TETRA / Polycom

TETRA

TETRA (Terrestrial Trunked Radio). Soll als europaweit einheitliches System (gemäß ETSI - European Telecommunications Standards Institute) vor allem für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) international eingeführt werden. Großbritannien verfügt seit Jahren über eine weite Verbreitung mit entsprechenden Erfahrungen (s.u.) . In Deutschland ist die Einführung wesentlich langsamer vorangegangen.

Allgemeines:
- Betriebsfunk für Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, etc.
- 1995 Entwickelt
- Indoor-Versorgung gewünscht
- keine Flächendeckende Versorgung geplant
- Hohe Investitions- und Betriebskosten

mögliche Alternative (aus technischer Sicht):
- angepaßte LTE-Version
- Ende-zu-Ende Verschlüsselung über öffentlisches LTE-Netz denkbar
- Vorteil: Zeitgemäß und Preiswert durch Synergieeffekt und breite Unterstützung

Berichtete gesundheitliche Effekte:
- Schlafstörungen
- Kopfschmerzen
- Übelkeit und Nasenbluten
- Hautausschläge oder Juckreiz
- Hitzewellen
weiteres s.u.

Technik:
- Frequenz 380-400 MHz
- DQPSK Modulation
- Grenzwert Leistungsflußdichte 2 W/m2;
- Eingangsleistung Basisstation 25 W (max. 40 W) pro Frequenz
- keine Leistungsregelung (es wird stets mit voller Leistung gesendet)
- Reichweite max. 25 km (5 km im Stadtgebiet)
- minimaler Empfangspegel ca. 10 - 80 μV/m (0,27 - 16,98 pW/m2;)
- Pulsfrequenz von 17,65 Hz
- Crest-Faktor (Leistung) 3,65 dB (Faktor 2,32)
- starke Amplitudenschwankung (+-85 %) während Burst von ca. 18 kHz
- Datenübertragungsrate 2,4 kBit/s - 28,8 kBit/s (nicht Zeitgemäß)
- mit TEDS bis 300 kBit/s (ebenfalls nicht mehr Zeitgemäß)

Zusammenfassung:

Ausführliche Arbeiten und Berichte

Wie Immissionen von TETRA-Basisstationen die menschliche Gesundheit beeinflussen können
Die Unzulänglichkeit der ICNIRP-Richtlinien für die Regulierung der Exposition des Menschen durch Hochfrequenzstrahlung von TETRA-Basisstationen
Dr. Gerard J. Hyland
Bericht als PDF >>> [532 KB]

Erfahrungen mit TETRA-Bündelfunk in Großbritannien: Fallbeispiele
Andy Davidson TETRAwatch, HESE-UK
Bericht als PDF >>> [2.211 KB]

Diverse Infos und Artikel:

Viele weitere Infos und Artikel

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Vergleich der Funksysteme der BOS

  Analogfunk TETRA TETRA 2000 Tetrapol
Frequenzbereiche 165,200 - 165,700 MHz169,800 - 170,300 MHz167,550 - 169,390 MHz172,150 - 173,990 MHz74,215 bis 77,475 MHz 84,015 bis 87,255 MHz 380 bis 385 MHz390 bis 395 MHz 165,200 - 165,700 MHz169,800 - 170,300 MHz167,550 - 169,390 MHz172,150 - 173,990 MHz74,215 bis 77,475 MHz 84,015 bis 87,255 MHz380,000 - 385,000 MHz390,000 395,000 MHz 380 bis 385 MHz390 bis 395 MHz410 bis 430 MHz450 bis 470 MHz870 bis 876 MHz915 bis 921 MHz
Modulationsart FM Pi/4 DQPSK FM/GMSK GMSK
Zugriffsverfahren   TDMA mit 4 Zeitschlitze pro Träger TDMA mit 4 (8) Zeitschlitze pro Träger FDMA
Sendeleistung Relaisstationen 15 Watt 25 Watt je Träger 15-25 Watt je Träger 25 Watt je Träger
Antennengewinn 0 dB 12-19 dB 0 dB 12-25 dB
EIRP in Watt Bis ca. 15 Watt Bis ca. 3000 Watt Ca. 15 bis ca. 25 Watt Bis ca. 4000 Watt
Benötigte Relaisstationen Ca. 1000 Ca. 4500 Ca. 1500 Ca. 3500
Bekannte gesundheitliche Auswirkungen Bei übermäßiger Nutzung, leichtes Kopfdrücken und Kopfschmerzen. Kommt aber selten und nur bei Funkpersonal in größeren Einsätzen zum Tragen Kopfschmerzen, Nasenbluten, Gehirntumore, Kehlkopf- und Hodenkrebs. Auch bei geringer Nutzung und bei Anwohnern der Basisstationen Bisher nichts bekannt, es fehlt an Studien. Durch Verzicht auf die Daueraussendung des Organisationskanals, sollten sich die Auswirkungen in Grenzen halten. Konzentrationsstö-rungen, Kopfschmerzen, Unwohlsein. Verdacht auf Gehirntumore. Auch Anwohner der Basisstationen klagen über ähnliche Beschwerden. Erforschung noch nicht abgeschlossen.

Folgend Auszüge aus:

Erfahrungen mit TETRA-Bündelfunk in Großbritannien: Fallbeispiele
Andy Davidson TETRAwatch, HESE-UK

Fallbeispiel: Schule in Littlehampton, Sussex, Großbritannien
Zwei Schulen für Kinder zwischen 5 und 11 Jahren liegen im 150-m Umkreis einer beachtlichen Telekommunikationsbasisstation neben der örtlichen Polizeistation. Die TETRA-Antennen wurden im Herbst 2003 hinzugefügt. An dem Tag, als die Antennen in Betrieb genommen wurden, mussten 11 Kinder wegen Kopfschmerzen, Übelkeit und Nasenbluten nach Hause geschickt werden. Während der Weihnachtsferien wurden die Sender abgeschaltet, und alle Symptome verschwanden.

Im Januar wurde der TETRA-Funk wieder aktiviert, und die Symptome kehrten auch prompt zurück. Eltern aus den umliegenden Häusern, die ähnliche Symptome entwickelten, starteten eine inoffizielle Umfrage, um herauszufinden, wie weit verbreitet das Problem war. Aus den Häusern der umliegenden Straßen wurden 123 Fragebögen zurückgeschickt, in denen 64 % von einem gestörten Fernsehempfang berichteten, 42 % von Schlafstörungen, 45 % von Kopfschmerzen, Übelkeit und Nasenbluten. 24 % der Anwohner hatten überhaupt keine Symptome zu verzeichnen.

Warum ist es wichtig, den gestörten Fernsehempfang zu erwähnen? Er ist hier mit aufgeführt, weil viele Gruppen abgewiesen wurden, wenn sie davon berichteten, denn Fernsehempfangsstörungen sind für alle sichtbar und haben womöglich Ängste ausgelöst, die für die psychosomatischen Reaktionen verantwortlich sein konnten. (In Großbritannien haben Fernsehempfangsstörungen endemische Ausmaße angenommen, wo das TETRA-Funknetz ausgebaut ist. Das Problem wird durch filterlose Empfangsantennenverstärker noch vergrößert. So bleibt die Frage, ob die Gesundheit der Schulkinder durch das visuelle Erscheinungsbild des Sendemasts, durch von den Fernsehempfangsstörungen ausgelöste Angst oder von der elektromagnetischen Strahlung beeinträchtigt wurde?

Was TETRA-Nutzer sagen

In Großbritannien waren die Polizeibeamten von Lancashire die ersten Benutzer des TETRA-Airwave-Systems. Innerhalb von nur neun Monaten, nachdem der TETRA-Bündelfunk in Lancashire eingeführt worden war, häuften sich die Berichte über negative Gesundheitsfolgen derart, dass Steve Edward, Vorsitzender der Polizistenvereinigung der Stadt Lancashire, sich veranlasst sah einen Fragebogen an die Polizeibeamten zu verteilen, um Näheres darüber zu erfahren. Von den 246 Fragebögen, die zurückkamen, berichten 173 über negative Gesundheitsfolgen, wie zum Beispiel:

Nach der offiziellen Lesart sollen die Symptome auf den Stress zurückführbar sein, der mit der Einführung eines neuen Kommunikationssystems verbunden sei. Seither wurden zwei Fälle von Halskrebs bei den Polizisten in Lancashire diagnostiziert und drei Fälle (zwei davon mit tödlichem Verlauf) in Leicestershire, wo der TETRA-Bündelfunk kurz nach Lancashire eingeführt worden war. Hier stellt sich die Frage, ob doch ein Zusammenhang besteht, wenn ansonsten gesunde Menschen an einer so seltenen Krebsart wie Speiseröhrenkrebs erkranken, obgleich keine genetische Veranlagung und keine bekannten Lebensstilfaktoren wie Rauchen oder übermäßiger Alkoholgenuss vorliegen. Die Beschreibung eines der verstorbenen Polizeibeamten lautet folgendermaßen:



Die Berichte der Polizeibeamten vermitteln uns mehrere Einsichten über die regelmäßige Benutzung von TETRA-Bündelfunk:

Es ist interessant zu beachten, dass im Jahre 2001 Barrie Tower, ein Wissenschaftler und Ex-Militärexperte für Mikrowellentechnologie, in einem von der britischen Polizistenvereinigung in Auftrag gegebenen Spezialreport vorausgesagt hat, dass: „innerhalb kurzer Zeit, etwa zwischen 0 bis 2 Jahren, sich ungefähr 310 Polizeibeamte, die den TETRA-Bündelfunk benutzen, krank melden werden. Von diesen Betroffenen werden 30 auch in Zukunft mit Krankheiten Anlass zur Sorge geben, und in dieser letzteren Gruppe werden auch ein paar Krebsfälle auftreten.“

POLYCOM - Sicherheitsnetz Funk der Schweiz

Funksystem der Behörden und Organisationen für Rettung und Sicherheit
POLYCOM ist das nationale Funksystem der Behörden und Organisationen für Rettung und Sicherheit BORS, das in der Schweiz schrittweise aufgebaut wird. Es ermöglicht den Funkkontakt innerhalb wie zwischen den verschiedenen Organisationen Grenzwacht, Polizei, Feuerwehr, sanitätsdienstliches Rettungswesen, Zivilschutz und unterstützende Verbände der Armee. Ziel des Projekts ist es, dass sämtliche BORS des Bundes, der Kantone und der Gemeinden über eine einheitliche und homogene Infrastruktur Funkgespräche sowie Daten übertragen können. Weitere Informationen >>>

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