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Katastrophe für die öffentlichliche Gesundheit

18.01.2009

Mobilfunkantennen: „Eine Katastrophe für die öffentliche Gesundheit” >>> [74 KB]
Quelle: leprogres.fr
Erschienen und ins Englische übersetzt: Next-up
Deutsche Übersetzung: Diagnose-Funk

Sandrine Wittman ist Molekularbiologie-Forscherin am Léon Bérard Cancer Research Centre in Lyon. Für diese Bürgerin von Chassieu, wo ihre Kinder in die Louis Pradel Primarschule gehen, wäre die Errichtung einer Mobilfunkantenne in der Nähe ihrer Schule nach eigenen Worten „eine regelrechte Katastrophe für die öffentliche Gesundheit”.

Interview:
„Haben Sie aufgrund Ihrer Arbeit irgendeinen Schaden beobachtet, der Mobiltelefonen oder Mobilfunkmasten zugeschrieben werden könnte?”
„Während der letzten 10 Jahre haben wir einen merkbaren Anstieg der Zahl von Krebsfällen in den Speicheldrüsen, die nicht durch die Schädeldecke geschützt sind, beobachtet, wenn ein Mobiltelefon benützt wird. Diese neuen Krebsfälle treten bei immer jüngeren Frauen auf. Darüber hinaus behandeln wir junge an Leukämie erkrankte Kinder, die in eine Schule in Lyon zu gehen pflegten, wo jetzt die Antennen abgebaut wurden.”

„Gibt es Ihrer Sicht nach auch eine Verbindung zwischen den Problemen, die im Zusammenhang mit Mobiltelefonen oder Telefonmasten stehen?”
„Es handelt sich um die gleiche Art von elektromagnetischen Wellen. Langzeit-Exposition durch Mikrowellen von Mobiltelefonen können die DNA in den Zellen spalten und auf diese Weise Krebs auslösen. Von Mobilfunkantennen wissen wir, dass sie den Weg für die Anhäufung von toxischen Molekülen im Hirn bereiten, welche zum vorzeitigen Auftreten von Alzheimer und auch von Hirntumoren führen. Bei Kindern wurde ein Anstieg von Leukämiefällen beobachtet, was sehr verdächtig ist.”

Haben wir Beispiele von Plätzen, wo die Antennen Gesundheitsschäden an Menschen verursacht haben?
Es ist eine Untersuchung in Fourvière Hill im Gange, in einer Gegend, die die grösste Belastung durch Mobilfunkantennen von ganz Frankreich aufweist. Unter den Symptomen wurde ein Anstieg von Kopfschmerzen, Schlafproblemen und Gedächtnisverlust beobachtet, aber auch ernsthafte pathologische Befunde, wie Krebs, eingeschlossen Leukämiefälle. Angesichts all dieser Beobachtungen sollte das Vorsorgeprinzip angewendet werden.

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