Mobilfunkmast droht – Was tun?

Erst informieren - bei diagnose:funk - dann handeln!
Die Hälfte der Deutschen hat ein ungutes Gefühl, wenn in ihrer Nähe ein Mobilfunkmast errichtet werden soll. Allerdings fühlen sich viele hilflos – dem wollen wir mit einigen Tipps begegnen. Denn: Ihre Kommune hat das Recht, über den Standort des Mobilfunkmastes mitzubestimmen.
Bürgerinitiative Cavertitz in AktionQuelle: cavertitz-gegen-5g.de

Hier für angehende Bürgerinitiativen unser 9-Punkte-Programm zur Erstberatung als  kostenloser Download.

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Strahlender Nachbar unerwünscht!Bild:diagnose:funk

Was können Sie also tun, um den Sendemast zu verhindern oder damit wenigstens die Strahlenbelastung in Ihrer Wohnung, in der KiTa und in der Schule auf ein Minimum beschränkt wird?

1. Informieren Sie sich über die Risiken der Mobilfunkstrahlung. Sie sind nachgewiesen. Einige grundlegende Fakten reichen aus, um Mitstreitende zu gewinnen und um in der öffentlichen Auseinandersetzung zu bestehen.

 

 

Kompakte Informationen dazu in unserem Ratgeber 2: Mobilfunk, 5G-Risiken, Alternativen (s.u.)

Vertiefung: Kompass Studienlage auf www.diagnose-funk.org/1895

2. Suchen Sie Mitstreitende - gemeinsam sind Sie stärker und werden mehr gehört.
Wenn Sie Kontakte oder Unterstützung im Kommunalparlament und in der Verwaltung haben, umso besser! Bereiten Sie die Gründung einer Bürgerinitiative vor, am besten mit Hilfe von Flyern und einer Infoveranstaltung, zu der alle eingeladen sind.

Kompakte Informationen dazu in unserem Flyer: Mobilfunk, Sendeanlagen, Netzausbau (s.u.)

3. Suchen Sie den Kontakt zur Gemeindeverwaltung und dem Gemeinde- bzw. Stadtrat, um frühzeitig an Informationen zu kommen und um den Bürgermeister und das Ratsgremium für Ihr Anliegen zu sensibilisieren und zu gewinnen.

4. Gründen Sie eine Bürgerinitiative, legen Sie fest, wer sich um die Kontakte zur Verwaltung, die Mitglieder des Kommunalparlaments und die Bürgermeister kümmert, wer für die Pressearbeit zuständig ist, wer sich tiefer in die gesundheitliche Problematik einarbeitet.

5. Machen Sie Öffentlichkeitsarbeit, schreiben Sie Leserbriefe, informieren Sie die Lokalpresse und über Flyer die umgebenden Wohngebiete, machen Sie eine Plakataktion vor dem geplanten Standort.

Die Kommune kann und muss den Standort mitbestimmenBild:diagnose:funk

6. Fragen Sie bei der kommunalen Verwaltung nach, wann der Mobilfunkbetreiber die Kommune über sein Vorhaben informiert hat. Hintergrund: Die Kommune hat acht Wochen Zeit, ihre Mitwirkung (§7a der 26. BImSchV) bei der Standortwahl anzumelden.

Kompakte Informationen über die Rechtslage in unserem Ratgeber 1: Rechte der Kommunen (s.u.)

 

 

 

 

7. Lassen Sie sich von der Kommune nicht abwimmeln – es geht um Ihr Wohlbefinden, um Ihre Gesundheit. Oft wird behauptet, dass man nichts machen könne. Dies ist falsch: auch wenn der Mobilfunkstandort baurechtlich nicht genehmigt werden muss, kann die Kommune über den Standort grundlegend mitbestimmen!

8. Fordern Sie über eine Unterschriftenaktion eine außerordentliche Bürgerversammlung mit Pro- und Kontrareferaten, damit die Bevölkerung und der Gemeinderat beide Seiten hören und sich so ein objektives Bild machen können. Fordern Sie, dass vor dieser Versammlung keine vollendeten Tatsachen geschaffen werden.

9. Informationsmaterial bestellen in unserem Online-Shop: https://shop.diagnose-funk.org/

Sie brauchen Beratung? Dazu ist eine >>> Fördermitgliedschaft Voraussetzung. Erstkontakt per Mail kontakt@diagnose-funk.de oder Telefon: 069-36 70 42 03, Mo und Di 8:00 - 10:00 Uhr

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Der Weg zum Mobilfunkkonzept als Graphic-Recording auch >>> zum Ausdrucken

Grafik: Contini-Frank / diagnose:funk

Weitere Informationen auf unserer Homepage

 

Video-Webinare - Fachleute von diagnose:funk stellen die Rechte der Kommunen dar

Kommunale Handlungsfelder I
Webinar Nr. 2 vom 8.4.2021

Kommunale Handlungsfelder II
Webinar Nr. 2 vom 23.4.2021

Kommunale Mobilfunkvorsorgekonzepte – Ziele und erfolgreiche Strategien
Webinar Nr. 11 vom 12.11.2021


Webinare mit Hintergrundinformationen auf: www.diagnose-funk.org/1680

 

Wichtige Homepage Artikel

Kompetenzen kommunaler Entscheidungsträger beim Mobilfunkausbau

Zwei Fachartikel in der Neuen Zeitschrift für Verwaltungsrecht bestätigen die Rechte der Kommunen www.diagnose-funk.org/1632

Mobilfunkausbau und Kommunen: „Es können strahlenreduzierte Zonen ausgewiesen werden!“ Interview mit Bernd I. Budzinski (Richter am VG a.D.) www.diagnose-funk.org/1962

Wie können Gemeinden gegen Gesundheitsgefahren beim Mobilfunk vorsorgen? Vortrag von Bernd Irmfrid Budzinski (Richter am VG a.D.) www.diagnose-funk.org/1858

Grafik:diagnose:funk

Balmori A (2022): Belege für ein Gesundheitsrisiko durch Hochfrequenzstrahlung bei Menschen, die in der Nähe von Mobilfunk-Basisstationen leben: von der Mikrowellen-Krankheit zu Krebs (Evidence for a health risk by RF on humans living around mobile phone base stations: From radiofrequency sickness to cancer. Environmental Research 214, 113851)

Mehr zu dieser Studie auf www.diagnose-funk.org/1891

Bürgerinitiative in Stuttgart 2015Bild: diagnose:funk

Publikation zum Thema

November 2022Format: A5Seitenanzahl: 90 Veröffentlicht am: 01.11.2022 Bestellnr.: 102Sprache: DeutschHerausgeber: diagnose:funk | Titelfoto: contrastwerkstatt - stock.adobe.com

Mobilfunk, 5G-Risiken, Alternativen

Einführung in die Auseinandersetzungen um eine strahlende Technologie
Autor:
Jörn Gutbier & Peter Hensinger
Inhalt:
Viele Menschen setzen sich durch den Protest gegen 5G zum ersten Mal mit den Risiken der Mobilfunkstrahlung auseinander. Jetzt gibt es mit diesem Ratgeber eine Broschüre, die alles Wissenswerte darstellt. Für jeden, der aktiv ist eine Pflichtlektüre. Ist diese Technologie gesundheitsschädlich? Sollten wir Vorsorge betreiben? Wie könnte diese aussehen? Gibt es Alternativen? Der vorliegende Ratgeber will diese Fragen beantworten und bietet mit vielen Quellenangaben die Grundlage, sich selbständig weiter zu informieren. Leseprobe zum Download.
diagnose:funk
Format: Din langSeitenanzahl: 10 Veröffentlicht am: 12.08.2022 Bestellnr.: 318Sprache: deutschHerausgeber: diagnose:funk

Mobilfunk, Sendeanlagen, Netzausbau. Kommunale Rechte zur Gesundheitsvorsorge wahrnehmen!


Autor:
diagnose:funk
Inhalt:
Ein Mobilfunkmast soll gebaut werden. Welche Risiken sind nachgewiesen? Was können Initiativen fordern? Welche Rechte haben Kommunen? Der bewährte Flyer zu den Risiken von Mobilfunksendeanlagen und den Handlungsmöglichkeiten der Kommunen ist komplett neu erstellt worden. Er fasst die wichtigsten Informationen kurz zusammen, auch für EntscheidungsträgerInnen in den Kommunen.
4. vollständig überarbeitete Auflage, 2021Format: A5Seitenanzahl: 96 Veröffentlicht am: 26.05.2021 Bestellnr.: 104Sprache: DeutschHerausgeber: diagnose:funk | Titelfoto: stock.adobe.com

Kommunale Handlungsfelder

Mobilfunk: Rechte der Kommunen - Gefahrenminimierung und Vorsorge auf kommunaler Ebene
Autor:
diagnose:funk | Dipl.-Ing. Jörn Gutbier
Inhalt:
Diese Broschüre gibt Auskunft, welche Möglichkeiten Gemeinden haben, in die Aufstellung von Mobilfunksendeanlagen steuernd einzugreifen. Es wird aufgezeigt, was Kommunen neben dem sog. Dialogverfahren mit den Betreibern noch alles tun können, um ihre Bürger:innen mit einem Vorsorge- und Minimierungskonzept vor der weiterhin unkontrolliert zunehmenden Verstrahlung unserer Lebenswelt zu schützen. Darüber hinaus wird auf Argumente eingegangen, die in der Mobilfunkdiskussion eine wichtige Rolle spielen: die Grenzwerte, der fehlende Versicherungsschutz der Betreiber, der Mobilfunkpakt der kommunalen Spitzenverbände, die Strahlungsausbreitung um Sendeanlagen, die Messung und Bewertung der Strahlungsstärke, der Diskurs um Sendeanlagen versus Endgeräte, Kleinzellennetze, alternative Technologien u.a.m. Die Kommune ist immer noch die einzige Ebene, auf der zur Zeit ein wichtiger Teil einer neuen, effektiven Art der Mobilfunkvorsorgepolitik zum Schutz der Menschen und der Umwelt eingeleitet und umgesetzt werden kann.
Artikel veröffentlicht:
12.02.2024
Autor:
diagnose:funk

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