Häufigkeit von Beschwerden

Grafiken und Texte stammen aus folgendem Artikel

Umweltmedizin: Harmlose Handys?

Der Salzburger Umweltmediziner Dr. Gerd Oberfeld liefert brisante Daten zum heiß diskutierten Thema „Welche Gesundheitsgefahren birgt die mobile Kommunikation?“.

3.1 Entfernungsabhängige Beschwerden

Ein Fragebogen zu 18 unspezifischen Krankheitssymptomen wurde an Personen versendet, die sich auf einen Aufruf zur Teilnahme hin gemeldet hatten (Santini R, 2002). Die dabei verwendete Selbstselektion führt dazu, dass sich eher Personen melden, die Beschwerden durch Mobilfunksendeanlagen vermuten. Dies hat den Nachteil, dass eine Übertragung auf die Gesamtbevölkerung quantitativ nicht möglich ist. Es schafft jedoch den Vorteil, dass Effekte eher entdeckt werden. Das mittlere Alter betrug 46 Jahre (n=530). Es zeigte sich eine Zunahme der unspezifischen Symptome mit der selbst eingeschätzten Nähe zum Mobilfunksender für Müdigkeit, Reizbarkeit, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, depressive Tendenzen, Konzentrationsschwierigkeiten, Gedächtnisverlust und Schwindel.

Unabhängig von möglichen Befürchtungen der Anwohner wurden signifikante Zusammenhänge zwischen der Leistungsflussdichte des GSM-Mobilfunks und Herz- Kreislauf-Symptomen wie Müdigkeit, Kurzatmigkeit, Herzpochen/Herzjagen, Kopfschmerzen, rasche Erschöpfung, kalte Füße und Schwindelgefühl gefunden (Abb. 2).