Zürich-Petition an den Stadtrat übergeben
24.01.2007 Grüne Zürich
ZürcherInnen fordern Eindämmung der Mobilfunkstrahlung: Petition «Risiko Mobilfunk» an den Stadtrat übergeben
Das Komitee «Risiko Mobilfunk» hat am 24. Januar ihre Petition «Risiko Mobilfunk» mit 6'059 Unterschriften dem Stadtrat übergeben. Dabei ist gegenüber Robert Neukomm nochmals bekräftigt worden, dass die Gesundheit der Bevölkerung endlich Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen bekommen muss.
Mobilfunk mit weniger Strahlung ist möglich
Die Stadt Zürich hat mit fast 500 Mobilfunkantennen die höchste Dichte im Land. Das Ziel der Petition «Risiko Mobilfunk» ist, den momentanen Trend zu immer mehr und leistungsstärkeren Mobilfunk-Antennen zu stoppen. Mit der Petition wird der Zürcher Stadtrat aufgefordert, ein Pilotprojekt für emissionsarmen Mobilfunk durchzuführen und die bestehenden Anlagen schärfer zu kontrollieren. Zudem soll die Bevölkerung umfassender über Vorsorgemassnahmen gegen die gesundheitlichen Risiken des Handys informiert werden, dies mit einem besonderen Augenmerk auf die SchülerInnen (vgl. Petitionstext im Anhang).
Komitee erfährt breite Unterstützung
Die Zürcher Bevölkerung wird bisher viel zu wenig wirksam vor der Mobilfunkstrahlung geschützt. AnwohnerInnen können nur gegen einzelne Antennenprojekte rekurrieren, was mit einem hohen zeitlichen und finanziellen Aufwand verbunden ist und trotzdem wenig Erfolg versprechend. Aus dieser unbefriedigenden Situation heraus ist bei einigen Betroffenen der Entschluss gewachsen, sich zusammen zu schliessen und auf Stadtebene aktiv zu werden. Mehrere Interessensgemeinschaften, betroffene Einzelpersonen, Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz und die GRÜNEN Stadt Zürich haben in der Folge gemeinsam die Petition «Risiko Mobilfunk» lanciert.
Bis zum letzten Sammeltag haben sich bei der Kontaktstelle zahlreiche besorgte Personen gemeldet. Sie zeigten sich erleichtert darüber, dass „endlich etwas geschieht“ und viele haben angeboten, aktiv bei der Unterschriftensammlung mitzuhelfen. Dies macht deutlich, dass es sich bei den jetzt eingereichten 6'059 Unterschriften nur um die Spitze des Eisberges handelt. Die gesundheitliche Vorsorge ist ein ernsthaftes Anliegen der Zürcher Bevölkerung.
Unser Komitee fordert deshalb, dass der Antennen-Wildwuchs gestoppt wird und die Gesundheit der Bevölkerung endlich Vorrang bekommt!
Petitionstext:
Der Stadtrat wird aufgefordert, sich mit weiteren Massnahmen für den Schutz der Bevölkerung vor der Mobilfunkstrahlung einzusetzen:
1. Pilotprojekt emissionsarmer Mobilfunk
Der Stadtrat soll sich, in Absprache mit dem Regierungsrat, für die Durchführung von Pilotprojekten für emissionsarmen Mobilfunk in der Stadt Zürich einsetzen.
2.Scharfe Nachkontrollen
Der Stadtrat soll vermehrte Nachmessungen der Immissionswerte anordnen, insbesondere bei den neuen UMTS-Antennen.
3.Aufklärung der Bevölkerung
Der Stadtrat soll die Bevölkerung und besonders die Schülerinnen und Schüler aktiv über gesundheitliche Risiken und Präventionsmöglichkeiten beim Benutzen der Mobilkommunikation informieren und aufklären.
Für weitere Auskünfte:
Ueli Nagel, Ökologe und Gemeinderat GRÜNE, Tel. 043 305 58 60
Martina Würmli, Wirtschaftsinformatikerin und Schulpflegerin, «IG Zürich 10 ohne Elektrosmog», Tel. 044 341 84 27
Cornelia Semadeni, Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz Sektion Zürich, Tel. 044 381 48 62
Kathy Steiner, Parteisekretärin GRÜNE Stadt Zürich, Tel. 044 440 75 55, Mobil 079 703 73 77
http://www.gruenezuerich.ch/
18.06.2006
Petition Risiko Mobilfunk
Der Mobilfunk hat sich in den letzten Jahren fast explosionsartig verbreitet. Über gesundheitliche Auswirkungen aber – vor allem mögliche Langzeitschäden – weiss man noch viel zu wenig. Besorgte Wissenschafterinnen und Wissenschafter sowie Ärztinnen und Ärzte mahnen zur Vorsicht.
Über 450 Mobilfunkantennen gibt es in der Stadt Zürich inzwischen und laufend werden weitere in Betrieb genommen. Dabei müssen die Telekomfirmen nicht einmal den Nachweis erbringen, dass diese wirklich in der bewilligten Leistung benötigt werden. Auch fehlen wirksame Nachkontrollen, ob die Grenzwerte eingehalten werden.
Wer in der Stadt Zürich wohnt, dem strahlt mit einiger Wahrscheinlichkeit eine Mobilfunkantenne Tag und Nacht in die gute Stube oder sogar ins Schlafzimmer. Viele Menschen setzen sich zudem, ohne es zu wissen, mit einem Schnurlostelefon (DECT ) noch einen kleinen Dauersender in die Wohnung.
Vorsorge und Aufklärung sind dringend nötig, aber die städtischen Behörden begnügen sich damit, die vom Bund festgelegten Verfahren zu vollziehen. Doch Beispiele aus dem In- und Ausland zeigen, dass ein emissionsarmer Mobilfunk möglich ist. Eine bessere Verteilung von Antennen und der Einsatz von Mikrozellen mit geringer Leistung können zu einer Reduktion der Strahlenbelastung beitragen.
Helfen Sie mit, dass die Gesundheit Vorrang erhält!
Unterschreiben Sie die Petition « Risiko Mobilfunk»
Der Unterschriftenbogen kann hier als PDF heruntergeladen werden. Sie können die Petition auch per Post bestellen.