Zusätzliche Mobilfunkantennen-Kontrollen verlangt
limmattalonline.ch | 28.05.2006
KANTONSRAT
Zusätzliche Mobilfunkantennen-Kontrollen verlangt
Der Zürcher Kantonsrat verlangt vermehrte unangemeldete Nachkontrollen bei neuen und nachgerüsteten Mobilfunkanlagen. Er hat am Montag ein Postulat von Grünen, EVP und CVP knapp mit 80 zu 78 Stimmen überwiesen. Dagegen stimmten SVP und FDP.
Es gehe nicht um die Verteufelung der drahtlosen Kommunikation, aber es müsse alles getan werden, dass die Strahlenbelastung für die Bevölkerung möglichst niedrig sei, sagte Postulantin Susanne Rihs (Grüne, Glattfelden).
Die gesundheitlichen Gefahren der nichtionisierenden Strahlung (NIS) seien noch immer zu wenig erforscht. Die möglichen negativen Auswirkungen auf die Gesundheit beunruhige die Menschen immer mehr.
«Es darf beim Mobilfunk nicht das gleiche passieren wie beim Asbest», warnte Rihs. Die Kontrollen müssten durch neutrale Fachleute vorgenommen werden.
Das Postulat sei nicht nötig, denn die Forderungen würden vom Bund erfüllt. Aufgrund eines Bundesgerichtsentscheids vom Frühling 2005 werde nämlich schweizweit ein Kontrollsystem eingeführt, das noch über die Forderungen des Bundesgerichtes hinaus gehe, sagte Gaston Guex (FDP, Zumikon).
Periodisch von unabhängiger Stelle kontrolliert würden künftig nicht nur neue, sondern alle Sendeanlagen. Festgestellte Überschreitungen müssten innert 24 Stunden behoben werden. (sda/fka)
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