Regierungschef bittet um Fairness
05.10.2007
Mobilfunk: «Regierungschef bittet um Fairness»
Pressemitteilung des VGM
– Verein für gesundheitsverträglichen Mobilfunk / Liechtenstein
Am Dienstagabend fand im Triesner Saal ein grosser Mobilfunk-Informationsabend statt. Vier kompetente Fachleute informieren vor über 100 aufmerksamen Gästen über die fatalen gesundheitlichen Folgen der heutigen Mobilfunk-Strahlenbelastung. In der gestrigen Ausgabe berichteten dann beide Landeszeitungen sehr fair und sachlich über den vom VGM organisierten und finanzierten Informationsabend.
Die 4 Referenten von links: Dr. med. Reinhold Jandrisovits, Burgenland, Dr. med. Yvonne Gilli, Wil, Dr. med. Gerd Oberfeld, Salzburg und Ing. und Baubiologe Peter Schlegel, Esslingen ZH
Alle Regierungsmitglieder und alle Landtagsabgeordneten waren mehrfach schriftlich zu diesem Info-Abend eingeladen worden. Während rund zehn Landtagsabgeordnete (von 33 eingeladenen) in Triesen dabei waren, liessen sich vier der fünf Regierungsmitglieder entschuldigen. Regierungschef Otmar Hasler und Gesundheitsminister Dr. Martin Meyer waren beim Mobilfunkinformationsabend in Triesen - einmal mehr - nicht dabei. Gesundheitsminister Dr. Martin Meyer war zudem nicht bereit, die vorher an ihn schriftlich gestellten Fragen zu beantworten.
Dr. Jandrisovits mit der Karzinom-Tabelle im Hintergrund
Im gestern Donnerstag erschienenen Beitrag im VATERLAND bittet Regierungschef Otmar Hasler «um Fairness im öffentlichen Umgang». Zitat Vaterland vom 4.10.2007/Seite 4: «Wie Regierungschef Otmar Hasler anlässlich des gestrigen Mediengesprächs auf Anfrage erklärte, gehe die Regierung mit öffentlichen Stellungnahmen zu solchen Forderungen sehr zurückhaltend um. Die Regierung sei durchaus bewusst. Wenn nicht alle Regierungsmitglieder eine entsprechende Veranstaltung besuchen, heisse das noch lange nicht, dass die Regierung dieses Thema nicht ernst nehme. Regierungschef Otmar Hasler appellierte an den VGM, eine gewisse Fairness im öffentlichen Umgang walten zu lassen.»
Diesen für uns absolut unverständliche Unterstellung, der VGM agiere nicht fair, müssen wir aufs Schärfste zurückweisen. Deshalb hier unsere bewusst offen gestellten Gegenfragen an den Regierungschef Otmar Hasler, der offenbar vom Sachthema «Mobilfunk und Gesundheit» ablenken und die Diskussion auf einen anderen Schauplatz verlagern will. Aber bitte sehr: Wenn Sie Herr Regierungschef, uns unfaires Verhalten vorwerfen, dann nehmen wir den Ball gerne auf. Wir stellen Ihnen drei faire und offene Fragen zum Thema Fairness:
1. Finden Sie es richtig und fair, dass die Gesundheit der Bevölkerung durch viel zu hohe Strahlungsgrenzwerte auf fatalste Weise geschädigt wird?
2. Finden Sie es richtig und fair, wenn die Regierung mit Informationsblättern die Gesundheitsschädigung durch Hochfrequenzstrahlung verharmlost, ja sogar behauptet, ein Bügeleisen oder eine Glühbirne seien gefährlicher als die Strahlung einer Mobilfunkantenne?
3. Finden sie es richtig und fair, dass bei zeitlicher Verhinderung des Regierungschefs und des Gesundheitsministers diese beide und keinen Mitarbeiter der Regierung als Stellvertreter an eine so wichtige Versammlung delegieren? Dies weder am vergangenen Dienstag in Triesen noch bei den zahlreichen vorangegangenen VGM-Informationsveranstaltungen?
Wir sind für eine faire Vorgangsweise, Herr Regierungschef. Dies seit über sieben Jahren. Das wissen Sie genau. Wir hatten bis anhin viel Geduld, sehr viel Geduld. Auch mit Ihnen und ihrem damaligen Wahlversprechen. Zur Erinnerung: Die FBP hat im Jahr 2001 die Landtagswahlen unter anderem, aber vor allem darum gewonnen, weil die FBP versprochen hat, die gesundheitlichen Bedenken der Bevölkerung im Bereich «Mobilfunk und Gesundheit» ernst zu nehmen (Resultat einer offiziellen Wahlanalyse). Auch Sie versprachen dies, Herr Regierungschef Hasler.
Wir hoffen auf eine öffentliche Beantwortung der obigen drei Fragen und wünschen uns und der Bevölkerung, dass Sie als Regierungschef das Wahlversprechen aus dem Jahr 2001 bei der Schaffung des neuen Umweltschutzgesetzes im Bereich «Schutz vor NIS-Strahlung» endlich einlösen.
VGM – Verein für gesundheitsverträglichen Mobilfunk
Presseartikel
LIECHTENSTEINER VATERLAND | Donnerstag, 4. Oktober 2007
Mobilfunk: Noch nicht ausdiskutiert [402 KB]
LIECHTENSTEINER VATERLAND | Donnerstag, 4. Oktober 2007
Regierungschef bittet um Fairness im öffentlichen Umgang [189 KB]
Informationen zur Veranstaltung
Mobilfunk: Die Folgen können tödlich sein
Informationsabend in Triesen/FL am Dienstag 2. Okt. 2007
Im Umfeld von Mobilfunkantennen und an Wohnlagen mit direkter Sicht auf Basisstationen liegt die Stahlenbelastung weit über der Salzburger Grenzwertempfehlung von 0,06 V/m. Die Folgen für die dort wohnenden Menschen sind Schlafstörungen, Depression, Leukämie, Krebs usw. In Triesen findet zum Thema «Mobilfunk und Gesundheit» am kommenden Dienstagabend um 19.30 Uhr eine entsprechende Informationsversammlung statt. Alle sind herzlich zum Besuch eingeladen. Eintritt frei.
Mit der Einführung von UMTS stieg im Sommer 2007 die seit sieben Jahren rund um die Uhr auf uns einwirkende Dauer-Belastung durch GSM-Strahlung weiter an. Dazu kommt immer mehr hausgemachter Elektrosmog wie die Strahlung von Handys, von DECT-Telefonen, von Geräten mit WLAN usw. Immer mehr Wissenschaftler und Ärzte warnen vor den fatalen Folgen dieser Entwicklung. Immer mehr Studien weisen schwerwiegende Konsequenzen nach.
Die von der Mobilfunkindustrie gelenkte Mobilfunkpolitik geht trotz wissenschaftlicher Fakten einen für die Bevölkerung schicksalhaften Weg. Die Gewinnsteigerung der Mobilfunkindustrie wird von unseren Politikern heute offensichtlich immer noch wichtiger erachtet als die Volksgesundheit. Dabei könnte die Strahlenbelastung technisch auf max. 0,06 V/m gesenkt und weiterhin mit dem Handy problemlos telefoniert werden.
Im Dezember 2007 entscheidet der Liechtensteiner Landtag über das neue Umweltschutzgesetz und darüber, welcher Grenzwert zum Schutz vor NIS-Strahlung in unserem Land in Zukunft gilt. Die Folgen der Dauerbelastung durch Mobilfunkantennen können uns alle treffen. Die einen trifft es früher, die anderen später. Viele hat es schon getroffen.
Informationsabend in Triesen
Wann: Dienstag 2. Okt. 2007, 19.30 Uhr
Wo: Gemeindesaal Triesen
1. Dr. med. Yvonne Gilli: Fachärztin für allgemeine Medizin, Wil
Sprecherin der Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz, Schweiz.
Thema: Immer mehr leiden unter Elektrosmog. An wen können sich Betroffene wenden?
2. Dipl. Ing. Peter Schlegel: Architekt und Baubiologe aus Esslingen/ZH
Thema: Praktische Erfahrungen als Messtechniker mit Menschen rund um Mobilfunkantennen. Selbstverursachter Elektrosmog via Handy, DECT, WLAN usw.
3. Dr. med. Gerd Oberfeld: Umweltmediziner beim Amt der Salzburger Landesregierung, Referent für Umweltmedizin der Österreichischen Ärztekammer.
Thema: Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse.
Warum ist der Salzburger Grenzwert von max. 0,06 Volt der beste Kompromiss?
4. Dr. med. Reinhold Jandrisovits: Arzt in Müllendorf, Burgenland
Thema: Neueste Zahlen zur Entwicklung der Gesundheit der Bevölkerung seit dem Aufstellen von Mobilfunkantennen im burgenländischen Ort Müllendorf.
VGM - Verein für gesundheitsverträglichen Mobilfunk – 9490 Vaduz – www.telefonie.li
