlichen die Verflechtungen. Politisch eingeordnet wird diese Analyse auf Grund eigener Erfahrungen mit Besuchen bei Bundestagsabgeordneten und dem neuen Buch „Lobbyland. Wie die Wirtschaft unsere Demokratie kauft“ (2021) des ehemaligen Dortmunder SPD-Abgeordneten Marco Bülow über seine 18-jährigen Erfahrungen im Bundestag und weiteren Literaturrecherchen.
Ja, ich möchte etwas spenden!