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EU-Agentur vergleicht Strahlung mit Asbest

17.09.2007

Bewertung des Strahlenrisikos
bei Alltagsgeräten
publiziert am 17. September 2007
Quelle: www.eea.europa.eu
Übersetzung: Evi Gaigg, Diagnose-Funk

Ein neuer Bericht wirft Bedenken über die Auswirkungen von elektromagnetischen Feldern auf die menschliche Gesundheit auf und verlangt strengere Sicherheitsgrenzwerte für die Regulierung der Strahlung von Mobiltelefonen, Hochspannungsleitungen und vielen anderen Quellen, denen wir im täglichen Leben ausgesetzt sind. Der Bericht „BioInitiative: eine Grundlage für einen biologisch basierten Grenzwert für elektromagnetische Felder in der Öffentlichkeit“ wurde von der BioInitiative Working Group, einer internationalen Vereinigung von Wissenschaftern, Forschern und Gesundheitsexperten zusammengestellt. Die europäische Umweltagentur (EEA) hat zu diesem Bericht ein Kapitel beigetragen, welches aus der EEA-Studie „Späte Lehren aus frühen Warnungen: das Vorsorgeprinzip 1896-2000, publiziert im Jahr 2001, extrahiert wurde.

Die EEA-Studie fasst die Geschichte einer Auswahl von öffentlichen und Umweltgefahren, wie Asbest, Benzol und PCB, von der ersten wissenschaftlich basierten frühen Warnung über potenzielle Gefahren, bis zu den späteren Vorsorge- und Präventionsmassnahmen zusammen. Fälle von Tabakrauchen und Blei im Benzin werden ebenso beschrieben.

Die EEA besitzt zwar keine besondere Kompetenz zum Thema EMF, analysiert in ihrer „Späte Lehren“-Publikation jedoch Fallstudien zu einigen Gefahrenstoffen des Alltags: Es zeigt sich, dass gefährliche Expositionen weit verbreitet sein können, bevor „überzeugende“ Evidenzen für Schädigungen durch Langzeitexpositionen und biologische Wirkmechanismen, welche die Schädigungsursachen erklären, bekannt sind.

Jacqueline McGlade, Direktorin der Europäischen Umweltagentur EEA

Jacqueline McGlade, Direktorin der Europäischen Umweltagentur EEA

Es gibt viele Beispiele für ein Versagen bei der Anwendung des Vorsorgeprinzips in der Vergangenheit, welche dazu führten, dass ernsthafte und oft irreversible Schäden für Gesundheit und Umwelt entstanden. Angemessene Vorsorgemassnahmen und entsprechende Aktionen sollten jetzt getroffen werden. Naheliegende und potenziell gefährliche Bedrohungen der Gesundheit durch EMF hätten aus einer vorausschauenden Perspektive sehr wahrscheinlich einen umsichtigen und weisen Charakter. Man sollte sich vergegenwärtigen, dass die Vorsorge eines der Prinzipien der europäischen Umweltpolitik ist“, sagt Jacqueline McGlade, Direktorin des EEA.

Gemässe der BioInitiative Working Group ist die derzeitige Beweislage, wenn auch noch limitiert, stark genug, um die wissenschaftliche Basis der gegenwärtigen EMF-Grenzwerte in Frage zu stellen.

Links:
Späte Lehren aus frühen Warnungen: das Vorsorgeprinzip 1896-2000
Bericht der BioInitiative Working Group

Kontaktinformation:
Marion Hannerup

Leiterin Kommunikation und öffentliche Angelegenheiten
European Environment Agency
Kongens Nytorv 6
1050 Copenhagen K Denmark
Telefon: DK +4533367160 Call
Mobile: DK +4551332243
Email: marion.hannerup at eea.europa.eu

Brendan Killeen
Pressestelle
European Environment AgencyKongens Nytorv 6
1050 Copenhagen K Denmark
Telefon: DK +4533367269
Mobile: DK +4523683671 Call
Email: brendan.killeen at eea.europa.eu

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