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Jugendschutz bei Handybenutzung

EU-Kommission.de | 27.07.2006

Jugendschutz bei Handybenutzung

Brüssel/Berlin, 25.07.2006 um 11:39

Die Europäische Kommission hat heute eine öffentliche Konsultation eingeleitet, in der es um mögliche Gefahren für Kinder und Jugendliche im Zusammenhang mit der Benutzung von Mobiltelefonen geht. Alle Beteiligten und Betroffenen wie Jugendschutz-, Eltern- und Verbraucherverbände, Netzbetreiber, Anbieter von Inhalten, Handy- und Netzausrüstungshersteller sowie die Regulierungsbehörden sind nun aufgefordert, bis zum 16. Oktober 2006 dazu Stellung zu nehmen.

„Die Mobilkommunikation bietet große Chancen für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in Europa. Gleichzeitig muss aber der Schutz der Kinder und Jugendlichen gewährleistet sein“, erklärte EU-Kommissarin Viviane Reding, zuständig für Informationsgesellschaft und Medien. „Aus meiner Sicht ist der Jugendschutz im Bereich des Mobilfunks eine gemeinsame Aufgabe für alle Beteiligten: Unternehmen der Branche, Jugendschutzverbände und öffentliche Stellen. Je besser die Selbstregulierung funktioniert, desto weniger muss der Staat eingreifen.“

In den letzten Jahren hat die Nutzung von Mobiltelefonen durch Kinder und Jugendliche ebenso wie die Leistungsfähigkeit von Handys stark zugenommen. Einer Eurobarometer-Umfrage vom Mai 2006 zufolge besitzen 70 Prozent der jungen Europäer zwischen 12–13 Jahren sowie 23 Prozent der Kinder zwischen 8–9 Jahren ihr eigenes Mobiltelefon.

Die Konsultation ist Teil eines Prozesses, der im Juni 2005 im Rahmen des Forums „Sichereres Internet“ unter Mitwirkung von 200 Vertretern der Branche und der Kinderschutzverbände begonnen hatte. Die Kommission möchte nun eine Diskussion auf europäischer Ebene in Gang bringen, um eine Selbstregulierung aufzubauen, wie sie sich schon in einigen Mitgliedstaaten entwickelt hat. Das Forum ist Teil des Kommissionsprogramms für ein „Sichereres Internet“, das seit 1999 läuft. Mit dem laufenden Vierjahresprogramm (2005–2008), das mit Haushaltsmitteln in Höhe von 45 Millionen Euro ausgestattet ist, sollen illegale und schädliche Internetinhalte bekämpft werden.

Alle Informationen finden Sie auf der Seite der Kommission