Keine Wundermittel gegen Ohrensausen
Ausgabe 16.03.2006
Von diagnose-funk gesendet an SALDO,
Beobachter, Gesundheitstipp, K-Tipp, diverse andere Zeitungen,
"Tinnitus-Ligas" und an alle Selbsthilfegruppen:
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Sehr geehrte Frau Cariola,
Zu Ihrem Artikel
"Gegen das Ohrensausen gibt es kein
Wundermittel",
möchte ich Ihnen noch ein paar brisante Informationen geben:
- Eine
Pilotstudie von Prof. inv. Dr. med. H. J.
Wilhelm (HNO-Facharzt, Stellvertretender Präsident d. Gesundheitsforum
Rhein-Main e. V. Sportmedizin)
an 110 HNO-Patienten mit Ohrgeräuschen ergab:
"Die Patienten wurden
dazu angehalten, versuchsweise über eine Woche sowohl
Handy als auch das schnurlose Telefon auszuschalten. Hierbei zeigte sich, daß 40 % der Patienten, die diesen Versuch unternommen haben, der Tinnitus leiser bzw.
subjektiv nicht mehr als störend empfunden wurde. Das heißt, für diese Zeit konnte auf weitere
therapeutische Maßnahmen verzichtet werden." Zum Kollektiv heisst es:
"68 % wohnten in der Nähe (sichtbar) von Mobilfunkantennen bzw.
Starkstrommasten, 32 % nutzten ein Handy als auch ein schnurloses Telefon. Nur
20 % der Befragten telefoniert nicht mit einem Handy oder einem schnurlosen
Telefon. (…) Da es sich bei den über Ohrgeräusche klagenden Patienten um immer
jüngere Patienten handelt, denen kein Lärmtrauma zuzuordnen ist, müssen wir uns
Gedanken machen, woher diese neue
Beeinflussung in den letzten Jahren kommt." (http://www.eurotinnitus.com -> Wissen -> Archiv ganz unten, oder www.funkenflug1998.de -> Suchbegriff
"Tinnitus" ->"10 Mio. Neuerkrankungen")
- Sogar die industrielastige Grenzwert-Kommission ICNIRP bestätigt in
den Richtlinien auf S. 13 (bzw. S. 506, linke Spalte unterster Abschnitt), dass
das "Mikrowellenhören" ein gut bekannter Effekt ist. (Bei
recht hohen Feldstärken sogar spontan auslösbar! Frei 1961, Frei &
Messenger 1973, Lin 1978) http://www.icnirp.de/documents/emfgdl.pdf oder http://eurotinnitus.com/mobilfunk.php?lang=&id=9821.inc
-
Betroffene erklären uns,
dass die Geräusche die
Tonlage verändern, je nachdem, ob sie an einer Mobilfunkantenne, einem Handy, oder einem
Schnurlostelefon, etc. vorbeilaufen. Auch
Ärztegesellschaften haben solche Fakten bereits protokolliert.
- Die
Diagnosenzahlen explodieren förmlich seit dem
Schnurlos-Boom und flächendeckenden Mobilfunk. Man
zeigt es ja sogar auf http://www.german.hear-it.org/page.dsp?forside=yes&area=134. Die Vereinigung Eurotinnitus berichtet im
Mobilfunkzeitalter: "Jährlich
kommt es bei 10 Millionen Deutschen zu einem Tinnitus (Neuerkrankungen), bei dem ca.
- Es gibt zudem konsistente Forschungsergebnisse zu einer verstärkten Expression von Stresshormonen durch hochfrequente Strahlung - was Tinnitus ja begünstigen soll. (z.
Bsp. Gemäss Gutachten vom ECOLOG-Institut, Hannover, www.ecolog-institut.de)
Jetzt frage ich mich, wieso all diese noblen
Institutionen in Ihrem Artikel kein Wort über elektromagnetische Felder
verlieren...
Kurzes
Beispiel zu einer
ähnlichen Situation:
15 von 17 Studien zeigen zum Stand Juli 2005 häufigere Kopfschmerzen
durch HF-Strahlung. (14 davon signifikant.) Die 2 Studien, die keinen Effekt fanden,
wurden an jungen, gesunden Studenten durchgeführt. Antennentechniker basteln
Alufolie unter die Mütze, damit sie Abends weniger Kopfweh haben. Doch gemäss Kopfwehgesellschaft, Dr. Christian Meier,
Baden gibt es keinen Nachweis hierfür, und Mobilfunkstrahlung wird nirgendswo
auf der Internetseite als mögliche Ursache angeführt. Es bleibt die Frage: Wer sponsert die
Kopfwehgesellschaft… (Gabi Braun, Gesundheitstipp schrieb letztes Jahr
einen Artikel hierzu.)
Fast so scheint es mir beim Tinnitus auszusehen.
Anstatt aufzuklären, heisst der gute Lesetipp: "Mit Tinnitus muss man leben" (Die Böhmne-Zeitung auf www.eurotinnitus.com, ->Wissen, ->Archiv)
Nach einer Erhebung der
Deutschen Tinnitusliga 1998 leiden ca. 3 Millionen Erwachsene
Deutsche an einem chronischen Ohrgeräusch. In Österreich sind es etwa
...Und wer hat übrigens dieses süsse
Tinnitusschlösschen in Chur mit dem tollen Sound auf der Homepage bezahlt?
Freundliche Grüsse,
Lothar Geppert
Dipl.-Ing. TU
Präsident & Ressort Wissenschaft
diagnose-funk
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Tel./Fax: (++41) 043-535 7001
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