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Belgischer Minister: Nein zu Handys für Kinder

18.11.2008

Magnette sagt „nein“ zu Mobiltelefonen für Kinder

Der für den Konsumentenschutz verantwortliche belgische Minister Paul Magnette, will die Vermarktung von Mobiltelefonen, die für Kinder bestimmt sind, nicht genehmigen.

Quelle: Les Soir, 04.11.08
Deutsche Übersetzung. Evi Gaigg, Diagnose-Funk

Der für den Konsumentenschutz verantwortliche Minister, Paul Magnette, will die Genehmigung für die Vermarktung von Mobiltelefonen, die für Kinder gedacht sind, in Belgien nicht erteilen. Im Dienstagsmeeting der Commission de la Chambre hat die MP Valérie Décom (Sozialistin) gemäss zuverlässiger Pressemeldungen, ausgeführt, dass Disney und Belgacom vorhaben, in Belgien ein exklusiv für Kinder bestimmtes Handy einzuführen. Das offensichtlich speziell für sehr junge Kinder entwickelte Telefon, ist sehr bunt und hat 3 oder 4 Tasten, die mit Nummern verbunden sind, die die Eltern vorwählen können. Das hauptsächliche Verkaufsargument für ein Telefon dieses Typs ist die Sicherheit: Wo immer sich das Kind befindet, können es die Eltern anrufen und umgekehrt. Eine Rückfrage bei der MP hat ergeben, dass es im Jahr 2004 bereits eine Kontroverse durch ein ähnliches Produkt, genannt „Mymo“ gegeben hat, aber es ging in Ermangelung eines vertrauenswürdigen Herstellers nicht in Produktion.

„Ist es nicht diese Art von technischer Spielerei die deren Vermarktung als Ziel über den Schutz des Lebens von Kindern stellt? Sollten wir sie nicht vor dieser Art von Kommerz schützen?“ fragte sie. Der verantwortliche Gesundheitsminister Paul Magnette (Sozialist) stimmt mit dieser Sichtweise überein. Zusätzlich zu diesem ethischen Problem, hob er auch das gesundheitliche Risiko hervor. Wie er erklärte „Mit diesem Typ von Telefon können Kinder mechanischen Gefahren oder Strahlungsrisiken ausgesetzt werden. Tatsächlich anerkennen alle Wissenschaftler, dass es nötig ist, die Exposition durch zunehmende kumulative Strahlung zu begrenzen, sogar wenn darüber noch nicht viel bekannt ist, wie empfindlich sie auf Strahlung reagieren.“
Es sei denn, die Hersteller dieser Telefone könnten genügend Beweise dafür liefern, dass diese sicher sind. M. Magnette will ihren Verkauf im Hinblick auf das Vorsorgeprinzip nicht genehmigen. (Belga)


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