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„Krisenstab Krebsfälle“ eingerichtet

13.03.2007

Krebserkrankungen im Bereich der Samtgemeinde
-Ursachenforschung-

Quelle: Neuigkeiten aus http://boerde-lamstedt.der-norden.de/

Nicht nur Politik und Verwaltung, sondern auch zahlreiche Medien beschäftigen sich zurzeit mit den Krebsfällen in der Börde Lamstedt. Anlass waren die zahlreichen Krebserkrankungen in Mittelstenahe. Dort sind in den vergangenen zehn Jahren mehr als 30 Menschen an Krebs schwer erkrankt oder bereits verstorben. Ähnliches gilt auch für Nindorf. In dem Lamstedter Ortsteil war bis vor wenigen Jahren eine Hawk-Stellung (Flugabwehr) angesiedelt. Als mögliche Ursache in Betracht kommen könnte eine militärische Richtfunkstrecke, die von Lamstedt-Nindorf bis nach Nordholz reicht. In der Hawk-Stellung in Nindorf wurde rund drei Jahrzehnte Radar eingesetzt. Auch vom Funkturm in Wohlenbeck gehen sternförmig zahlreiche Richtfunktrassen in alle Richtungen aus. Ob die zahlreichen Krebserkrankungen auf eine erhöhte Strahlung oder Elektrosmog zurückzuführen sind, soll nun geklärt werden.

Wir setzen auf Ursachenforschung ! Die Verwaltung hat mittlerweile mit den zuständigen militärischen Stellen, der Bundesnetzagentur und der Deutschen Telekom Kontakt aufgenommen. Eingeschaltet wurden das Bundesministerium für Gesundheit sowie das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie das Niedersächsische Sozialministerium. Natürlich wurden auch die für unsere Region zuständigen Bundes- und Landtagsabgeordneten informiert. Weiter wurden Gespräche mit dem Landes- und Kreisgesundheitsamt geführt, und im Rathaus wurde ein „Krisenstab Krebsfälle“ eingerichtet.

Es wurde ein Aktionsplan erarbeitet, der dazu beitragen soll, noch offene Fragen zu klären und eine umfassende und belastbare Datensammlung zu erstellen. Insbesondere ist eine präzise Erfassung sämtlicher Krebsfälle in der Börde erforderlich. In diesem Zusammenhang ist eine Fragebogenaktion geplant mit dem Ziel zu klären, in welchem Zeitraum die Krebserkrankungen aufgetreten oder verlaufen sind und um welche Krebsart es sich handelt oder handelte. Die Erfassung obliegt dem Kreisgesundheitsamt in Cuxhaven. Die Angaben werden natürlich vertraulich behandelt. Es ist jedoch die Entbindung von der ärztlichen Schweigepflicht durch die Betroffenen erforderlich. Das Landesgesundheitsamt wird die hier gemeldeten Krebserkrankungen ebenfalls überprüfen und mit dem vorhandenen statistischen Datenmaterial des Niedersächsischen Krebsregisters abgleichen. Außerdem wurde die Bundesnetzagentur beauftragt, Messungen im gesamten Bereich der Börde Lamstedt durchzuführen. Die Niedersächsische Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann wird sich in Kürze „vor Ort“ ein Bild machen. Bei diesem Besuch werden auch MdL David McAllister sowie Landrat Kai-Uwe Bielefeld dabei sein. Sobald gesicherte Untersuchungsergebnisse vorliegen, wird es eine Informationsveranstaltung für die Bevölkerung geben. Sie ist noch im Laufe des Monats März geplant. Ansprechpartner der Samtgemeinde: 04773 / 899-112 (Michael Tiedemann). In die Ergebnisse der Feldmessungen im Bereich der Börde Lamstedt läßt sich unter folgendem Link EInsicht nehmen:

emf.bundesnetzagentur.de


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