Nach WHO-Warnung: Risiko wird wieder verharmlost
04.08.2011
Ende Juli 2011 ging die Meldung durch die Medien, eine Studie hätte nachgewiesen, dass kein Zusammenhang zwischen Handynutzung durch Kinder und Gehirntumoren bestehe. Der Titel der Studie:
"Handy-Nutzung und Hirntumore bei Kindern und Jugendlichen: eine Multicenter-Fall-Kontroll-Studie (CEFALO)." Die Autoren: Aydin D, Feychting M, Schüz J, Tynes T, Andersen TV, Schmidt LS, Poulsen AH, Johansen C, Prochazka M, Lannering B, Klæboe L, Eggen T, Jenni D, Grotzer M, Von der Weid N, Kuehni CE, Röösli M; publiziert in: J Natl Cancer Inst 2011; 103 (16): 1–13
Die untersuchte Gruppe von Kindern hatte eine Handy-Nutzungsdauer von 5 Jahren, die tägliche Nutzungsdauer wurde nicht erfasst. Da die Latenzenzzeit für Krebs in der Regel mehr als 10 Jahre ist, kann eine Studie, die eine Handy-Nutzungsdauer von 5 Jahren erfasst, nur begrenzt eine Aussage über den Zusammenhang zwischen Handynutzung und dem Auftreten von Krebs machen, eher ist sie nicht aussagekräftig.
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