Schweizer entwickeln fliegende Handy-Antenne
tagesschau.sf.tv | 30.06.2006
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Schweizer entwickeln fliegende Handy-Antenne
Ersatz für unbeliebte Bodenstationen
Ein Schweizer Team aus Wissenschaftlern und dem Unternehmer Kamal Alavi hat eine fliegende Handy-Antenne entwickelt. Die «X-Station» soll in über 21'000 Metern Höhe die Antennen am Boden ersetzen.
Die Antenne, bestehend aus einem Zeppelin und einer Plattform, würde die Handy-Strahlung tausendfach verringern, berichtete das Nachrichtenmagazin «10vor10».
Ein Zeppelin mit hochentwickelter Technik
Ein 60 Meter langes Luftschiff, gefüllt mit Helium, steigt auf 21'000 Meter und bleibt dort stationär, wie der Unternehmer Alavi gegenüber «10vor10» das Vorhaben erklärte. An den Zeppelin ist ein unbemanntes Kleinflugzeug gekoppelt.
Alavi schätzt die Kosten für eine einzige X-Station auf 30 bis 40 Millionen Franken.
Breite Zusammenarbeit
Am Projekt arbeiten zurzeit mehr als 50 Wissenschaftler von der ETH Zürich und Lausanne, von der Universität Neuenburg sowie der Eidgenössischen Materialprüfungsanstalt (EMPA). Mit an Bord ist auch der Technologiekonzern RUAG Aerospace.
Damit die «X-Station» ihre Position genau halten kann, wurde mit der ETH zusammen ein Autopilot mit GPS entwickelt. In einem Jahr solle ein Prototyp in luftiger Höhe getestet werden, sagte Alavi.
Überwachung von Waldbränden
Eine einzige «X-Station» soll einst die Fläche der Schweiz abdecken. Für die Abdeckung von ganz Europa würden rund 20 Stationen benötigt.
Über eine «X-Station» soll Telefonie, Internet, digitales Radio und Fernsehen, aber auch Überwachung per Live-Kamera möglich sein. Überwachungsfunktionen könnten zum Beispiel
