Sie sind hier: Startseite » Recht » Menschenrechte

Mobilfunk als ethische Herausforderung

26.04.2011

Omnipräsenter Mobilfunk als ethische Herausforderung
THIEDE, W. (2010): Omnipräsenter Mobilfunk als ethische Herausforderung, umwelt medizin gesellschaft 23(4): 315-323
Mit freundlicher Genehmigung des Verfassers und des UMG Verlages


„Das Ethische ist in die Technik hinein verschwunden. Die Ethik ist nicht mehr da.“
Günter Rohrmoser (2008)


Studien rechnen damit, dass der Datenverkehr im Mobilfunk in den nächsten Jahren um den Faktor 60 zunehmen wird. Dabei verstärkt sich nicht nur das Problem der wissenschaftlichen Ungeklärtheit langfristiger Auswirkungen der wachsenden Mobilfunkstrahlung, sondern es bleibt auch festzustellen, „dass Elektrosensibilität ein zunehmendes Gesundheitsproblem für die Bevölkerung ist, dass dieser Krankheitszustand zu starken Behinderungen führen kann und dass diese Erkrankung dringend zusätzlicher Abklärung und Anerkennung bedarf“ (Venedig Resolution). Ärzte-Initiativen warnen, und selbst unter Juristen deutet sich ein mögliches Umdenken an. Theologie und Kirche aber erweisen sich bislang noch zu wenig als Vorreiter für eine auch in dieser Hinsicht fällige „Bewahrung der Schöpfung“. Gerade sie sollten sich verstärkt für die Rechte von Gefährdeten und funksensiblen Minderheiten einsetzen.


Kirche setzt Zeichen gegen Mobilfunkmasten Vertreter der Gesamtkirchengemeinde und der Mobilfunkinitiative haben sich nach bisher drei Gesprächen unter der Moderation der Evangelischen Akademie Bad Boll auf nachstehendes Kommunique geeinigt ...

Späte Lehren aus frühen Warnungen? In seinem neuesten Beitrag MOBILFUNK: SPÄTE LEHREN AUS FRÜHEN WARNUNGEN? setzt sich der österreichische Menschenrechtsexperte Eduard Christian Schöpfer nicht nur kritisch mit dem Grundsatzurteil...

Mobilfunk versus Menschenrechte Bernd Irmfrid Budzinski, Richter am Verwaltungsgericht Freiburg, macht mit seinem Artikel deutlich, dass eine ausreichende Rechtsgrundlage für die derzeit unkontrollierte Strahlenexposition der Bevölkerung nicht vorliegt...