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Handy: Kein direkter Anschluss mehr an Dachantenne

12. November 2006

Quelle: Bossart-Funk (www.bossart-funk.ch)

Im Aussendienst tätige Personen sind ohne Mobilfunktechnologie heutzutage nicht mehr konkurrenzfähig. Möchte man sich der Mikrowellenstrahlung des eigenen Handys dennoch entziehen, konnte man dies durch die Nutzung eines Handys in Verbindung mit einer Auto-Dachantenne weitgehend realisieren. Nach Empfang einer Meldung auf einem Pager (der selber keine Strahlung abgibt) konnte sich der Aussendienst-Mitarbeiter zu seinem Automobil begeben, und dort mit seinem Mobiltelefon den Anruf beantworten. Bei günstiger Platzierung der Aussenantenne schützte das Dachblech des Autos den Nutzer dabei fast vollständig vor ihrer Strahlung.

Bild: Aussenantenne für Autodächer verbessern die Funkverbindung drastisch.


Diese Zeiten sind nun leider bald vorbei. Man kann zwar weiterhin Aussenantennen an Mobiltelefone anschliessen, nur strahlen die neuen Mobiltelefone durchwegs alle munter weiter. Die Abstrahlung erfolgt nun von der internen Handyantenne UND von der Aussenantenne gemeinsam. Die Feldstärke im Innenraum reduziert sich dabei nicht mehr wie voher um etwa das hundertfache, sondern lediglich um den Anteil, dan das Handy infolge verbesserter Verbindungsqualität herunterregelt.

Der Grund liegt darin, dass ältere Modelle (wie z. Bsp. die momentan noch erhältlichen Restposten Nokia 6310i oder Sony Ericcson K700i) im Mobilteil einen direkten Kontakt an die Steckerbuchse bereitstellten, während das Signal bei den modernen Mobiltelefonen weiterhin über die interne Antenne abgestrahlt wird, welche das Signal dann innerhalb vom Gehäuse über einen Luftspalt hinweg auf ein internes Kabel überträgt, welches dann die Steckerbuchse zur Aussenantenne versorgt (d.h. das Signal wird durch die Magnetfelder "induktiv" zur Steckerbuchse übertragen.)

Anfragen nach Mobiltelefonen mit direkten Steckanschlüssen für Aussenantennen ergaben, dass Nokia, Sony Ericcson, Benq und Samsung nur noch induktive Anschlüsse verwenden. Eine Antwort von Motorola ist immer noch ausstehend. Während strahlungsarme Schnurlosttelefone wie "warme Semmeln" über die Theke gehen und vielerorts bereits ausverkauft sind, lässt man hier eine Marktlücke ungenutzt.